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Starke Premiere in Frankfurt: der griechische Nationalspieler Andreas-Dimitrios Fragkos.

United Volleys

Neuzugang Andreas Fragkos wendet die erste Heim-Nullnummer der Volleys in der Champions League ab

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Die Frankfurter schienen gegen den elfmaligen belgischen Meister Roeselare auf eine klare 0:3-Niederlage hinzusteuern. Am Ende verlieren sie zwar 2:3, verdienen sich aber für die zwei gewonnenen Sätze einen Punkt, der noch wichtig werden könnte.

Noch vor wenigen Tagen schien die Profi-Karriere von Andreas-Dimitrios Fragkos ins Stocken geraten zu sein. Der 29 Jahre alte Nationalspieler qualifizierte sich zwar mit Griechenland souverän für die Europameisterschaften im September 2019 – und steht damit vor seiner sechsten EM-Teilnahme. Doch bei seinem Heimatverein Olympiakos Piräus geriet der Außenangreifer plötzlich etwas ins Abseits. Weil der Traditionsclub abermals auf dem Transfermarkt zuschlug und seinen Kader weiter verstärkte, drohte Fragkos plötzlich die Zuschauer-Rolle. Er handelte schnell: Als Frankfurt anfragte, löste der Grieche seinen Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen mit Piräus auf – und stand bereits gestern bei seinem neuen Verein United Volleys auf dem Volleyball-Feld. Und die Premiere des Zwei-Meter-Hünen war verheißungsvoll. Die Hessen verloren in der Champions League zwar gegen den elfmaligen belgischen Meister Knack Roeselare zu Hause mit 2:3 (20:25, 17:25, 25:21, 25:21, 8:15), machten vor 1000 Zuschauern in der Fraport Arena aber einen 0:2-Satzrückstand wett und kassierten für die knappe Niederlage noch einen Zähler. Damit verteidigten die Frankfurter (4 Punkte) nach drei Spielen zum Ende der Hinrunde ihren zweiten Tabellenplatz in der Gruppe A. Halkbank Ankara (2 Punkte) könnte heute mit einem Überraschungssieg gegen Tabellenführer und Titelverteidiger Zenit Kazan (6) an den Hessen vorbeiziehen. Roeselare liegt mit drei Punkten auf Rang drei. Ein Sieg zu Beginn der Rückrunde am 30. Januar in Ankara ist nun für die Volleys Pflicht, um den Traum vom Viertelfinale weiter am Leben zu halten.

Fragkos, mit Piräus Meister und Pokalsieger sowie einst in der italienischen Liga bei Top Volley Latina aktiv, war am Montag in Frankfurt eingetroffen. Und der Grieche zeigte gestern auf Anhieb, dass er ein neuer Schlüsselspieler werden dürfte. „Es war schon beeindruckend, was er im Training gezeigt hat“, meinte Trainer Stelio DeRocco. Mitte des zweiten Satzes wurde Fragkos beim Stand von 14:19 eingewechselt. Zwar ging der Durchgang noch verloren. Aber mit seinen Punkten und vor allem seiner antreibenden Art hauchte er seinem Team neues Leben und Mut ein. Denn zuvor waren die Hessen anderthalb Sätze lang das klar schwächere Team gewesen. Der sonst so starke Moritz Karlitzek leistete sich gleich zu Beginn zwei klare Aufschlagfehler und verschätzte sich bei einer Ballannahme. Die Volleys gerieten mit 12:16 in Rückstand und wirkten verunsichert. Auch die Zuspiele von Adam Kocian kamen nicht mehr so genau, er wurde zeitweise durch Maksim Buculjevic ersetzt. Die starken Belgier, von rund 50 mitgereisten Fans unterstützt, schienen auf einen 3:0-Auswärtssieg hinzusteuern. Doch mit Fragkos, der immer wieder auf seine neuen Mitspieler einredete, blühten Kocian und Co. neu auf. Zum zweiten Sieg im dritten Spiel reichte es nicht mehr. Dennoch zeigten die Volleys vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag (16 Uhr) gegen die SVG Lüneburg gute Moral. Mit einem klaren Sieg können die Frankfurter mit dem Tabellenzweiten gleichziehen.

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