Verbraucher aufgepasst

DB-Preise, Hartz IV und Corona-Regeln: Das ändert sich ab Dezember 2020

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Im Dezember 2020 stehen wieder viele Änderungen an. Sie betreffen Hartz IV und die Deutsche Bahn (DB). Auch eine Verschärfung der Corona-Regeln steht bevor.

  • Auch im Dezember 2020 kommen auf Verbraucher wieder viele Änderungen zu.
  • Noch vor Weihnachten erhöht die Deutsche Bahn (DB) beispielsweise einige Preise.
  • In Hessen stehen die verschärften Corona-Regeln an.

Frankfurt – Im Dezember 2020 kommen auf die Verbraucher in Deutschland und insbesondere in Hessen auch wieder allerlei Änderungen zu. Unter anderem ist der Hartz-IV-Satz betroffen. Bei der Deutschen Bahn stehen Erhöhungen an, was Kunden weniger gefallen dürfte. Darüber hinaus werden auch die Corona-Regeln wieder strenger. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen im Dezember.

Verbraucher aufgepasst: Ab Dezember 2020 ändert sich noch vor Weihnachten wieder vieles (Symbolbild).

Änderungen im Dezember 2020: Neue Hartz-IV-Regelleistungen

Zwar steigen die Regelleistungen für Hatz-IV-Bezieher erst ab 2021, doch die neuen Leistungen werden schon im Dezember 2020 überwiesen. Des Weiteren werden auch die Mehrbedarfe entsprechend angepasst. Die neuen Hartz-IV-Leistungen für 2021 werden am 30.12 und 31.12.2020 ausgezahlt.

Hartz-IV-Regelsatz
Alleinstehend/Alleinerziehend446 Euro (14 Euro mehr als 2020)
Paare/Bedarfsgemeinschaften401 Euro (12 Euro mehr als 2020)
Erwachsene im Haushalt anderer357 Euro (12 Euro mehr als 2020)
Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren373 Euro (45 Euro mehr als 2020)
Kinder von 6 bis unter 14 Jahren309 Euro (1 Euro mehr als 2020)
Kinder von 0 bis 6 Jahre283 Euro (33 Euro mehr als 2020)
Quelle: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Wichtige Änderungen ab Dezember 2020: Deutsche Bahn (DB) erhöht die Preise

Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilt, wird Bahnfahren wieder teurer. Am 13. Dezember, pünktlich zum Fahrplanwechsel im Fernverkehr, würden die Preise angepasst. Im Durchschnitt stiegen die Preise für Fernfahrten um ein Prozent an. Auch Flexpreise sind von der Preiserhöhung der DB betroffen. Durchschnittlich ist hier ein Anstieg um 1,5 Prozent in Planung. Bei den Streckenzeitkarten und bei der BahnCard 100 steigen die Preise sogar um durchschnittlich 1,9 Prozent.

Schlaue Verbraucher können aber jetzt noch einmal sparen. Wenn Sie bis einschließlich 12. Dezember buchen, sind sie von den Preisänderungen der Deutschen Bahn noch nicht betroffen. Wer also früher bucht, fährt bei der DB noch zu den alten Preisen und kann bares Geld sparen.

Änderungen im Dezember 2020: Verschärfung der Corona-Regeln – Das müssen Sie beachten

Am 25. November einigten sich die Ministerpräsidenten der Länder auf strengere Corona-Regeln in Deutschland, denn noch immer grassiert das Coronavirus in Deutschland. Auch in Hessen kommen damit strengere Regeln auf die Bürger zu. So werden die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft. Während sich im November noch maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen durften, wird diese Zahl im Dezember halbiert. Dann sind nur noch maximal fünf Personen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren sind davon allerdings ausgenommen. Beim Weihnachtsfest gibt es eine Ausnahmeregelung. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar können bis zu zehn Personen zusammenkommen. 

Öffentliche Silvesterfeiern sind nach den neuen Corona-Regeln in Hessen ebenso verboten. Doch Verbote Feuerwerk zu zünden wird es nicht geben. Die einzelnen Kommunen legen demnach fest, wo das Böllern an Silvester erlaubt ist, um große Gruppenansammlungen zu vermeiden. Auch der Einzelhandel in Hessen ist von den verschärften Corona-Regeln betroffen. So sehen die Auflagen für den Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft vor, dass ein Kunde pro 20 Quadratmeter erlaubt ist, wenn die Verkaufsfläche 800 Quadratmeter oder mehr beträgt. In Geschäften die kleiner sind, bleibt es dagegen bei einem Kunden pro zehn Quadratmeter.

Wichtige Änderungen ab Dezember: Verkäufer muss Teil der Maklerprovision selbst zahlen

Wer einen Makler beauftragt hat, muss ab dem 23. Dezember mindestens die Hälfte der Maklerprovision selbst zahlen. Bisher blieb diese unliebsame Aufgabe häufig am Käufer hängen. Jetzt müssen sich also auch Verkäufer an der Maklerprovision beteiligten. Außerdem kommt als Neuerung im Dezember 2020 noch hinzu, dass der Maklervertrag dann in Textform vorliegen muss. Reine mündliche Absprachen reichen dann nicht mehr. Die Provision an den Makler muss erst dann gezahlt werden, wenn der Kaufvertrag abgeschlossen wurde. Außerdem muss der Käufer seinen Anteil künftig erst dann an den Makler zahlen, wenn der Verkäufer seine Zahlung nachgewiesen hat. So soll es künftig vermieden werden, dass die Maklerprovision vollständig am Käufer hängen bleibt. (Sophia Lother)

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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