Hat eine schwere Saison vor sich: Trainer Gilles Lorenz. FOTO: lorenz
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Hat eine schwere Saison vor sich: Trainer Gilles Lorenz.

Handball, Oberliga

Ziel ist die Aufstiegsrunde

  • Volker Hofbur
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Die HSG Breckenheim Wallau/Massenheim bereitet sich vor

Main-Taunus -Die Oberliga- Handballer der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim haben bereits ihre erste Vorbereitungsphase fast hinter sich. Sie läuft noch bis Ende der Woche und hat am 11. Juli begonnen. Danach geht es nach einer zweiwöchigen Pause weiter.

Nicht nur die lange Pause durch die Corona-Pandemie beeinflusste die Vorbereitung des Oberligisten. Ein weiterer Punkt ist die Genehmigung für die Oberligisten, wieder mit Harz zu spielen. "Viele haben noch nicht mit Harz gespielt und trainiert", erklärt Mathias Beer, der die Funktion des Sportlichen Leiters weiter ausübt, "für viele von uns ist es neu. Einige A-Jugendliche hatten es in der Bundesliga kennengelernt, doch die meisten Spieler kennen es nicht. Das wird für sie auf jeden Fall eine Umstellung werden".

Selbst in der Pause haben sich die Spieler in der Ländcheshalle getroffen, um sich mit dem neuen Spielgerät mit Harz vertraut zu machen. "Sie haben Extra-Schichten geschoben", war Beer beeindruckt von dem Engagement der Akteure von Trainer Gilles Lorenz. Neben dem konditionellen Bereich und Arbeiten im Stabilisationsbereich der besonders belasteten Körperbereiche stand viel Wurftraining auf dem Programm, wie Beer deutlich machte.

In der Süd-Gruppe der Oberliga gibt es keine Mannschaft, die die Benutzung von Harz verweigert. Laut Beer sind in der Nord-Gruppe der TV Petterweil, der TSV Vellmar und der SV Großenlüder ohne Harz in eigener Halle im Einsatz. Auch die Verantwortlichen der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim mussten einige Vorarbeit leisten, um die Genehmigung für das Spiel mit Harz zu bekommen. "Das war schon ein bisschen aufwendig. Wir sind erst einmal zum Ortsbeirat gegangen und saßen dann mit Vertretern der TuS Dotzheim, die wir schnell ins Boot geholt haben, und der HSG VfR Eintracht Wiesbaden im Sportamt der Stadt Wiesbaden an einem Tisch", berichtet der Sportliche Leiter, "wir haben unsere Konzeption vorgestellt und haben relativ schnell die Genehmigung bekommen". Mathias Beer lobt auch die Haltung der Stadt Wiesbaden, die sehr gut mitgezogen hatte.

Mit zwei Neuzugängen will die Spielgemeinschaft aus dem Ländchen in die neue Saison gehen. Antonio Bogdancic spielte zuletzt beim Drittligisten TSG Pforzheim und soll mit seiner Erfahrung den Rückraum der Mannschaft verstärken, die als Aufsteiger noch keine Saison in der Oberliga beenden konnte - wofür sie allerdings reichlich wenig verantwortlich ist. Die Wallauer waren schon einmal an Bogdancic dran, damals waren es berufliche Gründe, die den Wechsel des Rechtshänders, der auf allen Positionen dort einsetzbar ist und auch gut in der Abwehr spielen kann, scheitern ließen.

Ein weiterer Neuzugang ist Henry Gottron, der aus der eigenen A-Jugend kommt. Der 19-Jährige gilt als ein Talent, der als Kreisläufer sehr viel Perspektive hat.

In der zweiten Vorbereitungsphase soll auf taktische Dinge der Schwerpunkt gelegt werden. "Wir werden viele Testspiele machen und wollen in Zusammenarbeit mit Ralph Gaßmann ein einheitliches Spielkonzept für die Erste und Zweite Mannschaft schaffen", berichtet Beer, "so wollen wir alles vereinheitlichen und so den Übergang für die Spieler aus der Zweiten in die Erste Mannschaft vereinfachen". Die Zweite Mannschaft wird mit Gaßmann in der Bezirksoberliga an den Start gehen.

Beer spricht schon davon, dass einige Spieler leichte Probleme mit der Schulter hatten, was aber nicht gravierend war. Mehr Sorgen macht dem Sportlichen Leiter der Spielgemeinschaft der Anstieg der Infektionszahlen. "Die Zahlen gehen hoch. Es wird nicht mehr lange dauern, bis dann wieder Maßnahmen kommen werden. Wie die aussehen werden, weiß ich nicht", erklärt Beer, "ob dann bereits geimpfte Spieler spielen und trainieren dürfen. Soweit ich weiß, sind unsere Spieler alle geimpft".

Mathias Beer ist bewusst, dass seine Mannschaft eine schwere Gruppe erwischt hat. In der Süd-Gruppe sind für ihn die Favoriten vertreten, wenn man mal von der HSG Pohlheim absieht, die in der Nord-Gruppe aktiv sein wird. "Unser Ziel ist es, nicht in die Abstiegsrunde zu rutschen. Uns ist bewusst, dass das schwer wird, weil wir ja eigentlich immer noch Aufsteiger sind", sagt Beer und verweist auf Mannschaften wie TuS Dotzheim, die TSG Bürgel und auch den Nachbarn TSG Münster. "Es wäre schön, wenn wir das schaffen würden", sagt Beer, "wir haben gute Leute dazubekommen und wollen gerne in die Aufstiegsrunde hereinkommen". Volker Hofbur

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