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Der Dietkircher Jonathan Mink (links) verfolgt von den Stadtallendorfern Moritz Bäumel und  Muhamet Arifi.

Fußball-Hessenliga

Max Zuckrigl krönt Dietkircher Willens-Akt

Der TuS Dietkirchen hat sein erstes Heimspiel in der Fußball-Hessenliga am Freitagabend mit einem aufregenden 2:2 gegen Regionalliga-Absteiger TSV Stadtallendorf beendet und darf Kirmes feiern.

VON PATRICK JAHN

Was zu Beginn wie eine klare Sache für den haushohen Favoriten ausgesehen hatte, entwickelte sich zu einem super spannenden Hessenliga-Spiel auf des Messers Schneide, in dem der TuS Dietkirchen für seinen tollen Kampf in der Nachspielzeit mit einem Punkt belohnt wurde und spätestens jetzt seine Liga-Tauglichkeit unter Beweis gestellt hat.

TuS Dietkirchen – TSV Eintracht Stadtallendorf 2:2 (1:2). Nach 20 Minuten stand es 0:2 – war das etwa eine Lehrstunde für die jungen Wilden vom Reckenforst? Mitnichten. Bis dahin waren es nur winzigen Kleinigkeiten gewesen, die den Unterschied gemacht hatten. Spielerisch präsentierte sich der TuS auf Augenhöhe. Was war also passiert? Nach zehn Minuten hatte der Regionalliga-Absteiger einen Gang nach oben geschaltet, war aggressiver und cleverer als die unerfahrenen Dietkircher. Moses Nickmann musste gegen Basmacis Schuss in höchster Not zur Ecke klären (11.). Doch dann nutzte der TSV einen TuS-Sekundenschlaf zur Führung: Vogt legte über links kommend den Bach flach vor das Tor, alle schwarz-roten Verteidiger kamen irgendwie einen Schritt zu spät, und Damjan Heuser hielt die Fußspitze hin – 0:1 (13.). Kurz darauf musste Keeper Raphael Laux wie eine Katze nach unten, um das 0:2 durch Pape zu verhindern (19.). Jetzt mussten die Jungs von Thorsten Wörsdörfer alle Sensoren auf Empfang stellen. Doch dann das: Niklas Schmitt will den Ball zu Raphael Laux zurückspielen, tut das aber zu kurz. Da sagt ein Ex-Regionalligist kurz „danke“: 0:2 durch Philipp Basmaci (20.). Das war der Wachmacher für die Dietkircher, nun waren sie da. Ein Kratz-Freistoß wurde durch den am zweiten Pfosten lauernden Basmaci zur Ecke geklärt, und Kevin Kratz war es auch, der einen Rückpass von Jason Schäfer hauchdünn vergeigte. Unstrittig diese Szene: Pape legte Zuckrigl im 16er. Ein Fall für Raphael Laux. Der bullige TuS-Torwart setzte den Foulelfmeter in die Maschen (34.).

Der TuS Dietkirchen wollte den Ausgleich unbedingt, Stadtallendorf verbunkerte sich und verlor Moritz Bäumel mit Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens (53.). Nach Kratz-Freistoß zwang Jason Schäfer Keeper Eidam zu einem Reflex (60.). Zuckrigls Tor wurde wegen eines gestreckten Beines nicht anerkannt. Die TSVler konterten jetzt nicht einmal mehr und waren plötzlich nur noch zu acht; auch Vogt und Pape mussten vom Platz. Selbst in dreifacher Überzahl wollte das Tor einfach nicht fallen. Emotionen pur, es knisterte vor Spannung. Max Zuckrigl zwang Eidam zum Nachfassen (90.), doch als der Schiedsrichter die Pfeife für den Schlusspfiff schon im Mund hatte, brandete Jubel auf: Max Zuckrigl köpfte den Ball zum 2:2 ins lange Eck.

jah

Dietkirchen: Laux, Nickmann, N. Schmitt (77. P. Schmitt), Hautzel (61. Granja), Kratz, Müller, Zuckrigl, Schäfer, Mink (46. Leukel), Bergs, Kuczok – Stadtallendorf: Eidam, Pape, Döringer, Vidakovics, Vogt, Heuser, Basmaci (70. Appel Prestes da Silva), Bäumel, Jovic, Arifi (46. Mitrou/86. Vier), Zildzovic –SR: Rau (Kaichen) – Tore: 0:1 Damjan Heuser (12.), 0:2 Philipp Basmaci (20.), 1:2 Raphael Laux (34./FE), 2:2 Max Zuckrigl (90.+3) – Gelb-Rot: Bäumel (St./53./Ballwegschlagen), Vogt (St./76./Foul), Pape (St./83./Unsportlichkeit) – Zuschauer: 550.


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