Vierschanzentournee: Die Schanze in Innsbruck bietet mit den Alpen im Hintergrund und dem Gegenhang im Aufsprungbereich ein besonderes Panorama.
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Vierschanzentournee: Die Schanze in Innsbruck bietet mit den Alpen im Hintergrund und dem Gegenhang im Aufsprungbereich ein besonderes Panorama.

Das macht die Standorte aus

Vierschanzentournee 2020/21: Die Schanzen im Check

  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Die Vierschanzentournee ist alljährlich einer der Höhepunkte im Skispringen. Auch bei der Vierschanzentournee 2020/21 wird in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen gesprungen. chiemgau24.de macht den Schanzencheck.

Oberstdorf - Wie es der Name schon sagt, wird während der Vierschanzentournee auf insgesamt vier Schanzen gesprungen. Gemeinsam mit dem zweifachen Vierschanzentournee-Sieger Andreas Goldberger nimmt chiemgau24.de die verschiedenen Schanzen und ihre Eigenheiten unter die Lupe.

Die Vierschanzentournee beginnt traditionell mit dem Auftaktspringen in Oberstdorf. Anschließend geht es mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen weiter. Dann siedelt die Vierschanzentournee von Deutschland nach Österreich über. Am 2. und 3. Januar wird in Innsbruck gesprungen. Nach den Wettbewerben am Bergisel geht es am 5. Januar in Bischofshofen weiter, wo die Vierschanzentournee am 6.1. entschieden wird.

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Vierschanzentournee 2020/21: Die Schanze in Oberstdorf

Gesprungen wird auf der großen Schattenbergschanze in der WM-Skisprung Arena in Oberstdorf. Jedes Jahr kommen in der Regel über 40.000 Zuschauer zu den Wettbewerben ins Allgäu. In diesem Jahr sind keine Zuschauer zugelassen. Die Schanze hat eine Gesamthöhe von 140 Metern, die Anlauflänge beträgt 105,5 Meter. Der Kalkulationspunkt beschreibt den Punkt der Schanze, an dem das Gefälle des Aufsprunghangs flacher wird und liegt in Oberstdorf bei 120 Metern.

Die Hillsize definiert die Strecke zwischen der Kante des Schanzentisches und jenem Punkt im Aufsprunghang, an dem der Auslauf noch ein Gefälle von 32 Grad aufweist. Die Hillsize ist ein Maß für die Größe der Schanze und beträgt in Oberstdorf 137 Meter.

Goldbergers Check zur Schanze in Oberstdorf:  „In Oberstdorf kann man die Tournee nicht gewinnen, aber durchaus verlieren. Ein guter Auftakt ist extrem wichtig für den weiteren Tourneeverlauf. Die Schanze weist eine gewisse Streuung aus. Zwischen den Bestplatzierten liegen oft mehrere Meter Abstand, das ist in Oberstdorf sicher eine Besonderheit“

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Vierschanzentournee 2020/21: Die Schanze in Garmisch-Partenkirchen

Gesprungen wird auf der großen Olympiaschanze, die im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 erbaut und im Jahr 2007 durch einen Neubau ersetzt wurde. Die Schanze hat eine Gesamthöhe von 149 Metern, die Anlauflänge beträgt 103,5 Meter. Der Kalkulationspunkt liegt in Garmisch-Partenkirchen bei 125 Metern, die Hillsize beträgt 142 Meter.

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Goldbergers Check zur Schanze in Garmisch-Partenkirchen: „In Garmisch-Partenkirchen fällt die Streuung geringer aus. Die große Besonderheit ist sicher die Aufmerksamkeit, die die Springer an diesem Tag haben. Die ganze Wintersportwelt blickt nach Garmisch, das kann den einen oder anderen blockieren. Ohne die Zuschauer in diesem Jahr fällt das aber weniger ins Gewicht.“

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Andreas Goldberger hat die Vierschanzentournee zwei Mal gewonnen und begleitet sie seit vielen Jahren als ORF-Experte.

Vierschanzentournee 2020/21: Die Schanze in Innsbruck

Gesprungen wird im Bergisel-Skistadion in Innsbruck, das 2002 modernisiert wurde. Die Schanze hat eine Gesamthöhe von 130 Metern, die Anlauflänge beträgt 98 Meter. Der Kalkulationspunkt liegt in Innsbruck bei 120 Metern, die Hillsize bei 128 Metern.

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Goldbergers Check zur Schanze in Innsbruck: „In Innsbruck fällt meistens eine Vorentscheidung im Kampf um die Gesamtwertung. Die Schanze am Bergisel hat als einzige einen Gegenhang in der Landezone. Das führt zu einem starken Radiusdruck im Aufsprung. Hinzu kommt der Wind, der in den Kessel weht und dort den Sprung in der letzten Phase noch stark beeinflussen kann“

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Vierschanzentournee 2020/21: Die Schanze in Bischofshofen

Gesprungen wird auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen, die eine Gesamthöhe von 132,5 Metern aufweist und eine Anlauflänge von 125 Metern hat. Der Kalkulationspunkt liegt in Bischofshofen bei 125 Metern, die Hillsize bei 142 Metern.

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Goldbergers Check zur Schanze in Bischofshofen:  Der größte Unterschied in Bischofshofen ist der Anlauf. Der ist im Vergleich zu den anderen Schanzen flacher und länger. Erschwerend kommt hinzu, dass der mentale Druck in Bischofshofen riesig ist. Mit der Aussicht auf den Tourneesieg zur letzten Station zu reisen, ist vom Kopf her nicht leicht. Aber wer letztlich der Champion sein will, muss diesem Druck standhalten“

chiemgau24.de berichtet von allen Qualifikationsspringen und Wettkämpfen im Liveticker. Zudem gibt es Ergebnislisten, Interviews und Hintergrundberichte.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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