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14.09.2018, xnrx, Eishockey DEL 2, Loewen Frankfurt - ESV Kaufbeuren, emspor, v.l. Jubel nach Spielende, Felix Bick (Löwen Frankfurt), Kevin Maginot (Löwen Frankfurt), Matthew Pistilli (Löwen Frankfurt)

Löwen Frankfurt

Toller DEL2-Auftakt: Titel-Aspirant Kaufbeuren 5:2 besiegt

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4538 Zuschauer in der gut besuchten Halle am Ratsweg bekamen ein ansehnliches Eishockeyspiel zu sehen. Und, wie es bei beiden Kontrahenten seit Jahren üblich ist, auch viele schöne Tore. „Das war ein sehr gutes Zweitligaspiel von zwei starken Mannschaften“, zeigte sich Sportdirektor Franz Fritzmeier mit dem Gebotenen zufrieden. Am Sonntag gastieren die Löwen beim Neuling Deggendorfer SC.

4538 Zuschauer in der gut besuchten Halle am Ratsweg bekamen ein ansehnliches Eishockeyspiel zu sehen. Und, wie es bei beiden Kontrahenten seit Jahren üblich ist, auch viele schöne Tore. „Das war ein sehr gutes Zweitligaspiel von zwei starken Mannschaften“, zeigte sich Sportdirektor Franz Fritzmeier mit dem Gebotenen zufrieden. Am Sonntag gastieren die Löwen beim Neuling Deggendorfer SC.

Den ersten Schuss aufs Tor feuerte nach nur 20 Sekunden der 18-jährige Mike Fischer, der in der ersten Reihe den verletzten Antti Kerälä vertrat. Der Finne trainiert zwar seit einigen Tagen, ein Einsatz wäre noch verfrüht. Dafür spielte erstmals der in der Vorbereitung wegen einer Verletzung fehlende Brett Breitkreuz. Nach nur zwei Minuten musste Lukas Koziol wegen eines Stockschlags – wird härter als bisher gepfiffen – auf die Strafbank. Das Kaufbeurer Powerplay war stark. Den ersten Schuss von Branden Gracel konnte Torwart Felix Bick noch meistern, etwas 30 Sekunden später war er gegen den Volleyschuss des aus Dänemark zu den Allgäuern zurückgekehrten Kanadiers machtlos. Wenig später hatte der Finne Jere Laaksonen gar das 0:2 auf dem Schläger, doch Bick reagierte glänzend. Ausgerechnet ein Fehlpass des früheren Nationalspielers und Ex-Löwen Sebastian Osterloh führte zum ersten Überzahlspiel der Löwen. Das funktionierte sogar noch besser. Kapitän Adam Mitchell fand vorm Tor Mathieu Tousignant der den Puck zwar nicht im Tor unterbringen konnte, aber der Nachschuss von Max Faber saß (7.). Der Ausgleich brachte die Gastgeber auch besser ins Spiel. Eduard Lewandowski verzog bei einem Zwei-gegen-Eins-Konter, dann hielt Stefan Vajs den gefährlichen Schuss von Mitchell. Und auch Koziol fand in dem stärksten dEl2-Keeper der vergangenen zwei Jahre seinen Meister. Nun diktierten die in der Anfangsphase noch ein wenig nervös wirkenden Löwen das Geschehen. Doch dann musste Lewandowski wegen eines hohen Stocks in die Kühlbox. Und das Überzahlspiel der Gäste funktionierte erneut: Der Torschütze hieß diesmal Sami Blomqvist. Auch das 2:2 fiel in Überzahl. Gleich zwei Kaufbeurer mussten raus, die Löwen spielten mit zwei Mann mehr zu statisch und einfallslos, doch just, als die Sünder zurück aufs Eis kamen, fand der Schuss von Tim Schüle den Weg ins Netz.

Zu Beginn des mittleren Spielabschnitt gab es die erste Überzahl, die nicht zum Tor geführt hat. Das ESV-Powerplay war diesmal zu ungenau, das Penaltykilling gut. Aber kaum vollzählig, musste Brett Breitkreuz raus. Erneut Unterzahl der Löwen. Diesmal spielten es die Kaufbeurer besser, aber die Löwen-Deckung ließ sich nicht überraschen. Just als Breitkreuz von der Strafbank war, wurde er bei einem Break von Matt Pistilli bedient, verfehlte aber das Tor. Dann musste zur Abwechslung auf die Strafbank ein „Gelber“, eineinhalb Minuten später ein zweiter. Das Überzahlspiel war diesmal aber schwach. Wieder bei Fünf-gegen-Fünf hatten zunächst mehr vom Spiel die Gäste, die durch Alexander Thiel auch eine gute Chance hatten. Aus dem Rhythmus brachten sie sich durch eine dumme Strafzeit von Daniel Oppolzer. Aber auch diesmal funktionierte das Powerplay nicht. Und dann unterlief ausgerechnet dem zweimaligen Torhüter des Jahres ein unglaublicher Fehler. In der 40. Minute schoss Maximilian Eisenmenger harmlos in Richtung Tor. Vajs hatte schon die Scheibe, dann rutschte ihm der Puck plötzlich durch den Handschuh ins Netz.

Es blieb auch im Schlussdrittel spannend. Die erste Chance hatte Fischer, doch Vajs war zur Stelle.  Es ging munter hoch und runter, Chancen gab es hüben wie drüben. Ein Match auf Augenhöhe. Die Erlösung brachte das 4:2 durch Mitchell (50.). Beide Teams mussten noch jeweils eine Unterzahl verkraften, bevor ESV-Trainer Andreas Brockmann den Torwart vom Eis nahm.

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