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Jennifer Krasnansky (Bildmitte), Michelle Okrusch und das Team der TSG Oberursel benötigt heute Abend die Schützenhilfe des TV Hüttenberg, um noch Meister werden zu können.

Handball

Zwei Alles-oder-nichts-Spiele für die TSG Oberursel an einem Abend

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Spannender geht es kaum. Am heutigen Samstagabend entscheidet sich, ob Orschels Handballerinnen Meister in der 3. Liga werden und ob sie die Landesliga halten.

Alles geht nicht. Für die beiden Mannschaften schon, aber für deren Trainer nicht. Paul Günther und Alexandra Müller sind derzeit für das 1. und 2. Damen-Team von TSG Oberursels Handball-Abteilung zuständig. Während die „Zweite“ am heutigen Samstag ab 18 Uhr bei der TSG Eddersheim II (Sporthalle Karl-Eckel Weg) um den Verbleib in der Landesliga Mitte kämpft, spielt die „Erste“ von 19.30 Uhr an gegen die HSG Bensheim/Auerbach II um ihre letzte Chance in punkto Oberliga-Meisterschaft. „Von Hattersheim nach Oberursel ist es etwa eine halbe Stunde, das wird nicht klappen“, befürchtet Günther. Die Entscheidung war bis dato noch nicht gefallen, von wem welche Mannschaft betreut wird. Bisher taten dies Günther/Müller immer gemeinsam.

Der bisherigen Konstellation würde Günther viel Positives abgewinnen. Mit der Reserve auf Landesliga-Ebene könne Spielerinnen etwas geboten werden, die perspektivisch für die 1. Mannschaft aufgebaut werden sollen. Wenn es für die "Erste" mit der Meisterschaft klappt, werde man jedoch nicht in die 3. Liga aufsteigen. Aus personellen und sportlichen Gründen habe die Mannschaft sich dagegen ausgesprochen, sagt Günther. Der Verein habe deshalb beim Handball-Verband die Meldefrist verstreichen lassen.

„Wir nehmen es mit Meisterschaft oder Platz zwei, wie es kommt“, gibt der frühere Zweitligaspieler sich betont lässig. Das war im (dann ungünstig verlaufenen) Endspurt der Vorsaison noch anders. Da hörte sich Günther angriffslustig an. Ganz offensichtlich möchte er den Druck von seinen Spielerinnen nehmen, die ja ohnehin vom Ausgang der Partie zwischen dem TV Hüttenberg (5.) und Tabellenführer HSG Rodgau Nieder-Roden (heute, 20 Uhr) abhängig sind. Ein Vorteil ist sicher, eine halbe Stunde eher beginnen zu können. Bei einem Oberurseler Sieg wäre Nieder-Roden dann zusätzlich unter Druck. Gewinnt allerdings der punktgleiche Spitzenreiter, ist er definitiv Meister. Die HSG verfügt über den besseren direkten Vergleich (39:31 und 32:32). Den Aufstieg hat Nieder-Roden nach dem Oberurseler Verzicht indes sicher.

Günther glaubt an hochmotivierte Hüttenbergerinnen („Im Hinspiel wurden sich Nettigkeiten ausgetauscht“), sagt jedoch: „Wir müssen erstmal unsere eigenen Hausaufgaben machen.“ Das wird schwer genug gegen die Erstliga-Reserve. Das Hinspiel beim, bei dem Ingrila Bartaseviciute und deren Tochter Rugile die Dreh- und Angelpunkte sind, gewann die TSGO mit Ach und Krach (37:35).

Oberursels Landesliga-Mannschaft benötigt am frühen Abend auf jeden Fall einen Sieg. Auch das wird alles andere als einfach, denn Eddersheim II gehört als Tabellendritter zu den Top-Teams der Liga. Aber immerhin: „Wir haben es in der eigenen Hand“, sagt Trainer Günther, der während der Runde mit Müller für den privat verhinderten Rainer Seipel eingesprungen war. Die jeweils einen Zähler besser platzierte Konkurrenz, HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und TSV Griedel, nimmt sich am letzten Spieltag gegenseitig die Punkte ab. Der Acht und Neunte der Tabelle treffen am Sonntag um 17 Uhr aufeinander.

TSGO kämpft gegen Blutkrebs: Registrierungsaktion in der EKS-Halle

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Jeder Zehnte wartet vergeblich auf einen passenden Spender. Die TSG Oberursel führt deshalb heute mit der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) eine Registrierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender durch. Von 16 bis 21 Uhr kann man sich in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule nach einer Speichelentnahme registrieren lassen.

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