Werden sich auch in der neuen Saison duellieren: Jan Hendrik Pabst (SG Selters, links) und Markus Rausch (SV RW Hadamar 2).
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Werden sich auch in der neuen Saison duellieren: Jan Hendrik Pabst (SG Selters, links) und Markus Rausch (SV RW Hadamar 2).

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden: Die Kader

Zwei sind ambitioniert, zwei wollen den Klassenerhalt

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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In der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden kicken - wie im Vorjahr - vier Vereine aus dem Fußballkreis Limburg-Weilburg. Während beim FC Dorndorf und dem SV Rot-Weiß Hadamar 2 das obere Tabellendrittel das Ziel zu sein scheint, kann es für den RSV Würges und die SG Selters nur um den Klassenerhalt gehen. Das hat auch die letzte, abgebrochene Runde gezeigt.

Mindestens drei der vier Clubs aus dem NNP-Land dürften sich über den Abbruch der letzten Saison geärgert haben. Während der FC Dorndorf und der SV Rot-Weiß Hadamar 2 an der Tabellenspitze mitmischten, hatte sich Aufsteiger SG Selters auf dem fast schon sensationellen neunten Tabellenplatz wiedergefunden. Für den RSV Würges, der sich in einer Negativ-Spirale befunden hatte, kam der Abbruch rein sportlich betrachtet einem Segen gleich.

Beim Blick auf die Zu- und Abgänge der vier Teams fällt vor allem eines auf: Bei der SG Selters hat sich quasi gar nichts getan, was für einen Gruppenligisten schon außergewöhnlich ist. Die SGS geht nahezu mit dem gleichen Kader ins „Rennen“ wie im Vorjahr. Bei der Spielgemeinschaft hat sich lediglich auf dem Trainerposten etwas getan - hier ersetzt Dominic Voss an der Seite von Patrick Jahn den beruflich eingespannten Moritz Steul, der nur noch als Spieler aktiv sein wird. Ganz vorne sehen die Verantwortlichen der SGS im Übrigen die Kreiskonkurrenten FC Dorndorf und SV Rot-Weiß Hadamar 2.

Der FC Dorndorf begrüßt bei drei Abgängen - zum Teil wichtige Stammspieler - immerhin sieben neue Leute. Vor allem mit Thomas Wilhelmy, Maximilian Kunz, Yannik Blättel und Niclas Schneider kommen alte Bekannte zurück, die auch zum Stammpersonal zählen dürften. Als Topfavorit sehen die Verantwortlichen aus dem „Oiwernpark“ mit Germania Okriftel etwas überraschend eine Mannschaft, die doch dem Vernehmen nach einen argen personellen Aderlass zu verkraften hatte.

Richtig viel los war erwartungsgemäß beim SV Rot-Weiß Hadamar 2. Die Abgänge Richtung Hessenliga-Team - Tristan Burggraf, Niklas Kern und Simon Neugebauer - dürften der Truppe von Trainer Heiko Weidenfeller extrem wehtun. Doch auch Spieler wie Khaled Jnid, Lukas Steioff, Maximilian Kunz oder Takuya Kakui gehörten zum Stammpersonal und müssen erst einmal ersetzt werden. Als sich dann auch noch kurzfristig Torwart Florian Weimer abgemeldet hatte, musste der Coach seine Kontakte spielen lassen, um mit dem erfahrenen Dieter Paucken (TuS Koblenz) die vakante Position besetzen zu können. Es scheint zunächst einmal fraglich, dass die zwölf Neuzugänge die enorme Qualität aus der Vorsaison bestätigen können.

Miguel Chaparro schon wieder zurück

Personell deutlich zugelegt hat im Sommer auch der RSV Würges. Mit Ilias Abarkan, Marc Weil, Kerby Hofmann, Tarik Robin Haroun, Rene Hohl, Tim Böhmer sowie Torwart Leon Kröller bieten sich Trainer Hussen Harmouch deutlich mehr Alternativen als in der letzten Runde, schließlich haben den RSV mit Tomas Kiritschuk und Florian Maniera nur zwei Akteure verlassen. Miguel Chaparros eigentlich länger angedachtes Intermezzo als Spielertrainer beim Portugiesischen SV Wiesbaden ist schon beendet - er schnürt seine Schuhe wieder für die Würgeser.

Wichtig wird für alle Clubs aus dem NNP-Land sein, einen guten Start zu erwischen, der bekanntlich durch die Saison „tragen“ kann. Da die Sommer-Vorbereitung angesichts der Testspielergebnisse nicht bei allen Vereinen zufriedenstellend und durch einige Verletzungen geprägt war, darf man jedoch davon ausgehen, dass der Start nicht überall mit den erhofften Erfolgen verlaufen wird. Während die SG Selters versuchen wird, mit ihrer homogenen und sehr eingespielten Truppe in gewohnt disziplinierter Manier zu punkten, wird es beim SV Rot-Weiß Hadamar 2 und dem FC Dorndorf vor allem darum gehen, die Neuzugänge zu integrieren, um möglichst schnell in die Erfolgsspur zu finden.

Beim RSV Würges, der durch viele gute Einzelspieler überzeugt, hat Trainer Hussen Harmouch die Aufgabe, eine Mannschaft zu formen, die vor allem mit der nötigen Disziplin zu Werke geht. Gelingt das, ist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel. Das würde die SG Selters vermutlich sofort unterschreiben, würde man es ihr anbieten. PATRICK JAHN

Die Kader der vier Gruppenligisten aus dem NNP-Land für die Saison 2021/22

FC Dorndorf

Abgänge: Mohammad Reza Kazerooni (SV Rot-Weiß Hadamar), Robin Reifenberg (TuS Montabaur), Fahad Amin (unbekannt). Zugänge: Thomas Wilhelmy (FC Waldbrunn), Maximilian Kunz (SV Rot-Weiß Hadamar), Maximilian Vogt (JFV Dietkirchen/Offheim), Lukas Krahnefeld (A-Jugend JSG Dornburg), Fabio Dahlem (im Winter zum TSV Bicken), Niclas Schneider (SG Hoher Westerwald). KADER: Tor: Florian Hammel, Maximilian Münster, Lukas Krahnefeld. Defensiv: Samim Mansur, Olli Cano Cifuentes, Maximilian Kunz, Mario Schneider, Junmoon Park, Franjo Tuzlak, Kerim Hindic, Taha Erol, Niclas Schneider, Yannik Blättel, Dennis Lehnert. Offensiv: Florian Kröner, Thomas Wilhelmy, Ahmad Hatoum, Daniele Parisi, Fabio Dahlem, Mikail Koyun, Maximilian Vogt, Ajmir Koochi, Marcel Jede, Ricardo Bartoschek, Sebastian Wolf, Ogi Jokic, Gökhan Arslan. Trainer: Florian Hammel. Co.-Trainer: David Koca. Torwarttrainer: Florian Hammel. Saisonziel: oberes Drittel. Meister-Tipp: Okriftel.

SV Rot-Weiß Hadamar 2

Abgänge: Tristan Burggraf, Niklas Kern, Simon Neugebauer (alle ins Hessenliga-Team aufgerückt), Tim Rang (Eintracht Mendig), Khaled Jnid (TuS Montabaur), Lukas Steioff (FC Waldbrunn), Max Kunz (FC Dorndorf), Tim Böhmer (RSV Würges), Florian Weimer (TuS Ahrbach), Takuya Kakui (zurück nach Japan). Zugänge: Dieter Paucken (TuS Koblenz), Paul Stahl (U19 TuS Koblenz), Mike Schröder (TuS Dietkirchen), Jonas Hetzel (SG Wirbelau), Leon Ludwig (SG Oberlahn), Sohail Mansur, Mo Kazerooni (beide FC Dorndorf), Lukas Kullmann (SG Gutenacker), Jonas Schulz, Nikolaus Hering (beide U19 JFV Dietkirchen/Offheim), Erdonit Syla, Dennis Rolsing (beide eigene U19). KADER: Tor: Dieter Paucken. Defensiv: Mario Steinebach, Lucas Horz, Arthur Allerdings, Nolan Mehmeti, Markus Rausch, Marco Cromm, Nikolaus Hering, Dennis Rolsing. Offensiv: Mike Schröder, Jonas Hetzel, Paul Stahl, Leon Ludwig, Jonas Schulz, Sohail Mansur, Mo Kazerooni, Lukas Kullmann, Erdonit Syla, Sean Murphy, Luca Pfeiffer. Trainer: Heiko Weidenfeller. Co.-Trainer: Frank Klapper. Torwarttrainer: Kai Tillmann. Saisonziel: vorderes Mittelfeld.

SG Selters

Abgänge: Jacob Kremer (Verletzung). Zugänge: keine. KADER: Tor: Nicholas Schardt, Niklas Muth, Nicolas Keim. Defensiv: Richard Müller, Nils Toffeleit, Maximilian Stähler, Marvin Schmidt, Fabian Fuchs, Benjamin Maurer, Alexander Vollbracht, Marcel Freisinger. Offensiv: Samuel Stähler, Jan Hendrik Pabst, Luca Jeck, Yannik Walli, Philipp Freppon, Luis da Conceiçao, Tom Rieth, Justin Wolter, Mark Freihube, Marvin Annecke Petri, Moritz Steul, Dominic Voss. Trainer: Patrick Jahn, Dominic Voss. Torwarttrainer: Lars Gendritzki. Saisonziel: Klassenerhalt. Meister-Tipp: SV Rot-Weiß Hadamar 2, FC Dorndorf.

RSV Würges

Abgänge: Miguel Chaparro (Portugiesischer SV Wiesbaden), Tomas Kiritschuk (Ziel unbekannt), Florian Maniera (SV Walsdorf). Zugänge: Ilias Abarkan (SG Taunus), Marc Weil (FCA Niederbrechen), Kerby Hofmann (FC Bierstadt), Tarik Robin Haroun (FC Bierstadt), René Hohl (JFV Dietkirchen/Offheim), Leon Kröller (SV RW Hadamar), Tim Böhmer (SV RW Hadamar). KADER: Tor: Jens Rock, Leon Kröller, Luca Schäfer. Defensiv: Roman Schmick, Jean-Pierre Chaparro, Muhammed Cevik, Paul Becker, Tim Böhmer, Gordon Haeder, Niklas Hecht, Hussen Harmouch, Zubair Ud Din. Offensiv: Jermaine Pedraza, Alen Nukovic, Tobias Uran, Hassan Taadou, Hati Azemi, Ali-Reza Kazerooni, Micha Münstermann, Milos Jovanovic, Marc Berkessel, Miguel Granja, Ilias Abarkan, Marc Weil, Kerby Hofmann, Tarik Robin Haaroun, René Hohl. Trainer: Hussen Harmouch. Co.-Trainer: Serkan Akcakaya.

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