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Duell am Netz zwischen Moritz Karlitzek (links) von den United Volleys und Andre Brown (TSV Herrsching).

Volleyball-Bundesliga

United Volleys kämpfen Herrsching nieder

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111 spannende Spielminuten benötigten die gastgebenden United Volleys Rhein-Main, um den Bundesligisten TSV Herrsching vor 1073 Fans mit 3:1 (20:25, 30:28, 25:20, 25:22) zu besiegen.

„Ich bin stolz auf die Jungs“, betonte Trainer Michael Warm. „Es war eine Frage der Mentalität, dass wir es geschafft haben, sich gegen einen über weite Strecken unglaublich selbstbewussten und abgezockten Gegner trotz der anfänglichen Probleme in der Annahme so in das Match rein zu beißen“, fügte der Coach, der den Gewinn des zweiten Satzes als Schlüssemoment bezeichnete, hinzu.

Zum besten Spieler beim Gegner bestimmte er den slowakischen Zuspieler Michal Sladecek, der seine Angreifer trotz nicht immer optimaler Annahme oft frei spielen konnte. Als Spieler des Tages bei den Gastgebern wurde vom TSV-Coach Maximilian Hauser der 19 Jahre junge und 2,11 Meter große Mittelblocker Tobias Krick ausgesucht (14 Punkte, 58 Prozent Erfolgsquote im Angriff, drei Blocks). 18 Jahre und 32 Zentimeter trennen die beiden Geehrten, die nebeneinander wie Pat und Patachon gewirkt haben.

Bei den Frankfurtern hätte man auch den anderen Mittelblocker Georg Escher wählen können, der im Block (fünf Punkte) seinem Spitznamen („Berliner Mauer“) alle Ehre machte und im Angriff mit sieben Punkten bei elf Versuchen die beste Quote aller Protagonisten hatte (64 Prozent). „Die Mittelblocker haben uns das Spiel gewonnen“, meinte Markus Steuerwald, der die Riesen in der Mitte auch prompt mit 30 Pässen versorgte. Dies war nur dank der im Verlauf der Partie stark verbesserten Annahme möglich. Moritz Karlitzek (71 Prozent gut) und Libero Julian Zenger (67 Prozent) gingen voran, der in der Abwehr und im Aufschlag starke Adrian Aciobanitei nahm nach elf Patzern zu Beginn dann auch gut an. Ab dem zweiten Satz schlugen auch die zunächst zögerlichen Angaben der Frankfurter knallhart beim Gegner ein. „Das ist eine emotionale Angelegenheit“, meint Warm. Klappen die Annahme und der Angriff, trauen sich die Spieler auch risikoreiche Aufschläge zu und treffen“.

Die meisten Punkte (20) gelangen dem spektakulär hart schlagenden Australier Lincoln Williams . Perfekt war die Leistung noch lange nicht. Verständlich bei einem weitgehend neu zusammen gestellten Team.

„Wir haben noch Abstimmungsprobleme. Nicht jeder Pass kommt so, wie ihn der Angreifer benötigt, nicht jeder Angreifer springt so, wie er bei meinem Zuspiel sollte“, erklärt Steuerwald. „Wir haben aber weniger Fehler als Herrsching gemacht“, ergänzt Bastian Schwarz. „Im Angriff waren wir effizienter, unser Block hat sich gut auf den Gegner eingestellt“, so der Außenangreifer, der wegen seiner gesundheitlichen Probleme nach wie vor nur sporadisch in der Annahme eingesetzt werden konnte.

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