Die Eddersheimer Handballerinnen und ihre Trainer hoffen, dass sie ab Pfingsten in die reguläre Vorbereitung auf die kommende Spielzeit einsteigen können. foto: marcel Lorenz
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Die Eddersheimer Handballerinnen und ihre Trainer hoffen, dass sie ab Pfingsten in die reguläre Vorbereitung auf die kommende Spielzeit einsteigen können.

Handball, TSG Eddersheim

Zehn Wochen effektives Training

  • Volker Hofbur
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Drittligist TSG Eddersheim pausiert nun bis Pfingsten

Eddersheim -Angesichts der neuen Bestimmungen des Infektionsschutz-Gesetzes haben die Drittliga-Handballerinnen ihre Trainingsphase zwei Wochen früher als ursprünglich geplant beendet. "Wir reden von sieben Trainingseinheiten und zwei möglichen Spielen", macht Trainer Tobias Fischer deutlich, "wir haben aber in mehr als zwei Monaten noch einmal richtig Gas geben können".

Abbruch nach

einer Niederlage

Anfang November endete nach dem Beginn der zweiten Welle nach dem dritten Spiel die Punktrunde, auf die sich die Eddersheimerinnen fünfeinhalb Monate vorbereitet hatten. Mit einer deutlichen und verdienten Niederlage bei der Zweiten Mannschaft des Thüringer HC gingen die Eddersheimerinnen in die Zwangspause.

Bis zum harten

Lockdown trainiert

Am kommenden Wochenende wurde der Spieltag abgesagt, danach setzte der Deutsche Handball-Bund (DHB) bis zum Jahresende den Spielbetrieb aus. Trainer Tobias Fischer ließ dennoch weitertrainieren. "Wir haben noch sechs Wochen weitertrainiert und dabei auch Wettkämpfe gemacht. Dabei habe ich Mannschaften zusammengewürfelt, wobei die Spielerinnen für einen Sieg Punkte bekommen haben", erklärte Fischer, "nach sechs Wochen hatten wir Gewinner. Und die Spielerinnen haben Gas gegeben, weil sie gewinnen wollten. Das habe ich auch zu spüren bekommen, wenn ich die Spiele gepfiffen habe". Als Mitte Dezember der Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen kam, stellten auch die Eddersheimerinnen das Training ein. "Am 12. Dezember haben wir eine Weihnachtsfeier im kleinen Rahmen in der Halle gemacht. Einen Tag später folgte die Verschärfung des Lockdowns. Da hatte ich einen siebten Sinn, dass wir das gemeinsame Training beendet hatten", erinnerte sich Fischer. Damit war auch klar, dass das eigene Turnier Anfang Januar ausfallen würde. Ab dem 4. Januar begannen die Eddersheimerinnen mit dem Individualtraining. "Das war angesichts der Witterung und der dunklen Jahreszeit eine echte Herausforderung", berichtete der Eddersheimer Trainer, "zudem haben wir ihnen Übungen gegeben, damit sie die körperliche Fitness erhalten".

Ab Mitte Februar

ging es in die Halle

Trainer und Spielerinnen wussten nicht, wie und wann es weitergehen würde. Gemeinsames Training in der Spitze der zweiten Welle war für sie nicht angebracht. Da die Drittliga-Handballerinnen als Profisport gelten, gingen sie ab Mitte Februar, als die Infektionszahlen heruntergingen, aber wieder in die Halle. "Wir hatten ja die Möglichkeit zum Training, so dass wir Mitte Februar wieder angefangen haben. So habe ich ab Mitte Februar wieder Training angeboten, wobei ich nach der langen Pause erst einmal Wert darauf gelegt habe, dass wir die körperlichen Voraussetzungen für das Spiel mit Ball hatten", berichtete Fischer, "bis auf zwei Spielerinnen waren wir komplett, ab Anfang März waren alle da. Ich denke, das hat den Mädels geholfen. Es war wertvoll, für zwei Monate hochgefahren zu haben". Damit nichts passiert, testeten die Spielerinnen zwei Mal wöchentlich. "Das hat Geld gekostet, aber wir haben es investiert, damit sich die Spielerinnen sicher fühlen konnten und wir somit trainieren konnten", erläuterte Fischer, Für ihn war es wichtig, dass seine Spielerinnen das Testen kennenlernten und es inzwischen bei ihnen routinemäßig abläuft.

Fischer macht abschließend deutlich, dass für ihn der Trainingsbetrieb nicht nur an den Spielbetrieb gekoppelt ist. "Ich habe trainiert, weil es mein Auftrag ist, die Spielerinnen weiterzuentwickeln", begründet er das Training, das seine Spielerinnen sehr gut annahmen, "das ist es, was für mich zählt". Nun pausiert das Team bis zum Pfingstsonntag. Dann soll es mit der nächsten Vorbereitungsphase weitergehen - und irgendwann dann hoffentlich auch mal wieder mit einer Punktrunde. Volker Hofbur

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