Viele Hunde verstecken sich bei Gewitter. Mit einigen Tricks können Halter für Entspannung sorgen. (Symbolbild)
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Viele Hunde verstecken sich bei Gewitter. Mit einigen Tricks können Halter für Entspannung sorgen. (Symbolbild)

Tipps und Tricks

Gewitter-Stress für Hund und Katze: Wie Sie Ihr Haustier beruhigen können

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Bei Unwettern mit Gewitter geraten Haustiere oftmals in Panik. Wie können Besitzer von Hunden und Katzen die Vierbeiner am besten beruhigen?

Frankfurt - Wenn Unwetter mit Gewitter und Regen über das Land ziehen, ist das für Menschen oft eine ungemütliche Sache. Einige Haustiere leiden jedoch regelrecht, wenn der Donner grollt und Blitze über den Himmel zucken. Die Angst vor Gewitter ist vor allem bei Hunden weit verbreitet. Wenn der Vierbeiner jault, sich versteckt oder aufgeregt durch das Haus rennt, sind Halter schnell überfordert. Mit einigen Tricks können sie es Hund und Katze jedoch etwas angenehmer machen.

Gewitter bedeutet für viele Haustiere oft Stress. Doch woher kommt das? Es ist nicht nur der dunkle Himmel, das Krachen von Donner und Blitz oder der Wind, der Tiere verängstigen kann. Hunde merken beispielsweise auch den Druckabfall, wie Tierverhaltensforscherin Terry Curtis in einem Bericht von National Geographic sagte. Hinzu kommt, dass sich das Fell der Vierbeiner elektrisch auflädt und das kann durchaus unangenehm sein. Einige Hunde verstecken sich vermutlich deshalb an antistatischen Orten, wenn es gewittert. Zum Beispiel im Badezimmer.

Hund oder Katze hat Angst bei Gewitter: Wie Besitzer ihren Haustieren helfen können

Generell merken Tiere Veränderungen in der Umgebung recht schnell. Außerdem gibt es „ein paar Hinweise darauf, dass es eine gewisse genetische Veranlagung dafür gibt, dass Tiere eine Geräuschphobie entwickeln“, so Wissenschaftlerin Kelly Ballyntyne in dem Online-Bericht der Zeitschrift. Was also tun, wenn das Haustier bei Gewitter Angst hat?

In den heimischen vier Wänden ist es für Tiere nicht so einfach wie in der freien Natur einen sicheren Unterschlupf zu finden. Da werden auch mal kuriose Orte aufgesucht. Der Schäferhund springt dann ins Waschbecken und die Katze in den Kleiderschrank. Für den Mensch sei es in diesen Situationen wichtig, Ruhe auszustrahlen, sagt Haustier-Expertin Jana Hoger von der Tierschutzorganisation PETA gegenüber baden.fm.

Haustiere und Gewitter: Wenn Hund und Katze in Panik verfallen – Lärm und Stress reduzieren

Die Tiere sollten in ihrer Panik nicht alleine gelassen werden. Um Hund und Katze in ihrem Verhalten jedoch nicht zu bestätigen, ist viel gutes Zureden auch nicht die beste Strategie. Stattdessen lieber aktiv für Rückzugsorte sorgen, normal bleiben und das Tier ablenken.

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Mit ein paar Tricks, sorgt der Besitzer im Nu für eine entspanntere Atmosphäre. Dazu die Fenster und eventuell auch Türen schließen. Auch die Jalousien können runtergelassen werden. Um den Lärm des Gewitters zu überdecken, hilft auch Musik oder das Abspielen von Naturgeräuschen. Hört der Hund noch auf eine Ansprache, ruhig mal ein wenig mit dem Tier spielen. Kauen empfinden Vierbeiner ebenfalls als entspannend bei stressigen Situationen.

Gewitter: Wie lässt dich Hund und Katze beruhigen? „Thundershirts“ können helfen

Damit sich das Fell bei Gewitter nicht auflädt, gibt es zudem spezielle antistatische Hundemäntel. Das Tier eng aber nicht zu eng, in eine Decke einzuwickeln, kann auch helfen. Einen ähnlichen Effekt haben sogenannte „Thundershirts“. Das sind eng anliegende Bodys und Westen für Hunde und Katzen, die ein leichtes Druckgefühl ausüben. Die passende Größe sollte hier beachtet werden, sonst geht das Ganze im schlimmsten Fall nach Hinten los.

Wenn sich das Tier bei Gewitter gar nicht mehr beruhigen lässt, können notfalls auch pflanzliche Tier-Beruhigungsmittel helfen, so Hoger. Der Einsatz sollte jedoch vorher unbedingt mit dem Tierarzt besprochen werden. (svw)

Nach heftigem Unwetter in Italien hat eine Ikea-Filiale beschlossen, Straßenhunde in der Möbelausstellung wohnen zu lassen. Die Begeisterung unter den Kunden war groß.

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