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06.10.2018, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Fußball: Bundesliga, Fortuna Düsseldorf - FC Schalke 04, 7. Spieltag am 06.10.2018 in der Merkur-Arena. Düsseldorfer Fans zeigen vor der Partie eine Choreografie. Foto: Marius Becker/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Eintracht Frankfurt

Gegner-Check: Von großer Liebe zu Frankfurt und großer Abneigung

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An diesem Freitag erwartet die Eintracht Fortuna Düsseldorf. Wir haben den Bundesliga-Aufsteiger mal ein wenig genauer unter die Lupe genommen.

  Der Kader: Teure Einkaufsbummel waren Funkel zu Frankfurter Zeiten kaum vergönnt, das ist in Düsseldorf nicht anders. Mit 30 Millionen Euro für ihre Spieler muss die Fortuna übers Jahr haushalten. „Ich hätte gerne auch einen Plea verpflichtet oder einen Alcacer. Aber wir sind Fortuna Düsseldorf, der Aufsteiger“, weiß Funkel. Aus Kiel kam immerhin Zweitliga-Torschützenkönig Marvin Duksch, und aus Frankfurt als Leihgabe ein Talent, das auf dem Weg zum Erfolg einen Umweg sucht: Aymen Barkok. Für ihn hätte der Umzug nach Düsseldorf kaum unglücklicher beginnen können: Wegen einer Knieverletzung verpasste er den Saisonstart. Passend zum Heimatbesuch steht er aber jetzt wohl erstmals im Kader. „Klar wäre es ein Traum, wenn ich Fortuna ausgerechnet in Frankfurt zum Sieg schießen würde“, sagt er, verspricht aber: „Groß jubeln würde ich definitiv nicht.“

  Die Statistik: Beim Blick auf die Bilanzen muss sich Barkok ohnehin keine großen Hoffnungen machen. Fünf Mal kam die Fortuna als Aufsteiger in den Stadtwald, fünf Mal gewann die Eintracht, bei 15:3 Toren, vermeldet die Frankfurter Datenbank. Und die aktuellen Trends sprechen auch nicht eben für Düsseldorf, mit drei Niederlagen in Folge, die nicht ohne Wirkung blieben. „Ich ärgere mich total. Wenn man solche Chancen nicht macht, ist das auch immer eine Frage der Qualität“, tadelte Sportchef Erich Rutemöller die Torlos-Stürmer. Der unter anderem angesprochene Rouwen Hennings reichte den Schwarzen Peter prompt weiter an die Verteidiger: „Selbst wenn wir die Chancen gemacht hätten, kassieren wir im Moment auch zu einfach die Tore! Das sollten wir auch abstellen.“ Aber vielleicht hilft ja doch noch ein Zahlenspiel: Neu-Stürmer Duksch hat bislang zwar überhaupt erst ein einziges Bundesliga-Tor geschossen, das aber am 19. Oktober 2014 gegen die Eintracht, bei einem Paderborner 3:1. Ob der Besuch in Frankfurt passend zum Jahrestag ein gutes Omen für Duksch ist?

  Und das noch: Ein Fortune ist besonders scharf auf diese Reise. „Ich mag die Frankfurter nicht“, bekannte Jean Zimmer offenherzig in der „Bild“-Zeitung, „da brauche ich auch keine Motivationssprüche“. Der Außenverteidiger hat seine Ausbildung beim alten Eintracht-Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern erfahren, muss man wissen. Indes hat auch Zimmer erkannt: „Es ist allerdings eine sehr schwere Aufgabe. In der Europa League hat man gesehen, was Frankfurts Zuschauer ausmachen können. Für uns gilt es, die Atmosphäre aufzusaugen und alles reinzuhauen.“ Er selbst wird sich auf einen besonderen Empfang gefasst machen dürfen. Ebenso wie Friedhelm Funkel, freilich auf ganz andere Weise.

(mka)

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