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Die DEB-Spieler feiern den Sieg gegen Frankreich. Foto: Monika Skolimowska

Eishockey-WM

DEB-Team nimmt Kurs aufs Viertelfinale

Das Eishockey-Nationalteam um NHL-Star Leon Draisaitl hat am Mittwoch die Chance, den Einzug ins Viertelfinale so gut wie perfekt zu machen. Die Partie gegen WM-Gastgeber Slowakei wird aber die bislang größte Herausforderung. Und der NHL-Torhüter ist angeschlagen.

Kosice (dpa) - Drittes Spiel, dritter Sieg: Deutschlands Eishockey-Team ist bei der WM in der Slowakei auf Viertelfinalkurs.

Nach dem 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Frankreich sind Leon Draisaitl und Co. nun Tabellenführer ihrer Vorrundengruppe in Kosice und können schon am Mittwoch gegen den WM-Gastgeber (20.15 Uhr/Sport1 und DAZN) den Einzug in die K.o.-Runde so gut wie perfekt machen. Neben NHL-Topstar Draisaitl (38. Minute) trafen die beiden Mannheimer Moritz Seider (18.) und Matthias Plachta (34.). NHL-Verteidiger Korbinian Holzer erzielte den Endstand ins leere Tor (60.). Für Frankreich war Kapitän Damien Fleury (25.) erfolgreich.

"Wir sind zufrieden. Das ist das, was wir uns vorgenommen haben", sagte der Olympia-Zweite Patrick Hager. "Das ist ein Superstart, eine Super-Ausgangslage. Jetzt geht es richtig los."

Erstmals seit 2011 startete Deutschland wieder mit drei Siegen in eine WM, damals kam das Team ebenfalls in der Slowakei unter die Top Acht. Nun wäre mit einem Sieg gegen den Gastgeber der vorzeitige Viertelfinal-Einzug fast sicher. Ob NHL-Torhüter Philipp Grubauer im bislang wichtigsten Spiel aber mitwirken kann, ist noch unsicher. Der Stanley-Cup-Sieger des Vorjahres stand nach seiner Ankunft am Sonntag in Kosice gegen Frankreich erstmals bei dieser WM im deutschen Tor, ging nach 30 Minuten aber mit muskulären Problemen vom Eis. "Der war ein bisschen angeschlagen", sagte Bundestrainer Toni Söderholm. "Wir schauen morgen früh, wie es ihm geht."

Für den Goalie der Colorado Avalanche kam Nürnbergs Niklas Treutle ins Tor. Auch sonst trugen einige Wechsel zum dritten Erfolg bei. Trotz der beiden Auftaktsiege gegen Großbritannien (3:1) und Dänemark (2:1) waren vor allem die Spieler noch nicht zufrieden mit ihrer Leistung gewesen. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen", hatte Angreifer Marcel Noebels gesagt. Um noch mehr Druck erzeugen zu können, stellte Bundestrainer Toni Söderholm sein Team daher um.

In Draisaitl und Dominik Kahun spielten die beiden besten deutschen NHL-Stürmer zusammen in einer Angriffsreihe. "Wir wollen vielleicht ein bisschen mehr Kreativität in der offensiven Zone haben. Wir hatten das Gefühl, dass wir noch nicht so gute Torchancen kreiert haben, wie wir wollten", begründete Söderholm bei Sport1. Tatsächlich wurde es stets gefährlich, wenn die NHL-Stürmer auf dem Eis waren. Bereits nach zehn Minuten hätte Deutschland in Führung gehen können. Draisaitls Abschluss auf Zuspiel von Kahun landete aber am Pfosten.

Nach einem trainingsfreien Tag wirkte Deutschland noch einmal strukturierter als in den ersten Spielen. Die DEB-Auswahl bestimmte die Partie und drängte die Franzosen in deren Verteidigungszone. Viele Möglichkeiten zur Auszeichnung erhielt Grubauer zunächst nicht.

Für den 27-Jährigen war der in den ersten beiden Spielen starke Düsseldorfer Mathias Niederberger diesmal nur Ersatz. "Es ist einfach noch mal ein anderes Kaliber, wenn du einen NHL-Torhüter hast", sagte Angreifer Patrick Hager. "Ich hoffe, dass er uns jetzt noch mal einen Push gibt." Zur Ruhe im deutschen Spiel trug vor allem aber erneut der erst 18 Jahre alte Abwehrspieler Seider bei.

Ruhig, abgeklärt und mit Zug zum Tor war der auch in der NHL begehrte Teenager erneut bester deutscher Abwehrspieler. Auf Zuspiel von Wolfsburgs Gerrit Fauser brachte Seider die DEB-Auswahl kurz vor dem Ende des ersten Drittels mit seinem zweiten WM-Tor verdient in Führung. Wie aus dem Nichts glichen die harmlosen Franzosen, die in Pierre-Edouard Bellemare und Antoine Roussel zwei für sie wichtige NHL-Spieler in diesem Jahr nicht dabei haben, aber zunächst aus.

Wie schon im ersten Spiel gegen die Briten ließ sich das deutsche Team vom Ausgleich aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte ihre Angriffe konzentriert und dominant weiter. Plachta und Draisaitl entschieden die Partie noch vor der zweiten Drittelpause.

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