Fotomontage: Links ein Coryphodon, rechts eine Unterwasseraufnahme eines schwimmenden Elefanten.
+
Coryphodon sind Säugetiere, die vor etwa 59 bis 51 Millionen Jahren auf der Erde lebten und bereits im Wasser baden gingen.

Verhalten von Landtieren im Wasser

58 Millionen Jahre alte Fußabdrücke zeigen, wann Säugetiere begannen, im Meer zu baden

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
    schließen

Viele Landtiere sind gute Schwimmer und gehen zum Abkühlen in hiesige Gewässer. Forscher haben entdeckt, dass Säugetiere schon seit 58 Millionen Jahren regelmäßig schwimmen gehen.

Utah/Texas, USA - Wir Menschen lieben es, uns bei hohen Temperaturen, wie in den vergangenen Wochen (*FNP berichtete), im See oder Pool abzukühlen. Und egal, ob Hund oder Elefant: Auch andere Land-Säugetiere gehen öfter mal baden. „Fast alle Säugetiere können von Geburt an schwimmen“, erklärt Professor Christopher Bridges von der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf (HHU) gegenüber der Rheinischen Post.

Dabei handelt es sich um kein neues Verhaltensmerkmal. Forscher haben kürzlich herausgefunden, dass Säugetiere bereits vor 58 Millionen Jahren vorzugsweise im Meer geschwommen haben, wie sie im Fachblatt Scientific Reports schreiben.

Forscher: „Die Tiere kamen regelmäßig ans Meer“

Die US-amerikanischen Wissenschaftler Anton Wroblewski von der University of Utah und die Biodiversitätswissenschaftlerin Bonnie Gulas-Wroblewski vom Texas A&M Natural Resources Institute entdeckten in Felsen Spuren, die vermutlich von einem Coryphodon stammen - einem Säugetier, das vor etwa 59 bis 51 Millionen Jahren auf der Erde lebte.

Ihr Fundort - die Stadt Wyoming - lag vor 58 Millionen Jahren am Meer und wurde von großen Säugetieren bevölkert, die sich auch im Ozean aufhielten. Zuordnen ließen sich die im Sandstein konservierten Spuren vor allem zwei Arten: dem Nilpferd-ähnlichen Coryphodon sowie einem nicht näher definierten Vierzeher.

Das Forscherteam entdeckte Fußabdrücke in vier Sedimentschichten, die jeweiles eine andere Zeitspanne repräsentieren. „Diese vier Gesteinsschichten sagen uns, dass sich die Tiere nicht nur einmal am Meer aufhielten. Sie taten es sehr, sehr oft über zehntausende Jahre hinweg. Und deshalb glauben wir, dass die Funde ein Verhaltensmuster darstellen. Die Tiere kamen regelmäßig ans Meer“, so Wroblewski. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare