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Radrennen Eschborn - Frankfurt, Durchfahrt Bad Homburg

Top-Profis dabei

Radrennen in Eschborn-Frankfurt: Am Main entlang zum Ziel

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Während die Profis John Degenkolb und Rick Zabel beim traditionsreichen Radrennen Eschborn-Frankfurt dabei sein werden, muss Tony Martin passen. Die Besetzung dürfte dennoch erstklassig werden.

Frankfurt - Lokalmatador John Degenkolb hat bereits zugesagt. Rick Zabel ebenso. Und wie es aussieht, werden viele weitere Top-Profis für die 58. Auflage von Eschborn-Frankfurt folgen. „Das Interesse der Profi-Teams steigt weiter“, sagt Veranstalter Claude Rach. 

Radrennen in Eschborn: Manche entscheiden kurzfristig

Zum dritten Mal in Folge wird der Radklassiker zur prestigeträchtigen World-Tour gehören, und schon jetzt hätten sich „drei, vier“ weitere Top-Teams gemeldet, sagt Rach. Wer genau letztlich am 1. Mai am Start stehen wird, ist freilich noch offen. Den World-Tour-Teams steht frei, ob sie in Frankfurt antreten. Ein Startrecht besitzen alle. 

Manche Rennställe entscheiden sich erst kurzfristig im April. Sicher ist, dass der siebenmalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin nicht dabei sein kann. „Ich fahre bei der Tour de Romandie“, sagte der ehemalige Eschborner gestern dieser Zeitung. Der 33-Jährige ist an die Saisonplanung seines Teams Jumbo-Visma (ehemals Lotto) gebunden.

Traditionsrennen in Eschborn mit neuer Strecke

Sicher ist auch, dass das traditionsreiche Eintagesrennen neue Wege bestreiten wird. Die Streckenlänge wurde um 25 auf 187,5 Kilometer verkürzt. „Das Rennen wird dadurch noch ein bisschen intensiver und kompakter. Wir erhoffen uns noch etwas mehr Spannung“, sagt Projektleiter Nathanael Bank. Nach dem Start in Eschborn fährt das Peloton zunächst durch Frankfurt und dann hinaus in den Taunus. 

Dort folgt der längste Anstieg des Tages hinauf zum Feldberg und danach die Bergwertung auf dem „Ruppertshainer“, der nur noch zwei- statt dreimal befahren wird. Im Anschluss geht es erstmals zum legendären Mammolshainer „Stich“, der weiterhin viermal erklommen wird. 

Dazwischen befindet sich der Anstieg zur Billtalhöhe, die ebenfalls nur noch ein- statt zweimal überfahren wird. „Es ist weiterhin ein Klassiker-Profil, weil 3222 Höhenmeter überwunden werden müssen“, betont Bank. Im letzten Jahr sah die Streckenführung des Radklassikers noch ein wenig anders aus.

Bad Homburg nicht mehr im Kurs von Eschborn

Während Bad Homburg nicht mehr zum Kurs gehört, rüsten andere Städte auf, etwa die Gemeinde Sulzbach, die in der Ortsmitte erstmals eine Videoleinwand aufstellen will. Dort werden von zwölf Uhr an nicht nur Live-Bilder vom HR flimmern, sondern in den letzten zwei Stunden auch von der ARD. 

Radrennen in Eschborn: ARD berichtet live

Der öffentlich-rechtliche TV-Sender berichtet erstmals seit über zehn Jahren wieder live von dem Rennen. „Die ARD steigt vor dem vorletzten Anstieg am Mammolshainer Berg ein und zeigt somit das große Finale von 14.45 bis 17 Uhr live“, so Rach. Das ist nicht nur für Eschborn-Frankfurt eine gute Nachricht, sondern für den Radsport insgesamt. Zumal die Chancen offenbar gut stehen, dass ARD und ZDF auch die Deutschland-Tour (29. August bis 1. September) live übertragen werden. 

Eine offizielle Bestätigung gibt es dazu noch nicht.

Radfahrer fahren in Frankfurt über die Untermainbrücke

Die gravierendste Streckenänderung am 1. Mai folgt im Finale: Das Peloton fährt erstmals entlang des Mains und überquert dabei die Untermainbrücke und die Alte Brücke. „Morgens kommen die Profis erstmals am Mainufer vorbei, später dann noch dreimal. Zudem fahren dort auch viele tausend Teilnehmer der Velo-Tour entlang“, betont Bank. Der Hainer Weg, wo das Rennen einst endete, als es noch „Rund um den Henninger-Turm“ hieß, wird nicht mehr durchfahren.

Längere Zielgerade auf dem Reuterweg

Die letzte Änderung dürfte Teams und Fahrer besonders erfreuen. Einerseits wurde die leicht abfallende Zielgerade auf dem Reuterweg um rund 200 auf nun 500 Meter verlängert. „Damit wird es einen klareren Sprint geben“, meint der zweimalige Sieger Fabian Wegmann, der mitverantwortlich für die Streckenführung ist. 

Ziel: Die Alte Oper

Zudem wurde die Finalrunde, die zweieinhalbmal durchfahren wird, auf 6,5 Kilometer verlängert. „Das gibt den sportlichen Leitern und Fahrern im Finale etwas mehr Ruhe“, meint Wegmann. Der neue Rundkurs auf den letzten Kilometern führt von der Passage zwischen Römer und Eisernem Steg über die Neue Mainzer Straße und Grüneburgweg auf den Reuterweg und dann zum Ziel neben der Alten Oper.

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