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„Die Athleten verlangen das von uns“ - Snowboard Germany startet nächste Umweltaktion

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Von: Tobias Ruf

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Snowboarderin Ramona Hofmeister beim Baumpflanzen in Berchtesgaden.
Snowboarderin Ramona Hofmeister beim Baumpflanzen in Berchtesgaden. © Johannes Jank / Snowboard Germany

Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden bei den deutschen Snowboardern großgeschrieben. In Berchtesgaden initiierte Snowboard Germany eine neue Umweltaktion. Es war nicht die erste ihrer Art.

Berchtesgaden - Mit 100 Jungbäumen im Gepäck machte sich die deutsche Snowboard-Nationalmannschaft auf, um in Berchtesgaden ein weiteres Zeichen für Umweltschmutz und Nachhaltigkeit zu setzen.

Etwa 60 Personen waren unter Anleitung der Bayerischen Staatsforsten unterwegs, um 100 Buchen und Lärchen aus dem Pflanzgarten Laufen der Bayerischen Staatsforsten in den Wald rund um den Bundesstützpunkt an der Christopherusschule in Berchtesgaden zu pflanzen.

Snowboard-Präsident betont: „Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr“

Es war nicht die erste Umweltaktion von Snowboard Germany (SNBGER). Ob Mountain Clean Up am Jenner, Verzicht auf klimaschädliche Trainingslager in Südamerika oder die jüngste Aufforstung - Der deutsche Snowboard-Verband setzt gezielte Zeichen für Nachhaltigkeit. „Wir müssen unsere Athleten dazu nicht antreiben. Sie verlangen das von uns“, betonte SNBGER-Präsident Prof. Michael Hölz im Gespräch mit chiemgau24.de.

„Die heutige Baumpflanzaktion ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für unsere Zukunft. Die Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten, dem Deutschen Skiverband und dem CJD zeigt, wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr. Ich glaube, es hat auch allen viel Spaß gemacht. Und natürlich werden wir uns auch in Zukunft noch weiter engagieren“, ergänzte Hölzl.

Verband und Athleten ziehen also an einem Strang, wenn es um die Zukunft des Wintersports geht. „Wir Wintersportler sind von der Natur abhängig. Entsprechend wichtig ist uns der Erhalt der Natur“, sagte Ramona Hofmeister.

Die beste Parallel-Boarderin der vergangenen Jahre packte bei der Aufforstung fleißig mit an. „Wir haben sehr viel gelernt heute. Ich selbst habe schon Bäume gepflanzt und bin immer froh, wenn wir solche Aktionen durchführen. Wir halten uns alle gerne in der Natur auf. Deshalb ist es wichtig, die Natur zu schützen. Das sollte eigentlich jeder tun“, sagte die 26-Jährige aus Bischofswiesen im Gespräch mit chiemgau24.de

Snowboard: Landing Bag als wichtiger Schritt in die Zukunft

Hofmeisters Teamkollege Stefan Baumeister schlug in dieselbe Kerbe. „Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich an solchen Aktionen beteilige. Wir erleben den Rückgang der Gletscher hautnah und wollen unseren Beitrag leisten, die Natur zu erhalten“, sagte der 29-Jährige vom SC Aising-Pang.

Die Aufforstung an der Christopherusschule basiert auch auf einem Projekt, das Snowboard Germany in Kooperation mit dem Sportinternat umsetzen will. Ein Landing Bag soll zeitnah entstehen, auf dem vor allen Dingen die Freestyle-Athleten auch im Sommer trainieren können.

*Instagram-Video: So sieht das Training mit einem Landing Bag aus

„Ohne Landing Bag geht es in unserer Sportart kaum mehr. Fast jede Nation hat eines und wir ziehen jetzt nach“, sagte Noah Vicktor vom WSV Bischofswiesen gegenüber chiemgau24.de. „So sparen wir uns in Zukunft Reisen. Im Sommer bin ich mehrmals pro Woche in Österreich, um auf dem Landing Bag zu trainieren. Wir werden davon massiv profitieren“.

Die Bäume, die dem Landing Bag zum Opfer fallen, werden in größere Anzahl aufgeforstet. „100 Bäume haben wir schon gepflanzt, 500 weitere werden folgen“, erklärte Sportdirektor Andreas Scheid.

Das ist ganz im Sinne der Athleten von Snowboard Germany. „Diese Aktion ist wichtig für unsere Zukunft. Alle Menschen sollten so etwas machen. Wir müssen zusammenhalten und unsere Natur beschützen. Das liegt uns sehr am Herzen“, sagte Vicktor abschließend. 

Quelle: chiemgau24.de

truf

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