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Sie feiern sportliche Erfolge bald nicht mehr gemeinsam: Während Julian Mohr (links) und Thomas Keinath (Bildmitte) den TTC Ober-Erlenbach verlassen wollen, haben Jens Schabacker (rechts) und Dominik Scheja (nicht auf dem Foto) für eine weitere Saison zugesagt. Foto: Strohmann

TTC Ober-Erlenbach

Zwei Abgänge, zwei Zusagen

Drittliga-Meister TTC Ober-Erlenbach tauscht seine halbe Mannschaft aus. Anders als beim Fußball ist das im Tischtennis aber auch schnell passiert.

Der Tischtennis-Club Ober-Erlenbach hat seit gestern im Hinblick auf die nächste Saison in der 2. Bundesliga eine weitere Baustelle. Nur einen Tag, nachdem der slowakische Nationalspieler Thomas Keinath seinen Wechsel zum Bundesligisten TTC Fulda-Maberzell bekanntgegeben hat, muss der Meister der 3. Liga Nord nun auch noch einen adäquaten Ersatz für Julian Mohr finden.

Der 20-jährige Linkshänder, der bekanntlich im Vorjahr mit seinem Teamkollegen Dominik Scheja im Doppel Dritter bei den deutschen Meisterschaften geworden war, verlässt den Verein aus dem Bad Homburger Stadtteil definitiv.

„Die finanziellen Forderungen von Julian Mohr für die neue Saison konnten die Verantwortlichen unserer Spielbetriebsgesellschaft nicht erfüllen“, nannte TTC-Pressesprecher Wieland Speer den Grund für das Scheitern der Verhandlungen mit dem Abiturienten von der Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule. Einen neuen Verein gibt es noch nicht, aber Mohr sollen für die kommende Runde bereits mehrere attraktive Angebote vorliegen.

Bereits zu konkreten Ergebnissen geführt haben dagegen die Gespräche mit Dominik Scheja und Jens Schabacker: Die beiden Youngster, die mit Keinath und Mohr die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga schafften, werden auch in der kommenden Saison für den TTC Ober-Erlenbach an den Tischen stehen.

Die Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft, Jo Herrmann und Hubert Scheja (Vater des TTC-Spielers), müssen nun keine einfache Aufgabe lösen: nämlich geeignete Spieler für die Position eins und drei zu finden, die einerseits in den finanziellen Rahmen passen (er soll wie in dieser Saison 80 000 Euro betragen), andererseits aber auch mindestens die Qualität der Vorgänger erreichen sollten. Sonst liefe man Gefahr, erneut wieder in die 3. Liga zurückgereicht zu werden. Die Wechselfrist für Tischtennis-Spieler endet am 31. Mai. „Vielleicht spielen Thomas Keinath und Julian Mohr irgendwann wieder beim TTC Ober-Erlenbach, wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen bei uns besser sind“, sagt Speer, der keinen Hehl daraus macht, dass der Zweitliga-Aufsteiger auf der Suche nach neuen Geldgebern ist, um den Profispielbetrieb auch weiterhin stemmen zu können. Zunächst einmal freue er sich aber auf den Saisonabschluss am Sonntag (14 Uhr) gegen den TTC Seligenstadt, bei dem Keinath und Mohr in angemessenem Rahmen verabschiedet würden. sp/rem

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