Motorsport

Dreifachsieg von Mick Schumacher in der Formel 3

Mick Schumacher stand schmunzelnd ganz oben auf dem Treppchen am Nürburgring und reckte den Pokal in die Höhe. Es waren besondere Momente.

Mick Schumacher stand schmunzelnd ganz oben auf dem Treppchen am Nürburgring und reckte den Pokal in die Höhe. Es waren besondere Momente. Wo einst alljährlich weit über 100 000 Fans seinen berühmten Vater Michael feierten, hat der 19-Jährige nun einen eigenen kleinen Meilenstein gesetzt. Der erste Dreifachsieg in der Formel 3 – und das am einstigen Wallfahrtsort der Schumacher-Ära. Natürlich.

„Dass es seit Spa-Francorchamps so gut läuft, macht mich sehr glücklich“, sagt Schumacher. Denn ausgerechnet in den Ardennen, im motorsportlichen „Wohnzimmer“ seines Vaters also, hatte der Nachwuchsrennfahrer den außergewöhnlichen Erfolgslauf Ende Juli mit seinem ersten Formel-3-Sieg ja gestartet.

Es folgten Siege in Silverstone und Misano, nun gleich drei am Nürburgring. Schumacher ist der Mann der Stunde – und als Gesamtzweiter plötzlich mitten im Titelkampf. Nur drei Punkte trennen ihn vor den abschließenden Stationen in Spielberg (22./23. September) und Hockenheim (13./14. Oktober) von Red-Bull-Junior Dan Ticktum. „Ich hoffe und bin auch optimistisch, dass es nun bis zum Ende der Saison in dieser Art weitergeht“, sagt Schumacher.

Früher in diesem Jahr hatte es für Schumacher noch nicht nach Titelkampf ausgesehen. 2018 lief durchwachsen an, doch irgendwann im Sommer hatte er sich dann alles zurechtgelegt – das wirkt typisch in seiner noch jungen Motorsportkarriere: Schumacher nimmt die Nachwuchsrennserien nicht im Sturm, wie es derzeit etwa dem britischen Toptalent Lando Norris (18) gelingt, der im kommenden Jahr bereits Stammpilot bei McLaren in der Formel 1 sein wird.

Schumacher erarbeitet sich die Serien. Er verbrachte zwei Jahre in der ADAC Formel 4, wurde in der zweiten Saison Vizemeister und fuhr parallel in der italienischen Ausgabe, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Auch in der Formel 3 ist der Schritt vom Rookie zum Spitzenfahrer im zweiten Jahr nun gelungen, was 2019 kommt, ist noch unklar.

„Ich versuche einfach, über die Jahre hinweg zu lernen“, sagte Schumacher einmal: „Mein Ziel ist es, irgendwann voll entwickelt in die Formel 1 einzusteigen.“

Dass dies tatsächlich gelingt, können sich mittlerweile immer mehr Beobachter vorstellen. Mick zeige „auf einmal die Schumacher-Gene: Rennen gewinnen“, sagte der einstige Ferrari-Pilot und heutige DTM-Chef Gerhard Berger der „Auto Bild Motorsport“: „Er entwickelt sich und zeigt Ecken und Kanten.“

Und dass die Königsklasse den Namen Schumacher irgendwann gerne wieder in ihrem Starterfeld hätte, ist ohnehin kein Geheimnis. „Das wäre eine großartige Story“, sagte Formel-1-Boss Chase Carey der „Bild“: „Michaels Sohn in der Formel 1 wäre speziell. Er würde die Herzen vieler Fans auf einzigartige Weise berühren.“

(sid)

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