+
Sorgte mit seinem frühen Tor für Sicherheit: Max Zuckrigl.

Fußball-Hessenliga

Zack, zack, Zuckrigl

  • schließen

Der TuS Dietkirchen feierte in der Fußball-Hessenliga ein Wiedersehen beim 1. Hanauer FC und kehrte - wie schon in der Aufstiegsrunde im Juni - auch dieses Mal wieder mit drei Punkten heim.

Auch der allerletzte Kritiker sollte inzwischen akzeptiert haben, dass die Leistungen des TuS Dietkirchen in der Fußball-Hessenliga keine Eintagsfliegen sind, sondern dass das Team von Trainer Thorsten Wörsdörfer richtig viel Potenzial mitbringt, um in der Liga bestehen zu können. Am Samstag fuhren die Reckenforstler den nächsten Sieg ein – dieses Mal beim Mitaufsteiger 1. Hanauer FC, den die Schwarz-Roten schon in der Aufstiegsrunde das Fürchten gelehrt hatten.

1. Hanauer FC – TuS Dietkirchen 0:2 (0:2). Zack, zack, Zuckrigl – so könnte man die ersten Sekunden des Spiels auf den Punkt bringen. Kaum lief die Partie nämlich in der Kastanienallee in Kesselstadt, da hatte Max Zuckrigl sein Team und die mitgereisten Fans schon in Verzückung versetzt, als er eine Flanke von Lukas Hautzel mehr oder minder volley aus acht Metern in die FC-Maschen gedroschen hatte (2.). Der TuS wollte mehr, das liegt in der Natur der Mannschaft mit den vielen hungrigen Spielern. Und sie bekamen mehr. 

Nach zwölf Minuten hob Dennis Leukel den Ball aus 20 Metern Entfernung über den herauslaufenden Brao zum 0:2 ins Netz. Die Hanauer wirkten konsterniert und drohten, haushoch zu verlieren, denn die Dietkircher kreierten eine Chance nach der anderen. Es hätte gut und gerne auch 0:4 stehen können. Trainer Michael Fink sah sich das Spielchen noch eine Weile missmutig an, dann reagierte er, brachte zunächst Carvalho für Purcell und später Arslan für Oktay. Es sollte endlich Ordnung her. Und tatsächlich: Die Partie beruhigte sich ein wenig, die Abwehr des ältesten Fußball-Clubs Hessens stand jetzt stabiler. 

Und nicht nur das. Der FC Hanau bekam jetzt die Reckenforst-Elf immer besser in den Griff und gewann allmählich Oberwasser. Man musste mehrfach die Luft anhalten, denn auch aufgrund des glatten, rutschigen Bodens war jetzt so ziemlich alles möglich. Zum Glück für das Wörsdörfer-Team pfiff der Schiedsrichter zur Halbzeit. 

Im zweiten Durchgang war dann irgendwie hier wie dort die Luft raus. Glück hatte der TuS Dietkirchen, dass ein Treffer von Tim Franz wegen Abseitsposition nicht gegeben wurde. Da hätte es noch einmal eng werden können. Zweimal musste TuS-Keeper Raphael Laux noch seine Klasse unter Beweis stellen: bei einem Flachschuss des eingewechselten Kristijan Bejic (77.) und einem 20-Meter-Freistoß in der Nachspielzeit. Dazwischen hatte es ein Dietkircher Mini-Powerplay mit einem regelrechten Gewitter an Schüssen auf das FC-Tor gegeben. Das 0:3 wollte aber nicht fallen.

„Jetzt sind es noch neun Siege bis zum Klassenerhalt“, rechnete Thorsten Wörsdörfer durch. „Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, dass diese Zahl jetzt schon einstellig ist.“ Der Trainer war verständlicherweise gut drauf. Die drei Punkte seien ein Geburtstagsgeschenk für seinen Hund „Jack“, der am Samstag ein Jahr alt wurde. „Meine Spieler waren heute genauso bissig wie er“, freute sich der Coach, der von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und starkem Zweikampfverhalten sprach und vor allem mit der Tatsache zufrieden war, „dass wir endlich auch auswärts die Leistung gezeigt haben, die wir aus den Heimspielen kennen und zu null gespielt haben.“ 

Hanau: Brao, Ries, Oktay (34. Arslan), Bari, Damar (72. Bejic), Fink, Muratoglu, Ünal, Gavric, Purcell (20. Carvalho), Franz – Dietkirchen: Laux, Nickmann, Hautzel, Kratz (81. Böcher), Leukel, Müller (84. Granja), Zuckrigl, Schäfer (89. Stahl), P. Schmitt, Bergs, Kuczok – SR: Fober (SG Herrieden) – Tore: 0:1 Max Zuckrigl (2.), 0:2 Dennis Leukel (13.) – Zuschauer: 110.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare