Triathlon

WM-Bronze plus Wasserbüffel

Im Meer mit hohem Seegang, ein windiger Rad-Part, Krämpfe in beiden Beinen – aber tanzende Streckenhelfer und mit Hawaii-Legenden bei der Siegerehrung: ein unvergessliches Erlebnis.

Riesiger Erfolg für Nicole Best: Bei der 70.3-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Port Elizabeth schaffte es die Triathletin vom TV Groß-Gerau in ihrer stark besetzten Altersklasse W50 aufs Treppchen. Überglücklich nahm sie bei der Siegerehrung die Bronzemedaille in Empfang. Unter fast 150 Konkurrentinnen in der W50 musste die Kreisstädterin bei einer Gesamtzeit von 5:18,05 Stunden nur zwei Athletinnen vor sich lassen.

Vor zahlreichen Zuschauern und einer „tollen Atmosphäre am Strand von Port Elizabeth“, wie Nicole Best berichtet, setzte sie sich auf der 1,9 Kilometer langen Schwimmstrecke im 15 Grad kalten Meerwasser mit hohem Seegang – „Was mir großen Spaß gemacht hat“ – in starken 29:29 Minuten an die Spitze. Die folgenden 90 Kilometer auf dem Rad waren bei sonnigen 13 Grad sehr windig. Zudem mussten 800 Höhenmeter gemeistert werden. Nach 2:55:20 Stunden stieg die Groß-Gerauerin als Sechste ihrer Altersklasse aus den Pedalen und machte sich auf zum 21,2-Kilometer-Lauf.

„Aber dann meldeten sich schlimme Krämpfe in beiden Beinen“, klagte Nicole Best nun über arge Probleme. Mit großer Willensstärke und dank einer Salztablette, die es etwas erträglicher machte, kämpfte sie sich jedoch bravourös ins Ziel. „Ich dachte, da muss ich jetzt durch.“ Und tatsächlich sollte es für die dreifache Hawaii-Teilnehmerin in 1:46,57 Stunden am Ende sogar zur Bronzemedaille reichen.

„Das war ein Supererlebnis, bei so vielen Zuschauern ins Ziel zu kommen. Alles top organisiert! Und an den Verpflegungsstellen haben die Helfer sogar getanzt“, berichtete Nicole Best begeistert. Bei der Siegerehrung wartete dann noch etwas ganz Besonderes auf sie: „Auf der Bühne stand ich mit Mark Allen, sechs Mal Sieger auf Hawaii, und mit Hawaii-Legende Dave Scott und Paula Newby Fraser zusammen.“ Der strahlenden WM-Dritten aus Groß-Gerau wurde zudem eine tolle Trophäe überreicht, wie sie voller Freude verriet: „Einen Wasserbüffel habe ich bekommen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare