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Selim Aljusevic (rechts) hofft mit dem SV Zeilsheim auf den nächsten Sieg.

Zeilsheim will nachlegen

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Zehn Spieltage sind ein knappes Drittel der Saison. Diese Marke wird oft genutzt, um eine erste Bilanz bzw. weitere Saisonprognosen abzugeben.

„Wir haben schon das Zeug, unter den ersten vier, fünf Mannschaften mitzuspielen“, sagt Tom Balser vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SSV Langenaubach. Was der Sportliche Leiter und Kaderplaner der Verbandsliga-Fußballer vom SV Zeilsheim zwei Saisons nach dem knappen Scheitern in der Relegation nicht anspricht, ist der geheime Wunsch Hessenliga. Nachdem der FC Eddersheim sich souverän in die höchste Spielklasse auf Landesverbands-Ebene verabschiedet hatte, dachten viele Experten, dass der Weg für den nächsten gut aufgestellten Main-Taunus-Verein frei sei. Fernwald hat aber vor dem zehnten Spieltag als Spitzenreiter schon elf Punkte Vorsprung auf die fünftplatzierten Zeilsheimer.

Auch wenn der SV mit zwei Spielen weniger den Rückstand auf fünf Zähler verringern könnte, stapelt Balser bei den Zielen also tief. „Wir kommen dieses Jahr extrem über die mannschaftliche Geschlossenheit und den Zusammenhalt“, meint der Sportchef. Nach dem personellen Umbruch im Sommer galt es fast eine komplett neue Mannschaft zusammen zu schweißen und einen neuen Gewinner-Geist zu wecken. Nachdem der Saisonstart mit zwei bitteren Niederlagen gegen Biebrich (0:4) und SF/BG Marburg (2:3) abgehakt wurde, holten die Kicker von der Lenzenbergstraße aus den folgenden sechs Punktspielen fünf Siege und verloren nur einmal unglücklich zu Hause gegen den starken Aufsteiger Bauerbach (2:4). Auffällig sind die fünf Zu-Null-Siege angefangen in Kinzenbach (2:0), gegen Dietkirchen (3:0), in Bicken (2:0), gegen Dorndorf (2:0) und zuletzt in Breidenbach (2:0). Die Neuzugänge mit höherklassiger Erfahrung wie Selim Aljusevic, Kadir Fil oder Sebastian Weigand mussten scheinbar erst fit werden, eine Balance zwischen Offensive und Defensive finden und sich vor allem als Team zusammentun. „Nun gibt es viele Kleinigkeiten wie gemeinsame Trikot-Dienste, organisierte Abendessen für die Mannschaft oder eine SV Zeilsheim-Einlaufhymne, die ein großes, stimmiges Bild ergeben“, berichtet Balser stolz.“

Wenn am Sonntag ab 15 Uhr wieder „Auf geht’s ihr Grüne“ aus den Lautsprecherboxen am Kunstrasenplatz dröhnt, wissen Balsers Schützlinge also, was zu tun ist. Gegen Langenaubach gewann die Elf von Coach Sascha Amstätter drei der letzten vier Duelle. Nach seiner Hochzeit kehrt Kaan Köksal für morgen genauso ins Team zurück, wie Drazen Gluhakovic, Patrick Lieb, Dillon Fosuhene und Viktor Talevski. „Wir wollen Langenaubach ernstnehmen. Auch wenn sie ’nur’ Elfter sind, haben sie lediglich drei Punkte weniger als wir. Deswegen müssen wir so seriös spielen, wie zuletzt“, fordert Balser. Nur mit einem Sieg kann sein SVZ selbstbewusst ins Spitzenspiel beim FSV Fernwald gehen. Danach kommt der VfB Marburg in den Main-Taunus-Kreis und dann steht das Derby bei Germania Schwanheim an. Spätestens nach diesen Partien – nach dann zwölf absolvierten Spielen – können Balser und Co. noch besser sagen, wo die Reise in der Verbandsliga-Saison 2018/19 hingehen wird.

(awo)

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