Für seinen Eifer belohnt: United-Diagonalspieler Lincoln Williams.
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Für seinen Eifer belohnt: United-Diagonalspieler Lincoln Williams.

United Volleys

Mit links zum Erfolg

  • vonKatja Sturm
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Die United Volleys Rhein-Main revanchieren sich mit einem 3:1 in eigener Halle für ihre bitterste Hinspielniederlage. Der Australier Lincoln Williams sammelt dabei die meisten Punkte.

Das Training hat sich ausgezahlt. Vier Tage lang hatten die United Volleys Rhein-Main in der vergangenen Woche in der Frankfurter Ballsporthalle üben können; zudem richtete der Bundesligist zuletzt den Fokus auf Diagonalspieler Lincoln Williams. Mit dem Ergebnis, dass die Hessen ihre Revanche gegen die Powervolleys aus Düren vor 2126 Zuschauern in der Unterliederbacher Arena am Sonntag erfolgreich gestalten konnten und nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel diesmal selbst mit 3:1 (25:20, 25:22, 18:25, 25:20) die Oberhand behielten. Damit rangieren sie vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Meister aus Berlin, der allerdings eine Partie weniger absolviert hat.

„Es ist gut, dass wir jetzt ein kleines Polster haben“, erklärte Trainer Michael Warm nach der Partie. Denn im Februar warten drei schwere Aufgaben auf die Hessen: die Auswärtsspiele in Herrsching, beim Meister in der Hauptstadt sowie beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer Friedrichshafen. Zudem stärkt ein Auftritt wie der am Sonntag, in dem sich der Vorjahresdritte allein im dritten Satz eine längere Schwächephase leistete, das Selbstbewusstsein.

Von Anfang an hatten die Gastgeber das routinierte Team von Trainer Stefan Falter mit starken Aufschlägen unter Druck gesetzt, allein im ersten Satz sieben Punkte mit der Spieleröffnung erzielt. Somit drehten sie im Vergleich zur ersten Begegnung der beiden Mannschaften in dieser Saison den Spieß direkt um, denn damals hatte Düren die Volleys quasi „abgeschossen“, wie Warm zuletzt noch rückblickend erklärte.

Im zweiten Durchgang gab es allerdings erst einmal einen Schockmoment zu verkraften: United-Mittelblocker Lukas Bauer landete bei einer Abwehraktion auf dem Fuß von Mitspieler Williams und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht unterm Netz liegen. Eine genauere Diagnose stand am Abend noch aus und soll am heutigen Montag bei weiteren Untersuchungen im Klinikum Höchst gestellt werden. Doch mitspielen konnte der 28-Jährige gestern nicht mehr. Positionskollege Georg Escher sprang allerdings mühelos in die Bresche.

Ansonsten hatten die Gastgeber nur ein paar Probleme, als Düren einen zweiten Diagonalspieler aufbot und überwiegend über hohe Bälle zu Punkten kam. Doch Trainer Warm nahm die Seinen in Schutz. Es gelte noch immer, was er zu Beginn der Saison gesagt habe: dass seine Mannschaft jung sei und entspreche das eine oder andere immer mal falsch laufen könne.

Doch es stimmte, wie Williams betonte, diesmal auch die Mentalität. So gaben die United Volleys, selbst wenn es mal eng wurde, nie nach und blieben stets konzentriert. Er selbst sammelte dabei allein 23 Zähler und wurde mit der Auszeichnung als wertvollster Spieler der Partie (MVP) belohnt.

„Ich habe seit Weihnachten hart gearbeitet“, erklärte Williams. Sein Headcoach ergänzte, man habe bei dem 24-Jährigen einiges umgestellt. Denn nach den ersten Spielen hätten die Gegner sich zu leicht ausrechnen können, wohin der im Sommer gekommene Nachfolger von Christian Dünnes schlägt. Mehr Variantenreichtum war gefragt. Und da auch die Abstimmung mit Zuspieler Patrick Steuerwald immer besser wird, läuft es jetzt richtig gut bei dem Mann mit dem starken linken Arm.

(kaja)

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