Bowling

BV 77 Frankfurt trumpft richtig auf

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Der BV 77 Frankfurt mischt in der Bundesliga wieder kräftig mit. Der BC/FTG und Blau-Gelb Frankfurt halten sich im Mittelfeld der Tabelle.

Wer den elfmaligen Deutschen Meister BV 77 Frankfurt in der Bowling-Bundesliga nach der Auftaktpleite (Platz acht in Leipzig) bereits abgeschrieben hatte, sah sich nun eines Besseren belehrt. Beim zweiten Turnier vor den Toren Berlins feierten die Frankfurterinnen ihre sportliche Auferstehung. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zuletzt alle neun Begegnungen gewonnen haben“, jubelte Michaela Göbel-Janka nach dem Triumph im brandenburgischen Wildau.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. „Aus Krankheitsgründen sind wir das erste Mal in der Vereinsgeschichte zu einem Bundesligaspieltag nur zu viert gefahren“, erklärte Göbel-Janka. „Aber das schweißte uns zusammen. Jeder wusste, dass man sich kein Nachlassen erlauben darf“, betont die frühere Nationalspielerin, die mit dem immer noch ordentlichen 195,00 Pins den niedrigsten Schnitt im BV-Quartett hatte. Jeannine Barth spielte 211,11, Alexandra Filor 202,11 und Claudia Sawitzki kam auf 199,56 Pins.

Die Leistung sei wie zu den Meisterschaftsjahren gewesen. „Wir waren eine Einheit und haben uns gegenseitig unterstützt und Tipps gegeben.“ Sie selbst sah sich in der Führungsrolle, was die wenigen persönlichen schwachen Durchgänge erkläre: „Da war ich manchmal so mit dem Spiel der anderen beschäftigt, dass mir paar Fehler unterliefen.“

So auch in der letzten Partie des Tages gegen den Stadt-Rivalen BC Blau-Gelb. Göbel-Janka startete mit zwei Splitts schlecht in die Partie. Nach acht von zehn Durchgängen führte der Neuling noch mit 80 Pins. Dann holte der BV 77 auf und glich vor dem jeweils letzten Wurf der Teams aus . Während die mit einem Schnitt von 200,00 beste Blau-Gelbe Kanittha Pohl nur sechs Pins fällte, schaffte Claudia Sawitzki einen Strike (alle zehn Pins mit einem Wurf).

Der BC Blau-Gelb Frankfurt konnte trotz dieser unglücklichen Niederlage mit seinem Auftreten zufrieden sein. Mit fünf Siegen am Tag zuvor konnte der Aufsteiger aber den Abstand zu den Abstiegsrängen auf 13 Zähler ausbauen. Neben Pohl spielten in Wildau Cornelia Weitzel (198,22), Uta König (194,50), Petra Schmidt (179,50) sowie Klaudia Wolf (178,67). Und ausgerechnet die sonst unglücklich spielende Wolf war im Stadtduell gegen den BC/FTG mit 225 Pins die beste Spielerin. Ihr Resultat führte dann zum 783:740-Sieg über den in der Liga etablierten Frankfurter Rivalen.

Ordentlicher Schnitt

Der BC/FTG Frankfurt gewann zwar nur drei der neun Begegnungen, erspielte sich aber fünf Bonuspunkte für den ordentlichen Team-Schnitt, was ausreichend war, um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben. Den Ton gaben beim BC/FTG wie gewohnt Lea Degenhardt (205,00) und Saskai Schutte (202,44) an. Teamführerin Tina Kirsch kam auf 185,83, Jaqueline Wagener auf 183,67 und die nur sporadisch eingesetzte Lena Wahl auf 171,33. „Wir hatten uns mehr erhofft, zumal wir auf der Anlage schon oft gespielt haben. Trotz des weniger gelungenen Spieltages war die Stimmung gut. Das nächste Mal wird es wieder besser laufen“, meinte Tina Kirsch.

Beste Bowlerin des Turniers war Martina Schütz (Radschläger Düsseldorf) mit einem Schnitt von 226,67 Pins. Das höchste Einzelspiel erzielte Joanne Susan Allsebrook (Roma Bowlers Jena) mit 277 Pins, gefolgt von den 269, die Jeannine Barth (BV 77) beim 823:700-Kantersieg über Viernheim erzielte. Der dritte Spieltag steigt am 10./11. November in Moers.

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