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Wollen in Ginsheim wieder mal jubeln: die Spieler des TuS Dietkirchen.

Fußball-Hessenliga

Wörsdörfer: "Qualität kommt von quälen"

Nach zwei Niederlagen in Folge reist der TuS Dietkirchen in der Fußball-Hessenliga am Sonntag, 15 Uhr, durchaus optimistisch zum VfB Ginsheim.

VON PATRICK JAHN

Die Hessenliga-Mannschaft des TuS Dietkirchen reist am Sonntag zum VfB Ginsheim (Anstoß 15 Uhr). Zum ersten Mal in dieser Saison hat der TuS Dietkirchen zwei Niederlagen in Serie kassiert. Vor allem aber das 0:4 von letzter Woche beim KSV Hessen Kassel war für Trainer Thorsten Wörsdörfer und seine Jungs lehrreich. Der Coach meint: „Neben einem starken Gegner kamen in Kassel viele Faktoren noch hinzu. Die Tagesform war schlecht, unser Zweikampfverhalten war schlecht, und uns hat der Mut gefehlt. Da wir uns aber im Lernprozess befinden, geben uns solche Spiele viel. Der Mensch lernt durch Schmerz eben mehr als durch Freude.“

Nach wie vor sind die bisher erreichten 13 Punkte als Erfolg zu werten, aber klar ist auch, dass bei einer weiteren Niederlage die Luft ein bisschen dünner wird, denn die Teams aus dem Tabellenkeller fangen an, eifrig zu punkten. Fürchtet der TuS-Trainer, dass seine Truppe in ein Loch fallen könnte? Klare Antwort: „Es gibt überhaupt keinen Grund, in ein Loch zu fallen. Jedem war klar, dass es auch eine Niederlagen-Serie geben kann. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und in sich zu gehen.“ Die Nerven verliert in und um Dietkirchen ohnehin niemand.

Im Auswärtsspiel beim VfB Ginsheim, der vergangenen Freitag in Hadamar mit 0:4 verloren hat, wartet der Tabellenvierte. Dessen Trainer Artur Lemm hatte nach Spielende in Hadamar gesagt: „Wir sind keine Spitzenmannschaft. Wer 23 Gegentore in neun Spielen fängt, hat da oben nichts verloren.“ Dennoch sind die Qualitäten der Ginsheimer unbestritten, nicht von ungefähr kommen Siege gegen Hessen Dreieich (5:2) oder Hessen Kassel (3:1). Das sieht Thorsten Wörsdörfer genauso: „Sie verfügen mit Can Özer über einen absoluten Torjäger und gehören für mich in das vordere Feld der Hessenliga.“

Dennoch hat der TuS keine Kaffeefahrt vor sich – er will punkten. Was macht Mut, damit es in der Mainspitze zu Zählbarem reicht? „Wörsi“ klärt auf: „Die Trainingswoche war gut, die Stimmung hat gepasst. Wahrheit und Klarheit, in Kombination mit Willen zur Entwicklung ist das Credo, das uns zum Klassenerhalt führen soll und wird.“ Mit Marco Müller, Kevin Kratz, Patrick Kuczok und Nils Bergs stehen gleich vier Leistungsträger auf der Kippe. Im Kader dabei ist dafür aber Neuzugang Nicola Meloni. „Wir brauchen einen Power-Auftritt mit Mut und Leidenschaft sowie der Einstellung ,Qualität kommt von quälen’“, so „Wörsi“.

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