Niederlage im fünften Viertelfinale

Skyliners scheitern an Bayern

Für die Fraport Skyliners ist die Bundesliga-Saison beendet. Im entscheidenden fünften Viertelfinal-Match boten die Frankfurter dem Favoriten Bayern München einen großen Kampf, unterlagen aber mit 70:90 (37:39).

Beste Werfer aufseiten der Skyliners waren Quantez Robertson mit 19 und Philip Scrubb mit 14 Zählern. „Ich bin stolz auf mein Team. Am Ende waren die Bayern aber zu stark“, bilanzierte Robertson.

Im vierten Match am Dienstag (50:85) in der Fraport Arena waren die Skyliners chancenlos gewesen. Nur im ersten Viertel konnte das Herbert-Team einigermaßen mithalten, ehe die Münchner ihre ganze spielerische Klasse demonstrierten. Phasenweise führten sie die Frankfurter regelrecht vor. Die hatten nach dem Coup im dritten Spiel in der bayerischen Landeshauptstadt (86:83) Rückenwind und beim Zwischenstand von 2:1 sogar unverhofft einen Matchball. Doch nach der Münchner Machtdemonstration blieb nur die Erkenntnis, dass ein weiterer Erfolg beim Gewinner der Bundesliga-Hauptrunde ein äußerst schwieriges Unterfangen werden würde. „Wir müssen vieles besser machen und physischer spielen“, hatte Skyliners-Headcoach Herbert am Tag nach der Schmach gesagt.

Vor dem Match wurde darüber gerätselt, wie sich die Frankfurter nach den kräftezehrenden bisherigen Begegnungen im alles entscheidenden Match im nicht ausverkauften Münchner Audi Dome präsentieren würden. Wach und selbstbewusst? Oder verunsichert und kraftlos? Die Antwort gab es schnell. Denn der Hauptrundenachte startete äußerst konzentriert und lag nach zwei Drei-Punkte-Würfen von Tai Webster und Philip Scrubb nach nicht einmal 60 Sekunden schon mit 6:0 in Führung. In der Verteidigung gingen die Hessen aggressiv zu Werke und beeindruckten die spielerisch klar besseren Münchner, denen es an der nötigen Konzentration fehlte.

Angeführt vom quirligen Spielmacher Webster hatten die Gäste das Spielgeschehen im Griff und warteten in der Offensive geduldig auf ihre Chancen. Über 13:10 (5.) und 21:14 (9.) zogen die Herbert-Mannen bis zum Ende des ersten Viertels auf 26:16 davon. Sie spielten frech und unbekümmert, doch dann kamen die Bayern auf Betriebstemperatur – und wie: Nach einem 12:0-Lauf lagen sie in der 15. Minute erstmals in Führung (30:29). Die Gäste kamen kaum mehr zu offenen Würfen, blieben fast fünf Minuten lang ohne Korberfolg. Frankfurt überstand aber die Münchner Druckphase und verlor nicht die Linie.

Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer weiterhin eine ausgeglichene Begegnung. München erhöhte den Druck, konnte sich aber zunächst nicht absetzen. Doch dann ließen die Bayern einen weiteren Zwischenspurt zum 51:42 (25.) folgen. Die meisten Kraftreserven aufseiten der Hessen hatte der starke Robertson, der fünf seiner acht Drei-Punkte-Würfe verwandelte und auch in der Defensive einen prima Job verrichtete. Weil die Gastgeber behäbig agierten, blieb Frankfurt aber in Schlagdistanz (52:59., 30.). Im Schlussabschnitt kämpften die Frankfurter weiter verbissen, aber die wichtigen Würfe trafen die Bayern. Knapp zwei Minuten vor Schluss war die Partie beim Stand von 69:85 gelaufen.

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