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Hat in diesen Tagen Grund zur Freude: Eintracht-Spieler Jonathan de Guzman (links).

Eintracht Frankfurt

Endspiel Nummer zwei und viele Planspiele für den Sommer

Nach dem souveränen 3:0 gegen Mainz gab Niko Kovac seine Zurückhaltung auf. Der Trainer der Frankfurter Eintracht hatte das Erreichen der internationalen Plätze als neues Ziel ausgegeben.

Nach dem souveränen 3:0 gegen Mainz gab Niko Kovac seine Zurückhaltung auf. Der Trainer der hatte das Erreichen der internationalen Plätze als neues Ziel ausgegeben. „Wir haben jetzt nur noch Endspiele“, hatte Kovac gesagt. Das erste haben die Frankfurter verloren, unglücklich mit 1:2 bei Werder Bremen. Damit hat sich die Ausgangsposition für den Kampf um die lukrativen Plätze deutlich verschlechtert.

Am Sonntag (18 Uhr) nun geht es gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Ein Blick auf die Tabelle genügt, um festzustellen, welch enorme Bedeutung der Partie zukommt. Mit einem weiteren Heimsieg wären die aktuell auf Platz sechs stehenden Frankfurter kaum noch von einem Tabellenrang zu verdrängen, der zur Teilnahme an europäischen Spielen berechtigt. Mit einer Niederlage allerdings könnte Hoffenheim die Eintracht auf Platz sieben zurückwerfen – und es könnte auch noch einmal richtig eng werden.

Platz sieben wäre aus vielerlei Gründen ein echtes Problem. Vor allem wegen der Terminplanung im Sommer. Der siebte Platz wird zwar zum Einzug in die Europa-League reichen, da der Pokalsieger aus den oberen Tabellenrängen kommen wird, aber zunächst nur für die Qualifikation. Die ersten Qualifikationsspiele sind am 26. Juli und am 2.August. Ein Horror für jeden Trainer. Die Eckdaten für die Frankfurter Vorbereitung wurden schon festgelegt. Vom 7. bis 15. Juli werden die Frankfurter in die USA fliegen. Ende Juli soll die Vorbereitung in Gais (Südtirol) noch einmal Fahrt aufnehmen.

Zuvor werden einige Nationalspieler, die an der Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) teilnehmen, fehlen. Die bisherigen Planungen gelten zunächst nur für den Fall, dass die Eintracht am 18. August mit dem ersten DFB-Pokalspiel in die Pflichtspielsaison startet. Eine Woche später beginnt die nächste Bundesligasaison. Muss die Eintracht vorher in der Europa-League ran, wird vieles anders. Die Tage in Amerika sollen unangetastet bleiben, denn der Aufenthalt dient ja auch der sogenannten „Internationalisierung“. Danach aber wird es womöglich kein zweites Trainingslager geben, sondern eine konzentrierte Arbeit zu Hause.

Eine Zitterpartie würde es auf jeden Fall für die Verantwortlichen der Commerzbank-Arena. Denn mit dem Helene-Fischer-Konzert (20. Juli), den Zeugen Jehovas (3. August) und den „Böhsen Onkelz“ (18.August) sind andere Veranstaltungen fest gebucht.

Übrigens: Im Pokal könnte die Eintracht noch einen „Joker“ setzen. Denn der Pokalsieger würde auch direkt in die Europa-League einziehen. pes

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