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Dringender Rückruf ausgeweitet: Listerien in Wurst entdeckt

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Von: Karolin Schäfer

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In einer Wurst wurden gefährliche Bakterien entdeckt. Der Rückruf für das Produkt wurde nun ausgeweitet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt.

Kassel – Erst kürzlich warnte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vor gesundheitsschädlichen Bakterien in einer Mettwurst. Der Behörde zufolge wurden in der Putenzwiebelmettwurst des Herstellers Aldag sogenannte Listerien nachgewiesen.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten demnach unbedingt auf den Verzehr der Mettwurst verzichten. Nun wurde der ursprüngliche Rückruf vom 10. August erheblich ausgeweitet. Das teilte das Bundesamt am Donnerstag (18. August) in einer Erklärung mit.

Wurst-Rückruf ausgeweitet: Weitere Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen

Bislang waren nur Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 10.08.2022 betroffen. Nun sind auch weitere Haltbarkeitsdaten sowie Verpackungseinheiten von dem aktuellen Rückruf betroffen:

HerstellerHeinrich Aldag Altländer
Mindesthaltbarkeitsdatum10.08.2022, 20.08.2022, 25.08.2022, 30.08.2022
Produktionsdatum01.07.2022, 04.08.2022, 11.08.2022
Verpackungseinheit50 Gramm, 125 Gramm, 250 Gramm, 500 Gramm, 1000 Gramm
Los-Kennzeichnung210722, 040822, 110822

Wurst im Rückruf: Keine Informationen seitens des Unternehmens

Seitens des Unternehmens liegen keine Informationen über die Rückrufaktion vor, berichtete das Verbraucherportal produktwarnung.eu. Daher ist nicht bekannt, ob und wie die betroffene Ware zurückgegeben werden kann. Das Portal empfiehlt, die Wurst im Handel zurückzugeben oder zu entsorgen. Üblicherweise wird bei einer Rückgabe der Kaufpreis erstattet. Angeboten wurden die verunreinigten Würste in drei Bundesländern. Dabei handelt es sich um Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Rückruf: In einer Mettwurst wurden gefährliche Listerien nachgewiesen. (Symbolbild)
Rückruf: In einer Mettwurst wurden gefährliche Listerien nachgewiesen. (Symbolbild) © Bernd Jürgens/dpa

Rückruf von Wurst: So äußert sich eine Listerien-Infektion

Listerien sind gefährliche Bakterien. Eine Infektion äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen mit Symptomen wie Durchfall, Fieber, Erbrechen und allgemeinem Unwohlsein. In der Regel verläuft eine Erkrankung harmlos. Doch vor allem bei Risikogruppen, wie Schwangeren, Älteren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können schwere Krankheitsverläufe auftreten.

„Schwangere, die dieses Lebensmittel gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen“, rät das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. In jedem Fall sollte die vom Rückruf betroffene Wurst nicht mehr verzehrt werden. Wer nach dem Verzehr entsprechende Symptome zeigt, sollte sich dringend in ärztliche Behandlung begeben. (kas)

Grill-Fans sollten hier hellhörig werden: Bratwürste befinden sich derzeit im Rückruf. Besonders Allergikerinnen und Allergiker werden vom Hersteller gewarnt.

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