+
Unzufrieden: Volleys-Trainer Michael Warm.

CEV-Pokal

United Volleys: Abschied von der internationalen Bühne

  • schließen

Die United Volleys Rhein-Main müssen sich von der internationalen Bühne verabschieden. Nach der 2:3-Hinspiel-Niederlage am Mittelmeer unterlagen die Volleyballer aus Hessen vor 1676 Zuschauern

Die United Volleys Rhein-Main müssen sich von der internationalen Bühne verabschieden. Nach der 2:3-Hinspiel-Niederlage am Mittelmeer unterlagen die Volleyballer aus Hessen vor 1676 Zuschauern in der Rüsselsheimer Großsporthalle dem siebenmaligen französischen Meister Montpellier Volley UC 0:3 (27:29, 21:25, 19:25). Damit hat der Halbfinalist der vergangenen Saison diesmal schon den Einzug ins Achtelfinale des CEV-Pokals verpasst.

„Wenn wir den ersten Satz gewinnen, sieht es vielleicht anders aus. Danach konnten wir den Druck nicht aufrechthalten. Aber man muss auch anerkennen: Die sind eine starke Mannschaft, sind weiter als wir“, kommentierte die Niederlage Mittelblocker Lukas Bauer.

Gegenüber den letzten Begegnungen gab es in der Startformation nur eine Änderung: Anstelle des angeschlagenen Adrian Aciobanitei spielte Kapitän Sebastian Schwarz. Vom ersten Ballwechsel an wurde der erste Satz hochklassig und sehr spannend, ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen spektakulären Ballwechseln.

Beide Teams nahmen gut an, wehrten hervorragend ab, blockten stark. Was die Gäste am Netz an Rasanz voraus hatten, insbesondere durch Diagonalspieler Jean Patry und den Brasilianer Thiago Sens, machten die Gastgeber mit Spielwitz wett.

Nachdem die United Volleys drei Satzbälle nicht verwandeln konnten, brachten ein Ass des überragenden Zuspielers Davide Saitta sowie ein verschlagener Schmetterball des im Angriff nicht wie gewohnt durchschlagkräftigen Moritz Karlitzek den Satzgewinn für die Franzosen. „Das waren zwei Fehler von Moritz, das darf nicht passieren“, ärgerte sich Trainer Michael Warm.

Den Start in den zweiten Durchgang hatten die Gastgeber verschlafen (2:7). Ein toller Einerblock von Schwarz brachte nach einer Steigerung das 11:11. Bis zum 16:17 blieb die Partie offen. Dann schlichen sich aber wieder Fehler ein, der Gegner konnte davon ziehen und sich mit dem verdienten 25:21 der nächsten Runde bis auf einen Satz annähern. Diesen holten sich die routinierteren Gäste aus Südfrankreich souverän.

Während sie das anfängliche hohe Niveau im dritten Satz noch steigern konnten und das Spiel allmählich deutlich dominierten, häuften sich bei den United Volleys die Fehler. Man musste neidlos anerkennen: Montpellier war die bessere Mannschaft.

„Gegen Montpellier darf man verlieren. Aber ich war mit der Leistung nicht zufrieden. Man hat uns angemerkt, dass wir nicht richtig trainieren konnten, weil einige Spieler angeschlagen waren. Wir waren diesmal nicht frisch, niemand hat die Energie aufgebracht, um durch das Abwehrbollwerk durchzukommen“, analysierte Michael Warm, der die Abstimmung im Angriff kritisierte. „Moritz Karlitzek und Lincoln Williams wollten zu viel, machten dadurch unnötige Fehler.“

Die Hessen können sich nun auf die Bundesliga konzentrieren, in der es am Donnerstag gilt, den zweiten Platz mit einem Sieg bei den Netzhoppers Königspark zu verteidigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare