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Zufriedene United Volleys: Georg Escher, Adrian Aciobanitei, Issei Otake, Moritz Karlitzek und Lukas Bauer (von links)

Volleyball

United Volleys: So darf’s weitergehen

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Souverän 3:0 gewonnen, weiter in der Spitzengruppe der Bundesliga: Dennoch war Trainer Michael Warm nach dem 25:18, 25:23, 25:19 seiner United Volleys Rhein-Main gegen die Bergischen Volleys aus Solingen nicht restlos zufrieden.

Michael Warm fand nach dem 3:0-Sieg der United Volleys gegen die Bergischen Volleys noch einiges, woran zu arbeiten ist. „Die Annahme hat mir nicht gefallen, in der Verteidigung waren wir nicht gut und die Angaben waren unnötig riskant.“ 16 Angaben wurden verschlagen. Warm: „Zu viel gegen einen Gegner, der so schon genug beschäftigt war.“

Hat die Annahme geklappt, lief es wie am Schnürchen. In 81 Prozent der Fälle gab es daraus einen Punkt für die United Volleys. Gepunktet wurde von allen Positionen, vor allem von außen. „Gegen die Rückraum-Angriffe in der Mitte steht der Block des Gegners sicher, außen jedoch weniger“, lautete die Analyse von Warm, die im Spiel entsprechend umgesetzt wurde. Nutznießer dieser Pässe nach außen waren Moritz Karlitzek (17 Punkte) und Issei Otake (11). „Es war abgesprochen, dass auf der Diagonalen im ersten Match Lincoln Williams und im zweiten Otake spielen werden. Ich wollte mir von beiden ein Bild machen. Und beiden das Gefühl geben, dass sie hier angekommen sind. Nun weiß ich, dass beide stark sind, unterschiedlich agieren und ich sie alternativ je nach Gegner und Bedürfnissen einsetzen kann“, freut sich der Coach. Am spektakulärsten spielte Moritz Karlitzek, der 75 Prozent seiner Angriffe in Punkte umsetzte und vom gegnerischen Coach Johann Isacsson zum wertvollsten Spieler des Tages gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die auch Patrick Steuerwald hätte erhalten können. Der Steller der United Volleys war einfach überragend. „Er weiß genau, was er tun muss, wann er welchen Pass spielen soll. Das macht es für uns Angreifer leichter“, lobte Karlitzek den 31-jährigen Zuspieler. Auch Mittelblocker Georg Escher, der neun Punkte machte, sieht auf der wichtigsten Position eine Verbesserung. „Sein Vorgänger Jan Zimmermann war stark, hatte aber noch nicht die Erfahrung wie Patrick. Dem könnte man die Augen zubinden und er würde trotzdem den Arm des Angreifers finden. Er weiß einfach, was wir machen.“ Die Erfahrung erwarb sich Steuerwald in 125 Länderspielen, Einsätzen in Italien, Polen und Frankreich sowie in Deutschland, wo er mit Haching dreimal den DVV-Pokal gewann und 2009 auch die Europaliga. Mit den United Volleys will er ganz oben angreifen. „Wir haben noch Reserven, können und müssen uns steigern, vor allem in der Annahme. In der ausgeglichenen Bundesliga reichen 90 Prozent nicht aus, da braucht man 100 Prozent.“ Steuerwald glaubt, dass sein Team, bringt es die 100 Prozent, kaum zu schlagen sei. „Wir sind auf allen Positionen gleich stark besetzt und gefährlich. Das macht mir die Verteilung der Bälle auch leicht. Egal, wohin ich den Pass spiele, wartet dort ein starker Abnehmer.“

( löf)

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