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Eintrachtler Simon Teichmüller (links) verteidigt den Ball trotz Bedrängnis. In dieser Saison wollen er in seine Teamkollegen öfters als zuletzt die Oberhand behalten.

Rugby

Eine gute Rolle spielen

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Am Samstag beginnt die neue Spielzeit in der Regionalliga Hessen. Nach Auflösung der 3. Liga Süd-West verspricht diese Klasse mehr Wettbewerb und Qualität – auch dank Eintracht Frankfurt.

Wie es sich anfühlt, nach hartem Kampf auf dem Feld ein Spiel zu gewinnen, liegt für die Rugbyspieler von Eintracht Frankfurt eine Weile zurück. Vor ziemlich genau anderthalb Jahren, am 11. März 2017, waren die „Adler“ obenauf, der RC Mainz wurde knapp geschlagen (17:7).

Das war noch zu Zeiten, in denen der Spielbetrieb in der 3. Liga Süd-West funktionierte. Diese Klasse gibt es seit dieser Saison nicht mehr. „Der Hessische Rugby-Verband hat entschieden, die 3. Liga nicht weiter zu unterstützen. Die Nordgruppe bestand bis auf Mainz nur aus hessischen Teams. Eine Auflösung war demnach prädestiniert“, erläutert Eintracht-Spieler und -Sprecher Fionn Harnischfeger die Entwicklung.

Da für die Eintracht wegen ihrer sehr bescheidenen Platzierung als Tabellenvorletzter ein Aufrücken in die Zweite Bundesliga West „keine Rolle“ gespielt habe, war der Gang in die Regionalliga Hessen die logische Folge.

In dieser für sie nicht unbekannten Liga will die Eintracht eine gute Rolle einnehmen. Laut Spielertrainer Jörg Giehler nimmt man eine Platzierung unter den vier besten Teams ins Visier; nach Abschluss einer Einfachrunde wird das Teilnehmerfeld geteilt (siehe auch weiteren Text). Giehler: „Sollte es uns gelingen, den eindeutigen Favoriten BSC Offenbach und die zuletzt starken Darmstädter zu schlagen, ist aus unserer Sicht auch die Hessenmeisterschaft drin.“

Verbesserte Personallage

Christian Sztyndera (Heidelberger TV), Antoine Rieutord und Alex Stürz (beide aus beruflichen Gründen weggezogen) verließen den Traditionsverein. Neu im Team sind die Stürmer David Jakovljevic, Colin McHoneywell und Sebastian Gerlich sowie Max Murphy (Gedrängehalb/Verbinder) und Dennis Kosel (Außen/Schluss). „Neben den teilweise erfahrenen Neuzugängen haben sich auch einige Langzeitverletzte zurückgemeldet. Die Situation ist deutlich besser als vor einem Jahr“, begründet Harnischfeger die optimistische Grundhaltung. Am Samstag (14 Uhr) bei der SG Offenbach/Hausen sollte entsprechend gepunktet werden.

Eine Woche später, am 22. September (Ankick bereits um 12 Uhr), folgt das erste Heimspiel. Mit der Spielstätte im Niddapark beim SV Blau-Gelb sei man bei der Eintracht sehr zufrieden. „Viel problematischer ist die Situation mit dem Trainingsplatz in Rödelheim. Weiterhin haben wir keine sportliche Heimat mit Clubhaus et cetera. Wir trainieren im Herbst und Winter ohne richtiges Flutlicht im Halbdunkel. Zudem wurde der Platz verkleinert und wird teilweise mitten in der Saison gesperrt“, beschreibt Harnischfeger die missliche Situation bei der TGS Vorwärts und ergänzt: „Das Training in den Niddapark zu verlegen, wo deutlich bessere Konditionen herrschen, geht leider nicht, da die Kapazitäten durch den ansässigen Verein Blau-Gelb bereits ausgeschöpft sind.“

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