Sponsorensuche

TV-Übertragungen könnten United Volleys Geld kosten

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Am Sonntag die schwere Aufgabe in Düren, und nebenbei Sponsorensuche für die neuen Fernseh-Übertragungen: Die United Volleys erleben interessante Tage.

Für die Mannschaft und das Trainerteam der United Volleys Rhein-Main verliefen die vergangenen Tage wie gewohnt: Sie bereiteten sich auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag (14.30 Uhr) in Düren vor. Eine schwere Partie. Manager Henning Wegter hatte indes mit ungewohnten Aufgaben zu tun. Nachdem bekannt wurde, dass der Spartensender Sport 1 in dieser Saison bis zu sieben Spiele der Volleyball-Bundesliga zeigt und die United Volleys mehrfach dabei sein werden, begab sich Wegter umgehend auf die Suche nach Sponsoren, die für ein Erscheinen im TV gutes Geld zu zahlen bereit sind.

Für mittwochs ab 19 Uhr sind die Übertragungen geplant, ausschließlich in großen Hallen – Max-Schmeling-Halle in Berlin, Arena in Friedrichshafen, Olympiahalle in Innsbruck, Arena in Mannheim/Pokal-Finale. Als einziger Standort gleich zweimal berücksichtigt wurde die Frankfurter Fraport Arena. Es betrifft das Spiel am 3. Januar gegen den Rekordmeister VfB Friedrichshafen und zuvor das Match gegen Meister Berlin am 22. November. „Das Frauenspiel zwischen Schwerin und Potsdam schauten sich 210 000 Zuschauer bei Sport 1 an. Die Männer-Liga ist in dieser Saison ausgeglichen wie nie. Deshalb hoffe ich, dass sich unser Spitzenspiel gegen Berlin noch mehr Menschen im Fernsehen anschauen wollen“, meint Wegter. Allerdings beginnt an diesem Tag um 20.45 auch das Champions-League-Fußballspiel der Bayern beim SC Anderlecht. Das könnte den einen oder anderen dazu bewegen, den Kanal zu wechseln.

Geld bekommen die Volleyballer von Sport 1 keins. Und da die Spiele mittwochs stattfinden müssen, einige Fans das Fernsehen dem Besuch in der Halle vorziehen, könnte die TV-Übertragung den Heimverein sogar Geld kosten. Wegter sieht die Zusammenarbeit dennoch positiv: „Wenn wir in Deutschland den Boom in den öffentlich-rechtlichen Sendern nutzen, ist einiges möglich. Und sollten wir Sponsoren für die Werbebanden etcetera finden, könnten wir einen Gewinn machen. Positive Signale gibt es schon.“

Trainer Michael Warm beschäftigt sich freilich nur mit dem schweren Sonntagsspiel in Düren. Der Tatsache, dass Düren noch nie gegen seine Mannschaft gewinnen konnte, will er keine Bedeutung zukommen lassen. „Meister Berlin 3:0 zu schlagen, wie Düren zum Saisonauftakt, ist schon lange keinem Team mehr gelungen. Sie haben sich mit dem belgischen Zuspieler Stijn D’Hulst und Außenangreifer Dirk Westphal gut verstärkt, haben mit Michael Andrei, Tim Broshog und Jaromir Zachrich drei erfahrene Mittelblocker“, sagt Warm, der nach den Eindrücken aus dem Training seinem Team eine gute Form attestiert. Da Düren-Coach Stefan Falter ankündigte, die United Volleys mit harten Angaben unter Druck setzen zu wollen, ist besonders die Annahme gefordert.

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