Tennis

Hoffen auf den Kerber-Effekt

Tennis-Star Angelique Kerber will nach ihrem Triumph im Rasen-Mekka von Wimbledon künftig bewusster über Turnierteilnahmen entscheiden und den Fokus auf die großen Events legen.

Tennis-Star Angelique Kerber will nach ihrem Triumph im Rasen-Mekka von Wimbledon künftig bewusster über Turnierteilnahmen entscheiden und den Fokus auf die großen Events legen. „In einem Finale zu stehen, gegen die besten Spieler der Welt auf der großen Bühne, das sind die Momente, für die man aufsteht und trainiert“, sagte die 30-Jährige am Dienstag bei ihrer Rückkehr nach Deutschland in Stuttgart. Dabei nimmt die dreifache Grand-Slam-Siegerin auch in Kauf, nicht mehr an die Spitze der Weltrangliste zurückzukehren. „Daran denke ich nicht so sehr. Ich habe dieses schöne Gefühl schon einmal erlebt und brauche es morgen oder übermorgen nicht unbedingt wieder“, sagte Kerber, die am 6. August beim Turnier in Cincinnati wieder zum Schläger greifen will. Bis dahin will sie die Zeit genießen – mit einem Grillabend bei ihren Großeltern und danach mit einem Urlaub, dessen Ort noch nicht feststeht. „Ich möchte mir bewusst einige Tage freinehmen und die Momente aufsaugen, so gut es nur geht“, sagte Kerber.

Der Erfolg in Wimbledon, wo sich Kerber „ihren großen Traum erfüllt“ hatte und „nun sagen kann, dass meine Karriere komplett ist“, soll auch andere Menschen inspirieren. „Ich hoffe, dass der Titel in Deutschland einen Hype auslösen wird. Tennis wurde durch Steffi (Graf, d. Red) und Boris (Becker, d. Red) groß, fiel danach aber leider in ein kleines Loch“, sagte Kerber: „Ich hoffe, dass Tennis nun wieder etwas mehr im Fokus steht.“

Auf den „Kerber-Effekt“ hoffen auch die Organisatoren des Herren-Turniers am Hamburger Rothenbaum (21. bis 29. Juli). Das Legenden-Match zwischen dem scheidenden Turnierdirektor Michael Stich und US-Legende John McEnroe sei schon ausverkauft, berichteten die Veranstalter am Dienstag. Das Starterfeld wird angeführt vom österreichischen French-Open-Finalisten Dominic Thiem, im Hauptfeld stehen auch die Deutschen Philipp Kohlschreiber, Peter Gojowczyk, Maximilian Marterer und Jan-Lennard Struff. sid/dpa

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