Er ist zweifelsfrei der Mann der Stunde beim TuS Dietkirchen: Dennis Leukel (links), hier gegen Walldorfs Christian Matheisen, erzielte in den letzten drei Pflichtspielen satte fünf Treffer. Vielleicht klappt’s ja auch gegen den SC Hessen Dreieich.
+
Er ist zweifelsfrei der Mann der Stunde beim TuS Dietkirchen: Dennis Leukel (links), hier gegen Walldorfs Christian Matheisen, erzielte in den letzten drei Pflichtspielen satte fünf Treffer. Vielleicht klappt’s ja auch gegen den SC Hessen Dreieich.

Fußball-Hessenliga

Wörsdörfer: „Das ,dreckige‘ Dutzend muss es richten“ - Kühne: „Fordere bedingungslose Leidenschaft“

Es ist wieder einmal einer dieser Tage, den der TuS Dietkirchen als „Feiertag“ bezeichnen darf. Mit dem SC Hessen Dreieich (Samstag, 16 Uhr) reist in der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, der absolute Top-Favorit an. Für den SV Rot-Weiß Hadamar führt die Reise am Sonntag (15 Uhr) nach Zeilsheim.

TuS Dietkirchen – SC Hessen Dreieich. Auch wenn der tolle 4:3-Erfolg beim SC Waldgirmes allen im TuS-Lager mehr als nur gut getan hat, spricht Trainer Thorsten Wörsdörfer im Hinblick auf das Spiel gegen Dreieich von „einer kleinen Herbst-Depression“. Was er damit meint: „Ich bin einfach mit der Einstellung des einen oder anderen nicht 100-prozentig zufrieden“ und spielt darauf an, dass bei ohnehin kleinem Kader erhebliche personelle Probleme, bedingt durch Verletzungen und Urlaube, die Stimmung trüben. „Wörsi“ meint: „Das dreckige Dutzend muss es richten, denn wir pfeifen auf dem letzten Loch. Die Zuschauer dürfen sich, was Aufstellung wie taktische Ausrichtung angeht, überraschen lassen. Manchmal ist die Flucht nach vorne aber auch eine gute Möglichkeit.“ Namen nennt er freilich nicht, schließlich möchte er sich nicht in die Karten schauen lassen.

Wenn der TuS-Übungsleiter an Hessen Dreieich denkt, kommen Erinnerungen an die 0:9-Klatsche im Auswärtsspiel des letzten Jahres hoch, auch aber an das grandiose 3:2 im Jahr davor. „Sie haben eine tolle Mannschaft und natürlich ganz andere Ziele als wir“, sagt der Ex-Profi. „Sie können sicherlich nicht damit zufrieden sein, dass wir Mitte Oktober mit einem Sieg nach Punkten gleichziehen können. Sie hinken den Erwartungen hinterher, werden das aber auch selbst wissen. Ich wäre froh, wenn sie mit einem kleinen Verein wie unserem noch eine Woche lang Mitleid haben und danach erst anfangen, so richtig zu punkten.“

Klar ist: Nach aktuellem Stand muss sich der vermeintliche Top-Favorit auf Platz eins erheblich steigern, will er die Aufstiegsrunde erreichen. Tabellenplatz fünf bei drei Niederlagen entsprechen nicht dem Anspruch der Verantwortlichen aus dem Hahn-Air-Sportpark. Dreieich ist zum Siegen verdammt und wird zeigen müssen, wie er mit dem Druck umgeht. – Redaktionstipp: 1:4.

SV Zeilsheim – SV Rot-Weiß Hadamar. Das Ziel, im Hessenpokal-Wettbewerb eine Runde weiterzukommen, hat die Mannschaft von Trainer Stefan Kühne beim 2:0 in Waldgirmes erreicht (siehe Bericht auf dieser Seite). Das bevorstehende Auswärtsspiel beim überraschend starken SV Zeilsheim, bei dem mit Filip Pandza, Yves Böttler und Michel Gschwender gleich drei Ex-Hadamarer kicken, hat relativ große Bedeutung. Der SVZ, seit fünf Pflichtspielen unbesiegt, hat als Tabellenvierter zwei Spiele weniger als die meisten Konkurrenten absolviert und könnte seine Chancen mit einem Sieg brachial verbessern. Spätestens nach dem 3:1-Sieg in Dreieich wird die Frankfurter ohnehin niemand mehr unterschätzen. Schon gar nicht Stefan Kühne: „Das ist eine richtig gute Truppe, die den Fokus auch auf die spielerische Komponente legt. Auf dem relativ kleinen Kunstrasen wollen wir beweisen, dass wir auch kicken können. Zudem fordere ich von meinen Jungs wieder bedingungslose Leidenschaft ein.“ Vor allem an einem Punkt muss Rot-Weiß arbeiten: „Es kann nicht sein, dass wir immer drei bis vier Großchancen brauchen, bis wir mal ein Tor machen. Die Jungs müssen einfach mal eiskalt sein.“ Um das Ziel „Aufstiegsrunde“ zu fixieren, sind laut Stefan Kühne „noch mindestens zwei, drei Siege“ erforderlich. Und da die Zeilsheimer ihrerseits oben mitmischen, wäre ein „Dreier“ selbstredend doppelt wertvoll. Den Verlust des gesperrten Mittelfeldmotors Jerome Zey gilt es zu verkraften. Eine Alternative könnte Ruben Monteiro-Carvalho sein. – Redaktionstipp: 2:2. PATRICK JAHN

Freitag:

FC Eddersheim - Rot-Weiß Walldorf 19.30

Samstag:

Viktoria Griesheim - Türk Gü. Friedberg 15.00

TuS Dietkirchen - Hessen Dreieich 16.00

Sonntag:

SV Zeilsheim - SV RW Hadamar 15.00

VfB Ginsheim - FV Bad Vilbel 15.00

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare