Der Schrecken des SV Rot-Weiß Hadamar: Yves Böttler (SV Zeilsheim).
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Der Schrecken des SV Rot-Weiß Hadamar: Yves Böttler (SV Zeilsheim).

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Yves Böttler schießt den „Ex“ ab

Mit einem Sieg beim SV Zeilsheim hätte der SV Rot-Weiß Hadamar die Tabellenführung in der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, vom FC Eddersheim zurückerobert. Doch es kam anders. Bei der 3:4-Niederlage beim neuen Dritten glänzte vor allem ein Ex-Hadamarer: der dreifache Torschütze Yves Böttler.

SV Zeilsheim – SV Rot-Weiß Hadamar 4:3 (4:0). In den sehr einseitig zugunsten der Zeilsheimer verlaufenden ersten Stunde verteilten die Rot-Weißen mit ihrer da noch zu laschen Einstellung eifrig Geschenke, welche der SVZ fast ausnahmslos annahm. Es begann mit einem Schuss von Raffael Grigorian, den Torwart Christopher Strauch noch parierte. Bald danach leistete sich Strauch jedoch ein sehr leichtfertiges Abspiel auf Yves Böttler, der den Ball aus gut 30 Metern zum 1:0 ins leere Tor schoss. Nach einem weiten Seitenwechsel wurde dann Ivan Samardzic vom schlecht postierten Brooklyn Wölfinger zu Fall gebracht, Grigorian verwandelte den Strafstoß. Den beiden weiteren Treffern waren SVH-Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung vorausgegangen. Beide Male schoss Böttler sicher ins Netz. Dafür versagte der Angreifer bei einem weiteren von Strauch am flinken Samardzic verursachten Foulelfmeter.

Zu Beginn des zweiten Aktes parierte Strauch gegen Samardzic und Grigorian per Fußabwehr, Böttler zielte noch einmal daneben. Nach fast einer Stunde kamen die Hadamarer durch den für frischen Wind sorgenden Niklas Kern zu ihrem ersten Gegentor – und nun drehte sich das Geschehen. Jann Bangert und Marco Koch trafen nur den Pfosten, nach einer Flanke von Bangert köpfte Niklas Kern seinen zweiten Treffer. Binnen kurzer Zeit kam Jann Bangert noch zweimal zum Abschluss.

Das Spiel des SVZ wurde immer zerfahrener, zumal Patrick Kalata von Schiedsrichter Rühl die Rote Karte sah. Er hatte zwar Marco Koch im Mittelfeld von hinten bei einer Grätsche getroffen, aber die Entscheidung erschien vielen Zeilsheimern als zu hart. Nachdem der nun meist in den Angriff wechselnde Mirko Dimter eine Hereingabe von Niklas Kern nur knapp verpasst hatte, wiederholte sich dieser Spielzug: Dieses Mal traf Dimter zum 3:4. In der Nachspielzeit mussten die Zeilsheimer um den Erfolg zittern.

„Wir haben derzeit ein Mentalitätsproblem. Wir sind nicht richtig wach“, erkannte Hadamars Trainer Stefan Kühne, wo der Schuh drückt. „Wir müssen diese Einstellung ändern, um unseren höher liegenden Ansprüchen gerecht zu werden.“ KLAUS WIEBE

Zeilsheim: Reining, Hofmeier, Fujiwara, Uslu, Tatchouop (74. Aykir), Hagley, Sultani (57. Flores), Kalata, Grigorian, Samardzic, Böttler (80. Pandza) – Hadamar: Strauch, Wölfinger, Dimter, Dillmann, Paul (40. Burggraf), Monteiro-Carvalho, Velemir (55. Moldsen), Neugebauer (46. Kern), Teller, Koch, Bangert – SR: Rühl (Wetzlar) – Zuschauer: 150 – Tore: 1:0 Yves Böttler (15.), 2:0 Grigorian (24.), 3:0 (30.), 4:0 (44.) beide Böttler, 4:1 (58.), 4:2 (72.) beide Niklas Kern, 4:3 Mirko Dimter (88.).

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