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Ein heißer Kandidat auf den Trainerposten beim FC Bayern: Niko Kovac.

Eintracht Frankfurt

Kommentar zu Kovac: Immer noch ein Hintertürchen

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Es war ein wichtiges und richtiges Signal, dass Fredi Bobic und Niko Kovac das Gespräch mit der Presse gesucht haben. Die Zukunft des Trainers ist in dieser entscheidenden Phase der Saison ein essenzielles Thema. Es sollte nicht Gegenstand permanenter Spekulationen sein. Der Sportvorstand und der Trainer der Frankfurter Eintracht haben in dieser Angelegenheit deshalb eine besondere Verantwortung und auch Pflicht zur Aufklärung. Diese Erkenntnis hat sich nach der Analyse der Auftritte der beiden rund um die Partie in Bremen offensichtlich durchgesetzt.

Es war ein wichtiges und richtiges Signal, dass Fredi Bobic und Niko Kovac das Gespräch mit der Presse gesucht haben. Die Zukunft des Trainers ist in dieser entscheidenden Phase der Saison ein essenzielles Thema. Es sollte nicht Gegenstand permanenter Spekulationen sein. Der Sportvorstand und der Trainer der Frankfurter Eintracht haben in dieser Angelegenheit deshalb eine besondere Verantwortung und auch Pflicht zur Aufklärung. Diese Erkenntnis hat sich nach der Analyse der Auftritte der beiden rund um die Partie in Bremen offensichtlich durchgesetzt.

Am Sonntag steht für die Eintracht ein eminent wichtiges Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim an, einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf ums europäische Geschäft. Anhaltende Unruhe könnte sich leistungshemmend auswirken. Das hat man gerade im Kraichgau während der ersten Mutmaßungen um einen Wechsel von Julian Nagelsmann zu den Bayern leidvoll zu spüren bekommen.

Ein kleines Hintertürchen hat Kovac sich dennoch weiter offengehalten. Es gebe keinen Grund daran zu zweifeln, dass er bis 2019 Trainer in Frankfurt sei, hat er gesagt. Mit der Ergänzung „Stand jetzt“. Das klingt wie ein Textbaustein aus dem Rhetorik-Handbuch für Politiker, ist aber auch ehrlich. Denn jeder Trainer, der ein Angebot von Bayern München erhält, kann sich geadelt fühlen und wird mit Sicherheit darüber nachdenken.

Dieses Angebot gibt es aber momentan nicht. In diesem Punkt haben Kovac und Bobic sich eindeutig positioniert.

Damit sollte sich der Blick in erster Linie nach München richten. Was sich dort – nun schon seit Monaten – in Sachen Trainersuche abspielt, ist des deutschen Fußball-Clubs Nummer eins eigentlich nicht würdig. Erst der erfolglose Versuch, Jupp Heynckes zum Weitermachen zu überreden, dann die Absage von Thomas Tuchel: Da hat es offensichtlich zwei fatale Fehleinschätzungen gegeben. Oder das Ganze war ein einziges großes Ablenkungsmanöver.

Und damit sind wir wieder zurück in Frankfurt. Was passiert, wenn die Herren Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic nun doch noch bei Niko Kovac anrufen?

„Es passiert im Fußball so viel“, sagt Niko Kovac selbst. Fredi Bobic hätte die Angelegenheit übrigens mit einem einzigen kurzen Satz ein für alle Mal bereinigen können: „Unser Trainer ist unverkäuflich.“

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