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Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

RSV Würges funkt laute Lebenszeichen

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In der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden reifen allmählich die Vorentscheidungen – zumindest in der Abstiegszone.

So leicht bekommt man einen RSV Würges nicht klein. Das musste am Sonntag der Tabellendritte, SG Oberliederbach, erfahren, der beim 2:3 im Bad Camberger Stadtteil leer ausging. Die „Roten“ sind als 13. ganz nah am rettenden Ufer und haben Meso-Nassau Wiesbaden nach Punkten eingeholt. Deutliche Lebenszeichen sendete auch der SV Elz, der im Duell der absoluten Kellerkinder mit 7:1 gegen den TuS Nordenstadt die Oberhand behielt. Hoffnungslos ist nach dem 0:4 in Eddersheim die Situation für die SG Kirberg/Ohren/Nauheim, die abreißen lassen muss. Ganz knapp machte es der SV Rot-Weiß Hadamar 2 beim 1:0 über den TuS Hornau. Egal, die Jungs von Heiko Weidenfeller sind Siebter und mehr oder minder gerettet. Der RSV Weyer war spielfrei. mor

SV Elz – TuS Nordenstadt 7:1 (3:1). Im Duell der Kellerkinder erwischte der SV Elz den besseren Start und entwickelte ordentlich Druck. Der erste Treffer fiel jedoch nach einem Standard: Einen Freistoß aus knapp 20 Metern versenkte Dennis Dietrich direkt und sehenswert zur 1:0-Führung (23.). Die Wiesbadener reagierten in dieser Phase nur; Elz rannte weiter an und wurde dafür belohnt. Den Angriff zum 2:0 vollendete Julian Reichwein (35.). Wenig später drang Benjamin Lüpke mit ordentlich Schub in den TuS-Strafraum ein und knallte den Ball zum 3:0 in die Maschen (38.). Der letzte Treffer in den ersten 45 Minuten war jedoch den Wiesbadenern vorbehalten, als Ahmet Samir Azizi im Strafraum am höchsten stieg und zum 3:1-Anschluss einickte (45.). Direkt nach Wiederanpfiff wurde Adrien Born zu Fall gebracht, und Referee Joel Gillner zeigte auf den Punkt. SVE-Spielertrainer Mehmet Dragusha sorgte mit dem 4:1 wieder für alte Verhältnisse (46.). Elz schien auf Wiedergutmachungs-Tour für die letzten Wochen zu sein und spielte konsequent weiter auf Angriff. Ein Treffer von Mustafa Günes wurde wegen Abseitsstellung noch zurückgepfiffen (60.), jedoch machte es Adrien Born besser und legte Nordenstadt das 5:1 ins Nest (75.). Mustafa Günes stellte die Anzeigetafel kurz darauf auf 6:1 (77.). Der SV konnte es sich auch noch erlauben, in der Schlussphase einige Hochkaräter liegen zu lassen. Timo Schlag schrieb mit dem 7:1 den letzten Akt in diesem torreichen Match (84.). höl

Elz: Schmitt, Born, Reichwein, Häckel, A. Born, Neis, Dragusha, Schlag, Günes, Lüpke, Dietrich (Frackowiak, Peters, Amin, Horner) – Tore: 1:0 Dennis Dietrich (23.), 2:0 Julian Reichwein (35.), 3:0 Benjamina Lüpke (38.), 3:1 Ahmet Samir Azizi (45.), 4:1 Mehmet Dragusha (46.), 5:1 Adrien Born (75.), 6:1 Mustafa Günes (77.), 7:1 Timo Schlag (84.) – SR: Gillner (Haiger) – Zuschauer: 40.

RSV Würges – SG Oberliederbach 3:2 (1:0). Die ersten 15 Minuten waren geprägt durch frühes Pressing der SG. Dem RSV gelang es nur selten, sich aus der eigenen Spielhälfte zu befreien, erkämpfte sich aber bald mehr Spielanteile. Das erste Tor fiel in der 25. Minute, als Tobias Glasner sich auf der rechten Seite durchsetzte und einen Eckball herausholte, den Ali Kazerooni zum 1:0 verwertete. Mit einem Paukenschlag begann die zweite Halbzeit: Ali Kazerooni zog aus 30 Metern ab, der SGO-Torwart lenkte zur Latte ab, wusste den Ball aber erneut nicht unter Kontrolle zu bringen, und Jermaine Pedraza versenkte ihn (52.) im Tor. Nur wenige Minuten später gelang der SG der Anschlusstreffer durch Nick Schlotterer, als die RSV-Abwehr nicht sauber geklärt hatte. In der 59. Minute gelang Mark Fries das 3:1 per Kopf nach Freistoß von Jermaine Pedraza. Das Spiel blieb weiter ausgeglichen. Die klareren Chancen hatte der RSV. In der 72. Minute vergab Mark Fries nach Hereingaben durch Jermaine Pedraza. Auch der eingewechselte Alen Nukovic kam mehrfach im Strafraum zum Abschluss, ohne den Ball jedoch im Tor unterbringen zu können. Die SG Oberliederbach verlegte sich indes aufs Kontern und kam damit ebenfalls einige Male gefährlich vor das Würgeser Tor. In der 93. Minute fiel dann doch noch der 3:2-Anschlusstreffer durch einen Fernschuss von Oliver Jörss. Der RSV siegte verdient.

Würges: Rock, Hecht, Helling, Kazerooni, Fries, Glasner, Erwe, Maximilian Meuth, Pedraza, Böhmer, Harmouch (Nukovic, Manuel Meuth, Guerreiro) – Tore: 1:0 Ali Kazerooni, 2:0 Jermaine Pedrazza, 2:1 Nick Schlotterer, 3:1 Mark Fries, 3:2 Oliver Jörss.

SV RW Hadamar 2 – TuS Hornau 1:0 (1:0). Das hatte sich die Mannschaft von Heiko Weidenfeller bestimmt einfacher vorgestellt. Die Kelkeimer erwiesen sich als ein Gegner, der mit allem, was er hatte, gegen den drohenden Abstieg kämpfte. Die mit gut ausgebildeten jungen Spielern angetretene Elf presste früh, stand sehr hoch, war äußerst laufstark und ließ die Heimelf in den ersten 20 Minuten kaum zur Entfaltung kommen. Als sich die Rot-Weißen hereingekämpft hatten, fiel der Führungstreffer etwas überraschend: Niklas Kern traf dank einer Energieleistung unter Mithilfe des Innenpfosten zum 1:0 (25.). Ein TuS-Freistoß, auf den Torwinkel platziert, stellte Keeper Hasselbach vor die erste und einzige schwierige Aufgabe der ersten Spielhälfte, in der gegen Ende Hadamars Tristan Burggraf nach einem Solo Pech hatte, weil sein Schuss am Außenpfosten landete (42.). Nach dem Wechsel vergaben zunächst Oliver Pandov (53.) und Christian Makana (55.) das ersehnte 2:0. Das ermunterte Hornau, das nun mit Vehemenz auf den Ausgleich drängte, dem Schloo (61.) ganz nah war. Hadamar hatte Glück, dass Burnell (73.) eine scharfe Hereingabe in den Fünfer knapp verpasste, anderseits aber auch Pech, als Mohamad Zouaoui nach Solo über den halben Platz nur den Pfosten traf. Ähnlich erging es Niklas Kern, der (85.) einen Konter nicht zum wohl vorentscheidenden Treffer verwertete, sondern das Alu traf. So mussten die SVH-Anhänger bis in die 6. Minute der Nachspielzeit warten, ehe der Dreier eingetüt war und die Mannschaft einen großen Schritt weiterbrachte. rei

Hadamar: Hasselbach, Ladipo, Lo Guasto (55. Mehmeti), Steinebach, Makana, Kilic, Böcher, Zouaoui, Burggraf (80. Schreiner), Pandov, Kern – Tor: 1:0 Niklas Kern (25.) – SR: Filges (Büdingen).

FC Eddersheim 2 – SG Kirberg/Ohren/Nauheim 4:0 (1:0). In der 15. Minute machte Kirberg das erste Tor, nachdem ein Rückpass der Heimelf zum Torwart fragwürdigerweise nicht geahndet worden war und Julian Freis den Abpraller über die Abwehr ins Tor hob – der Schiedsrichter gab zum Erstaunen aller den Treffer wegen Fouls nicht. Kurz darauf traf Eddersheims Alim Göcek die Latte. Die nächste große Chance hatte die SG nach einer Ecke, aber Daniel Kraft scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart (35.). Die Hünfeldener wurden stärker, doch (40.) machte der FCE nach einer Ecke das 1:0 durch Jurica Antonovic. Auch in der zweiten Halbzeit flogen die Bälle hoch und weit. Nach 50 Minuten hämmerte Alim Göcek aus 20 Metern auf die Latte. Eddersheim bekam so langsam das Spiel in den Griff. Dann (63.) ein Lebenszeichen von Kirberg: Julian Fries schoss nach schöner Kombination aus 16 Metern an den Außenpfosten. Im Gegenzug gab der Referee einen sehr fragwürdigen Elfmeter, den Ivan Rebic zum 2:0 verwandelte. Jens Scheib (KON) zimmerte den Ball aus 20 Metern auf die Latte. Die Dylong-Elf suchte die letzte Chance und erhöhte den Druck. Die Kopfbälle von Fynn Kresin und Steven Pfeiffer überwanden den FC-Keeper nicht. Gegenüber scheiterte Paul Schmuzler am starken Yannik Großmann. Der Kirberger Todesstoß folgte in Minute 82: Aus dem Gewühl im Fünfer erzielte Vassilios Porporis das 3:0. Das 4:0 war dann eine Frage der Zeit: Paul Schmuzler machte es in der 87. Minute. „Leider hatte man nie das Gefühl, dass wir den Ernst der Lage erkannt haben. Der letzte Wille fehlte“, so SG-Abteilungsleiter Ingo Butzbach. Die Eddersheimer hatten im Übrigen fünf Hessenliga-Spieler im Kader.

Kirberg/Ohren/Nauheim: Y. Großmann, Kraft, Schulz, Pfeiffer, Azemi, Enderich, Pollak, Scheib, Fries, Scheu, Yücel (Paulus, Mantel, Kresin, A. Zimmermann) – Tore: 1:0 Jurica Antonovic (40.), 2:0 Ivan Rebic (63./FE), 3:0 Vassilios Porporis (82.), 4:0 Paul Schmuzler (87.) – SR: Michler (Dreieichenhain).

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