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Regionalliga Süd; Latein-Formation

Formationstanz, Regionalliga

Vor 500 Zuschauern platzt der Traum von Usingens Tänzern

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Sie haben alles versucht, aber es reicht nicht für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auf ihr Event und ihre Leistung in Bad Homburg können die Usinger Tänzer aber stolz sein.

Der große Aufwand wurde nicht belohnt – der Traum von der 2. Bundesliga ist geplatzt. Am dritten Wettkampftag in der Regionalliga Süd verpasste die Latein-Formation des Tanz-Sport-Clubs Usingen in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein in Bad Homburg das „große Finale“ der sechs besten Mannschaften. Trotz der Anfeuerung von rund 500 Zuschauern hat es – wie schon in Rüsselsheim und Wallhausen – nur zum siebten Rang für den Aufsteiger gereicht.

Für die TSC-Vorsitzende Ines Summerer-Gleißl hat das sportliche Abschneiden folgende Konsequenzen: „Ab sofort wird der Vorstand seinen Fokus auf neue Kursangebote im Breitensportbereich und den Aufbau von Paartänzern für den Turnierbereich forcieren“, sagte sie nach den Erfahrungen dieser Saison, in der Usingen bei den drei Veranstaltungen als Gewinner des „kleinen Finales“ jeweils den siebten Platz unter neun Teams belegte. Schwacher Trost: Auch im Heimwettkampf gelang dies fünfmal mit der Wertungsnote 1.

Ein Nachteil gegenüber der zum Teil mit deutlich mehr Erfahrung ausgestatteten Konkurrenz war sicherlich die Tatsache, dass der TSC bedingt durch den Ausfall von Tänzern auch diesmal nur mit sechs statt der zulässigen acht Paare angetreten war. Allein schon von der Formations-Optik her konnten die Usinger dieses Manko nicht ausgleichen.

Die fünf Wertungsrichter Karsten Trost (TSC Metropol Hofheim), Peter Schulz (TC Rot-Weiss Casino Mainz), Stefan Grimm (TSC Astoria Karlsruhe), Dr. Markus Mühlbacher (TSG Rot-Gold Casino Nürnberg) und Dr. Martin Holderbaum (TSC Blau-Gold Saarlouis bestätigten unisono die Ergebnisse der ersten beiden Wettkämpfe, womit der TSC Usingen die Relegation zur 2. Bundesliga bereits vor den letzten beiden Durchgängen am 9. März in Coburg und am 16. März in Nürnberg nicht mehr erreichen kann.

„Wir haben uns erneut steigern können, aber es hat halt nicht gereicht“, zog das Trainer-Trio Susann Lehniger, Christoph Kozubek und Kevin Berz mit einem lachenden und einem weinenden Auge Bilanz. In der Saison 2020 startet der Verein aus dem Usinger Land also wieder in der Oberliga Süd, da es keine Regionalliga mehr geben wird. Die Vorbereitungen haben praktisch schon beim „kleinen Finale“ in Bad Homburg begonnen, wo auch die Ersatztänzer des TSC vor prächtiger Kulisse in der Sporthalle der „GaG“ ihre Einsatzchance bekamen. Dies war auch eine Belohnung und ein Dankeschön für den Einsatz einer Vielzahl von Aktiven und Helfern, die am Freitag den vom Tanzsportverein Ludwigshafen geliehenen Parkettboden in der Halle verlegt und mit den Dekorationen für ein stimmungsvolles Ambiente gesorgt hatten.

Als bleibende Erinnerung an das Usinger Tanzsport-Event in Bad Homburg erhielten die Formationen bei der Siegerehrung durch Ines Summerer-Gleißl künstlerisch hochwertige Urkunden, die der Grafiker und Kunstmaler Friedrich-Wilhelm Vosswinkel gestaltet hat – selbst Vereinsmitglied beim TSC.

Das Ergebnis, großes Finale: 1. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg I, 2. TSC Wallhausen, 3. FG Hofheim/Wiesbaden/Rüsselsheim II, 4. FG Kirchheim/Tuttlingen, 5. TSG Badenia Weinheim, 6. TV Coburg-Ketschendorf. – Kleines Finale: 7. TSC Usingen, 8. TSC Niddatal, 9. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg II.

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