Trotz der Niederlage beim wohl kommenden Meister TSV Grafing war die Stimmung bei den Kriftelern mit Trainer Tim Schön und NIls Kreitling gut. foto: marcel lorenz
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Trotz der Niederlage beim wohl kommenden Meister TSV Grafing war die Stimmung bei den Kriftelern mit Trainer Tim Schön und NIls Kreitling gut.

Volleyball, 2. Bundesliga

Zwei richtig starke Sätze gespielt

  • Volker Hofbur
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Ohne Training hält sich die TuS Kriftel in Grafing achtbar

Kriftel -Unter denkbar schlechten Voraussetzungen gingen die Zweitliga-Volleyballer der TuS Kriftel in ihr letztes Saisonspiel beim TSV Grafing, Der Mannschaft von Trainer Tim Schön wurde der Status als Profiteam aberkannt, so dass sie in der vergangenen Woche nicht mehr trainieren durfte, da der Kreis durch die Umsetzungen der Bundes-Notbremse - wie sie in Hessen ausgelegt wurde - die Weingartenhalle nicht mehr zur Verfügung stellen durfte. Weder der Ligaverband VBL noch der Main-Taunus-Kreis waren in der Lage, den Kriftelern zu helfen. Nicht zu verstehen: Die über die gesamte Saison bestehende Ausnahmeregelung für die Zweitbundesligisten wurde von den hessischen Behörden zurückgenommen, und das vor dem letzten Spieltag. Wie gut, dass sich die Krifteler bereits frühzeitig den Klassenverbleib gesichert hatten.

Dennoch boten die Krifteler beim TSV Grafing, der noch beim Absteiger TV Bliesen antreten muss und damit bei zwei Punkten Vorsprung kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft in der 2. Bundesliga Süd steht, eine vor allem in den ersten beiden Sätzen mehr als überzeugende Partie. Auch die Gastgeber waren voll des Lobes über den Auftritt der Krifteler. "Wir haben mit erhobenem Haupt das Feld verlassen", resümierte Trainer Tim Schön trotz der 0:3 (20:25, 20:25, 10:25)-Niederlage, "der Spielverlauf war gerade in den ersten beiden Sätzen viel knapper, als es das Resultat aussagt. Wir haben alles aufs Feld gebracht. Ich bin trotz des 0:3 nicht unzufrieden, denn wir waren nah dran, einen der beiden ersten Sätze zu gewinnen".

Der erste Durchgang war völlig ausgeglichen. "Wir waren auf den Gegner super eingestellt und hatten die Riesenchance, den Satz für uns zu entscheiden", ärgerte sich Schön. Seiner Mannschaft gelang es, nach vier abgewehrten Bällen selbst in die Angriffsaktion zu kommen, ohne daraus aber einen Punkt zu machen. "Sie hatten dabei zwei starke Aktionen", so der Trainer, "dort haben sie ihre individuelle Klasse gezeigt. Zudem kamen wir aus der Aufstellung nicht raus, da unser Angreifer gegen den besten Grafinger Blockspieler stand". Bis zum 19:18 führten die Gäste und hätten deutlicher führen müssen, dann schaffte Grafing mit fünf Punkten in Folge die Wende zum Satzgewinn.

Die Krifteler starteten mit einer 7:4-Führung in den zweiten Satz, wobei sie über den Kampf die langen Ballwechsel für sich entschieden. "Vielleicht waren wir am Ende nicht zwingend genug, aber die Grafinger waren besser im Spiel. Das waren Kleinigkeiten, die diesen Satz entschieden haben", resümierte Schön. Im dritten Satz machte Grafing mit seiner starken Blockabwehr sieben Punkte am Stück zur 16:6-Führung und entschied die Partie. "Das war ein bisschen schade, aber wir sind froh, dass die Saison jetzt für uns zu Ende ist", erklärte der Trainer.

Kriftel: Florentin Richter, Nils Kreitling, Sebastian Thiel, Jannik Weber, Markus Floren, Marius Büchi, Florian Ruhm, Sebastian Bock, Cedric Braetsch, Cajetan Richter. vho

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