Fabian Hambüchen verletzte sich Anfang des Jahres in einer TV-Show schwer am Knie.
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Fabian Hambüchen verletzte sich Anfang des Jahres in einer TV-Show schwer am Knie.

In Rio 2016 holte er noch Gold

Olympia-Held erlebte Horror-Verletzung in TV-Show - Jetzt trainiert er wieder wie ein Irrer

  • Florian Schimak
    VonFlorian Schimak
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Bei Olympia 2016 war er unser Gold-Held. Anfang des Jahres zerstörte er sich im TV das Knie - nun schuftet er wie ein Irrer. Die Rede ist von Fabian Hambüchen.

München/Wetzlar - Mit Verletzungen hat Fabian Hambüchen in seiner Karriere als Turner gelernt umzugehen. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio reiste der Turnfloh damals auch angeschlagen an, konnte aufgrund einer entzündeten Sehne nur eingeschränkt trainieren.

Damals war bereits klar: Es wird das letzte Olympia* von Hambüchen - und ausgerechnet dort holte er am Reck die Goldmedaille! Anschließend beendete der 1,63 Meter große Turner seine internationale Karriere und wurde am Jahresende noch zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt. Bei Olympia 2021 in Tokio* werden wir Hambüchen also als aktiven Sportler nicht mehr sehen.

Seine vermeintlich viele Freizeit wusste Hambüchen im Anschluss zu nutzen. Bereits zu seiner aktiven Zeit war er in einigen TV-Shows zu sehen. 2010 saß er mit seinem Vater im Promi-Special „Wer wird Millionär“ bei Günter Jauch auf dem Stuhl. Auch nahm er mehrere Male bei Stefan Raabs „TV total Turmspringen“ teil oder er war bei Luke Mockridges TV-Show „Catch!“, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft des Fangens, zu Gast.

Olympia 2021: Rio-Held Hambüchen erlebte Horror-Verletzung in TV-Show - Jetzt trainiert er wie ein Irrer

Dort unterlief ihm Ende letzten Jahres aber ein ganz bitteres Malheur*! „Ich bin über eine Stange gesprungen und wollte beim Aufkommen gleich weiterrennen“, schildert der 33-Jährige die Horror-Szene bei Bild: „Dummerweise bin ich mit dem falschen Bein abgesprungen, weshalb sich bei der Landung der Oberschenkel gegen den Unterschenkel verschoben hat – und das Knie war dabei halt das leidtragende Element“.

Das Ende vom Lied: Kreuzbandriss, Meniskusriss und Außenbandanriss! „Ich habe einen dumpfen Schmerz gespürt, das hat ganz schön gescheppert“, berichtet Hambüchen: „Mir war gleich klar, dass da was schiefgelaufen ist.“

Solch eine schlimme Verletzung hatte er als Turner nie erlebt. Groll hegte er deswegen auf die TV-Show aber nicht. „Nein, so etwas passiert“, sagt Hambüchen. Nach der OP Anfang des Jahres kämpft er sich aber Stück für Stück wieder zurück zu alter Form*. Inzwischen trainiert er wieder wie ein Irrer!

Zwar ist er kein Turn-Superstar mehr, aber weiterhin noch sehr aktiv, vor allem im Crossfit. „Die Verletzung ist schon ein Rückschlag“, erzählt der dreifache Olympia-Medaillengewinner (1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze): „Ich brauche das Jahr, um mich wieder zurückzukämpfen.“

Video: Fabian Hambüchen - Zirkusnummer am Abgrund

Bei Olympia 2021 in Tokio werden wir den „Turnfloh“ aber trotzdem zu sehen bekommen, wenn auch nicht am Reck oder den Ringen. Hambüchen ist als Experte bei Eurosport im Einsatz - und zwar in einer Doppelrolle! Zum einen nämlich als Turn-Experte und zum anderen als Reporter im Deutschen Haus.

Ganz emotionslos verfolgt er die Spiele in Japan logischerweise nicht. „Es sind die ersten Sommerspiele, bei denen ich nicht dabei bin“, so Hambüchen bei Eurosport: „Das ist eine emotionale Geschichte. Es wird für mich schwierig sein zu sehen, wer der neue Olympiasieger am Reck wird. Aber ich freue mich total.“ (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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