Die Dietkircher Marco Müller (links) und Lukas Hautzel (Mitte) hoffen heute Abend gegen den FC Eddersheim auf eine Leistungssteigerung. Tino Lagator (rechts) vom SC Hessen Dreieich erwartet zeitgleich den SV Rot-Weiß Hadamar zum Spitzenspiel im Hahn Air Sportpark.
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Die Dietkircher Marco Müller (links) und Lukas Hautzel (Mitte) hoffen heute Abend gegen den FC Eddersheim auf eine Leistungssteigerung. Tino Lagator (rechts) vom SC Hessen Dreieich erwartet zeitgleich den SV Rot-Weiß Hadamar zum Spitzenspiel im Hahn Air Sportpark.

Fußball-Hessenliga

Zwei Sahneschnitten am Super-Mittwoch

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, steht die vorerst letzte englische Woche auf dem Programm. Gespielt wird am heutigen Mittwochabend. In der dritten Runde des Hessenpokal-Wettbewerbs genießt der SV Rot-Weiß Hadamar im Übrigen Heimrecht gegen den Hessenliga-Konkurrenten aus der Gruppe A, FC Bayern Alzenau. Gespielt werden soll am 10. November, 19.30 Uhr.

Für den TuS Dietkirchen geht es im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, FC Eddersheim, weniger um den Sieg als vielmehr darum, ein anderes Gesicht zu zeigen als zuletzt in Friedberg. Vor einem echten Topspiel steht der SV Rot-Weiß Hadamar, der beim formstarken Dritten, dem SC Hessen Dreieich, zu Gast ist und Gefahr läuft, bei einer Niederlage vom Kontrahenten überholt zu werden. Beide Spiele starten heute Abend um 19.30 Uhr.

TuS Dietkirchen – FC Eddersheim. TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer war vom 0:3-Auftritt seiner Mannschaft im so wichtigen Spiel bei Türk Gücü Friedberg am Sonntag wenig begeistert: „Das hat mich eher an einen Pfadfinder- oder Messdiener-Ausflug erinnert. Gesunde Aggressivität, taktische Disziplin und Laufbereitschaft kann man leider noch nicht durch Impfungen erreichen, sonst hätte ich den Jungs die Spritze schon verpasst.“ Auch wenn sich immer wieder die Frage stellt, warum es auf dem Reckenforst besser klappt, hat „Wörsi“ für die oftmals schwachen Auswärtsleistungen eine Erklärung: „Auf großen Rasenplätzen merkt man unsere Defizite ganz besonders. Fakt ist jedenfalls, dass wir schon gegen deutlich bessere Mannschaften gewonnen haben.“

Beim Blick auf den Spielplan wird der TuS-Coach deutlich: „Ich habe selten so einen Schwachsinn gesehen. Eddersheim war letztes Wochenende spielfrei und pausiert auch am kommenden Wochenende. Dazwischen liegt aber unser Spiel. Dieser Spielplan ist komplett neben der Spur.“ Jammern hilft aber bekanntlich nicht, auch wenn die Partie gegen den Tabellenzweiten keine allzu große Bedeutung haben wird. Eddersheim wird ziemlich sicher in die Aufstiegsrunde einziehen, der TuS Dietkirchen ziemlich sicher nicht. „Es geht natürlich für uns eher darum, eine ordentliche Ausgangslage für die Abstiegsrunde zu haben“, macht Thorsten Wörsdörfer deutlich, dass es wichtigere Spiele in den nächsten Wochen geben wird. Aber: „Dennoch ist es ein Heimspiel, das wir gewinnen wollen, und in dem wir vor allem ein anderes Gesicht zeigen müssen. Außerdem wollen wir den Hadamarern zur Seite springen.“

Es ist also durchaus davon auszugehen, dass der Trainer den einen oder anderen wichtigen Spieler seines ohnehin kleinen Kaders für die Partie am Sonntag gegen Friedberg schonen könnte. – Redaktionstipp: 2:3.

SC Hessen Dreieich – SV Rot-Weiß Hadamar. Dass die Fürstenstädter nach dem klaren 4:1 gegen Schlusslicht VfB Ginsheim die Tabellenführung zurückerobert haben, mag ein positiver Nebenaspekt sein, könnte aber den kommenden Gegner auch ein Stück weit motiviert haben. Klar ist: Der SC Hessen Dreieich hat sich zuletzt stabilisiert und feierte vier Siege und ein Remis aus den letzten fünf Partien. Die Ausgangslage versteht sich also beinahe von selbst. Voraussichtlich werden beide Teams in der Aufstiegsrunde an den Start gehen, was die anstehenden 90 Minuten noch wichtiger macht.

Hinspiel-Sieg macht Rot-Weiß Mut

Der 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel dürfte den Rot-Weißen Mut geben. Das sieht auch Co.-Trainer Maximilian Reitz so: „Da haben wir gezeigt, dass wir uns vor niemandem in die Hose machen müssen. Natürlich wird das extrem schwer für uns, wir wissen aber, dass wir auch dort bestehen können und werden uns sicherlich nicht verstecken.“ Beim Blick auf den Widersacher gerät Reitz auch ein bisschen ins Schwärmen: „Sie verfügen über brutal gute Einzelakteure, die Spiele alleine entscheiden können. Zudem wird der Dreieich-Kader nach vielen Verletzungen auch so langsam komplett. Dennoch sind wir uns bewusst, was wir können, und wie wichtig diese 90 Minuten sind.“

Fakt ist: Bleiben die Punkte bei der Elf von Trainer Taner Yalcin, würde sie an den Hadamarern vorbeiziehen. Das gilt es aus Sicht des aktuellen Tabellenführers natürlich zu vermeiden, um gegebenenfalls weitere, elementare Zähler für den zweiten Saisonabschnitt einzuheimsen. – Redaktionstipp: 2:2. PATRICK JAHN

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