United Volleys

Entscheidung im Viertelfinale nach Pleite vertagt

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Die United Volleys Rhein-Main haben den schnellen Einzug ins Bundesliga-Halbfinale verpasst. Im zweiten Viertelfinal-Match beim TSV Herrsching machte sich ein personeller Engpass bemerkbar.

In den beiden ersten Jahren ihres Bestehens waren die United Volleys Rhein-Main stets im Eiltempo ins Bundesliga-Halbfinale durchmarschiert. Im dritten Erstligajahr müssen die Hessen im Playoff-Viertelfinale erstmals über drei Spiele gehen. Nach dem Auftaktsieg am Mittwoch in Frankfurt gab es im zweiten Aufeinandertreffen mit dem TSV Herrsching nichts zu holen: Nach nur 83 Minuten setzte sich der TSV mit 3:0 (25:20, 28:26, 25:21) durch.

Die Entscheidung, wer ins Halbfinale kommt, fällt somit erst am kommenden Sonntag ab 16 Uhr vorm heimischen Publikum in der Fraport Arena. Gegen wen es für den Sieger dann gehen würde, steht auch noch nicht fest. Titelverteidiger Berlin verlor in Lüneburg und muss am nächsten Sonntag in der Bundeshauptstadt ebenfalls ums Weiterkommen bangen.

Wollen die United Volleys im Wettbewerb bleiben, müssen sie sich gegenüber der Vorstellung aus Vilsbiburg gewaltig steigern. „Wir haben sehr viel Energie reingehängt, aber es ist uns heute nicht gelungen, dem Druck standzuhalten“, konstatierte Frankfurts Trainer Michael Warm, der als die Hauptursache für die verdiente Pleite die schwache Annahme ausgemacht hatte. Vor allem Adrian Aciobanitei „schwamm“ regelrecht. Der Rumäne wurde schon im ersten Satz rausgenommen. Der für ihn gekommene Bastian Schwarz (mit elf Punkten Teambester) brachte zwar mehr Ruhe ins Spiel der Gäste; perfekt war die Annahme aber weder bei ihm, noch bei Moritz Karlitzek. „Der Gegner hat sehr stark aufgeschlagen. Wir standen ständig unter Druck, konnten dadurch unser Angriffsspiel nicht wie gewohnt aufziehen. Wenn die Chance mal da war – wie in der Schlussphase des zweiten Durchganges, als wir zwei Satzbälle hatten – waren wir nicht kaltschnäuzig genug.“

Der Favorit tat sich gegen den kompakten Block und die starke Abwehr um TSV-Libero Ferdinand Tille schwer. Vor allem der Australier Lincoln Williams fand, wie schon in den jüngsten beiden Matches, überhaupt nicht ins Spiel. Das Problem war ein personeller Engpass. Issei Otake musste für einen Tag in seine japanische Heimat fliegen, und ein anderer Diagonalspieler war nicht da. Deshalb ließ Warm ab dem zweiten Satz auf dieser Position Adrian Aciobanitei spielen. „Er hat diese Aufgabe ordentlich bewältigt. Aber selbstverständlich wurde weniger über die Diagonalposition gespielt als sonst“, erklärte der Coach. Durch die schwache Annahme konnte Patrick Steuerwald auch die beiden starken Mittelblocker Lukas Bauer und Tobias Krick nicht oft genug bedienen. „Diesmal war Herrsching einfach die bessere Mannschaft“, bestätigte Michael Warm.

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