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Kürzlich noch im direkten Duell, gingen Nadine Eilers (li., HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden) und Svenja Geiß (re., TGS Walldorf) am Wochenende wieder getrennte Wege. Geiß traf bei der TGS-Niederlage in Kirchhof neun Mal ? Eilers war beim W/B/W-Sieg elf Mal erfolgreich.

Handball

Zwei Gratwanderungen, ein Happy End

Im Fernduell um den Titel mit der (diesmal spielfreien) TSG Oberursel haben Jackie Johnsons mit zwei Toren Vorsprung siegenden Spielerinnen jetzt wieder die Nase vorne. Eine „enge Kiste“ war es auch für die TGS Walldorf, jedoch ohne Erfolg.

Es war ein hartes Stück Arbeit. Wie schon bei ihrem umkämpften 27:26-Erfolg im Hinspiel mussten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden auch jetzt gegen die HSG Zwehren/Kassel schwer um den Sieg fighten. Zwar legten sie fast immer vor, konnten sich aber nie richtig absetzen und hatten zum Schluss nur knapp mit 36:34 (16:16) die Nase vorn.

„Hauptsache, wir haben gewonnen“, meinte Trainerin Jackie Johnson nach dem Abpfiff erleichtert. Durch den bereits zwölften Saisonsieg eroberte ihre Mannschaft von der spielfreien TSG Oberursel die Tabellenführung zurück und steht weiterhin einen Punkt besser da.

Gegen Zwehren/Kassel konnte der Titelanwärter jedoch nicht seine beste Leistung abrufen. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden und zu viele individuelle Fehler gemacht“, monierte Johnson. In der ersten Hälfte kamen die Gastgeberinnen auch oft nicht an der kleinen gegnerischen Keeperin vorbei, die zehn Chancen bis zur Pause vereitelte. War der Spitzenreiter beim 14:11 erstmals mit drei Toren vorne, kassierte er prompt vier Gegentreffer in Folge und schaffte nur mit Mühe noch den 16:16-Ausgleich zum Seitenwechsel.

In der zweiten Hälfte zeigten sich die WBW-Frauen deutlich treffsicherer, allen voran Nadine Eilers mit elf Feldtoren und Nathalie Pfingstgräf mit sieben Treffern aus dem Feld heraus sowie vier Siebenmetern. Dass Pfingstgräf ausgerechnet beim 33:30 einen Strafwurf versiebte, fiel letztlich nicht ins Gewicht. Denn auf mehr als zwei Tore ließen die Gastgeberinnen den Tabellensechsten nicht mehr herankommen und brachten über 34:31, 35:33 und 36:33 den Arbeitssieg unter Dach und Fach.

Spielfilm: 1:3, 4:3, 6:4, 6:6, 8:7, 10:8, 11:11, 14:11, 14:15, 15:16, (16:16), 20:17, 22:19, 22:21, 24:22, 24:24, 27:25, 27:27, 29:27, 32:29, 33:30, 35:32, 35:33, 36:33, 36:34.

WBW-Tore: Nadine Eilers (11), Nathalie Pfingstgräf (11/4), Celina Schwarzkopf (5), Fabienne Wamser (4), Laura Himmelheber (2), Annika Bork, Nicole Hartweck, Susan Leibl.

Am Ende hätte das Remis noch gelingen können, doch nach 60 Minuten stand Oberligist TGS Walldorf nach dem 23:24 (11:10) bei der SG 09 Kirchhof II mit leeren Händen da. Dabei war die TGS in den letzten 30 Sekunden im Ballbesitz, vergab aber zwei Mal den Ausgleich.

„Ansonsten haben die Mädels 60 Minuten gekämpft und sich auch wieder gesteigert“, war Hodzic nicht unzufrieden. Dabei war der erste Abschnitt sehr ausgeglichen verlaufen, wobei Dimitra Andrikopoulou ärgerlicherweise bereits in der 23. Minute mit einer Roten Karte vom Feld musste, was einen ersten Rückschlag bedeutet. Walldorf zeigte sich aber kämpferisch und so führte die TGS zur Pause mit einem Tor.

Nach Wiederanpfiff erlangte Kirchhof ein klares Übergewicht und zog bis zur 44. Minute auf drei Treffer davon. Doch Walldorf glich noch einmal aus. In der 51. Minute spielte die TGS in Überzahl, kassierte aber bei nur einem eigenen Tor gleich zwei Gegentreffer, verwarf davor auch noch einen Siebenmeter. „Diese Kleinigkeiten haben das Spiel am Ende entschieden“, sagt Hodzic. Ungeachtet der Niederlage und unnötigen Fehler wusste Hodzic abermals von guten Aktionen zu berichten, die ihn hoffnungsvoll auf die nächsten Wochen blicken lassen. „Wir müssen stets über die volle Zeit konzentriert sein und diszipliniert arbeiten, dann haben wir auch in jedem Spiel eine Chance.“

Spielfilm: 3:0, 4:3 (14.), 5:7, 9:8, 10:11 (HZ), 12:12, 14:13, 15:15 (42.), 19:16, 20:19, 22:20, 23:22 (59.), 24:23.

TGS-Tore: Svenja Geiß (9/1), Friederike Hicking (4), Nathalie Schäfer (4), Christel Unnold (2), Selina Schönhaber (2), Franziska Schulz, Liv Kornhuber.

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