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Frank Ribéry sorgt derzeit für mächtig Diskussion.

Kommentar zu Frank Ribéry und das Steak im Goldbad

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Frank Ribérys Protz-Post auf Instagram hat eine heftige Diskussion ausgelöst. Ein Kommentar von FNP-Sportredakteur Christian Heimrich.

Jetzt hat es Franck Ribéry sogar aus dem Sportteil bis auf Seite 3 der „Bild“-Zeitung geschafft. Weil er in Dubai ein Steak mit Goldüberzug gegessen hat. Weil er dafür in den sogenannten sozialen Medien angegriffen worden ist. Und weil er auf diese Angriffe in eben diesen Medien auf üble, widerwärtige Art und Weise zurück gepestet hat. Inzwischen dreht sich die Diskussion auch darum, ob das Stück Fleisch die kolportierten 1200 oder doch „nur“ 600 Euro gekostet hat.

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All dies sagt viel über den Zustand unserer Gesellschaft aus. Und über den Geisteszustand vieler Akteure im Fußballgeschäft.

Thema klein geredet

Da lässt sich ein Gernegroß aus prekären französischen Verhältnissen, wegen ständiger Ausraster ohnehin schon unter Beobachtung, bei sinnloser Völlerei filmen, während in seiner Heimat viele Menschen für eine kleine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse auf die Straßen gehen. Danach pöbelt er im Internet herum – erster Skandal. Der Spieler bekommt von seinem Arbeitgeber nur eine Geldstrafe, die ihn angesichts eines Jahresverdienstes von ca. zwölf Millionen Euro nicht interessiert – zweiter Skandal. Und die Kollegen reden das Thema klein oder erst gar nicht darüber – dritter Skandal. Das alles hat natürlich seinen Grund: Ribéry wird noch für die Jagd auf Borussia Dortmund gebraucht – gesund und möglichst gut gelaunt. Merke: Erst kommt das Steak, dann die Meisterschale. Und die Moral ist kein Thema mehr.

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