Erfolg

Adrian Aciobanitei führt die United Volleys zum Sieg

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Die United Volleys Rhein-Main haben mit einem 3:2 (25:17, 28:26, 21:25, 25:27, 15:6)-Heimsieg über Brühl den Platz in der Bundesliga behauptet.

„Wir haben nicht einen Punkt verloren, sondern eindeutig zwei gewonnen“, sagte Trainer Michael Warm unmissverständlich. Bis auf wenige Ausnahmen war er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben zu viele gegnerische Angaben zu Boden fallen lassen. Und haben in Situationen, als es gegen Ende der Sätze eng wurde, nicht abgeklärt genug agiert. Das hängt mit dem nach einigen Niederlagen fehlendem Selbstvertrauen zusammen. Wir machten auch zu viele Fehler mit dem Aufschlag.“

Die United Volleys wirkten gegenüber den letzten Spielen verbessert, aber erneut nicht konstant genug. Der endlich genesene Patrick Steuerwald stellte sehr variabel und konnte mit einem guten Auge seine Angreifer oft frei spielen. Die Annahme war ordentlich, wobei die meisten gegnerischen Aufschläge überraschend nicht wie sonst auf Adrian Aciobanitei, sondern auf Moritz Karlitzek geschlagen waren.

Dies lag vielleicht auch an der überragenden Form des erst 20 Jahre jungen Rumänen. Aciobanitei setzte überall Akzente, er schlug unglaublich hart und dabei sicher auf, verwandelte 17 Schmetterschläge und holte auch in der Abwehr einige schwer erreichbare Bälle.

Überragend war der Frankfurter Block, allen voran Tobias Krick. Doch selbst dem nur 1,80 Meter kleinen Zuspieler Steuerwald gelang es im zweiten Satz beim Stand von 24:24, den um 24 Zentimeter größeren Albanen Anton Qafarena erfolgreich zu blocken. Im Angriff machten die meisten Punkte Lincoln Williams (22/54 Prozent Erfolgsquote) Moritz Karlitzek (20/63) und Aciobanitei (20/53). Der effektivste Frankfurter Angreifer war Tobias Krick (73 Prozent). Beim Gegner machte die meisten Punkte der japanische Mannschaftskapitän Masahiro Yanagida (26). Im Prinzip war das Match ein Duell United Volleys gegen Yanagida, in dem die Gastgeber Mühe hatte, den besten Mann auf dem Feld in den Griff zu bekommen. Das direkte Duell der beiden Männer aus dem Land der aufgehenden Sonne, wegen dem gut 200 Japaner sowie das japanische Fernsehen in die mit 1021 Zuschauern nur spärlich gefüllte Fraport Areana gekommen waren, dauerte nur kurz. Trainer Warm ließ den Japaner Issei Otake lediglich wenige Minuten spielen. Drei Aufschläge ins Feld, eine gute Abwehr sowie ein erfolgloser Angriff waren seine Bilanz. Vier Schlüsselstellen gab es in diesem Match. Im ersten Satz lagen die Gastgeber 7:12 zurück, machten dann aber sieben Punkte in Folge, was sie später nach dem 18:17 wiederholten. Im Durchgang zwei wehrten sie bei 23:24 einen Satzball ab, und verwandelten dann den durch einen Monster-Block erkämpften eigenen dritten Satzball dank eines gegnerischen Fehlers. Den dritten Satz verloren die Gastgeber wegen vier Eigenfehlern, die sie nach dem 19:19-Zwischenstand machten. Im vierten Satz vergaben die United Volleys bei 24:23 den ersten Matchball, haben sich dann zweimal beim gegnerischen Aufschlag verschätzt und mussten in den Tiebreak. In diesem ragte Lincoln Williams heraus. Ein harter Aufschlag von Aciobanitei brachte dann das erlösende 15:6.

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