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Die Kirchturmspitze von Rudlfing in Bayern ragt über einem Rapsfeld auf. In den nächsten Tagen regnet es in wechselnden Regionen verbreitet. Foto: Lino Mirgeler

Waldbrandgefahr sinkt vorerst

April verabschiedet sich unbeständig

Warm und trocken war es über Ostern - nach diesem Geschenk verabschiedet sich der April mit klassischem Sonne-Regen-Mix. Das lässt die Waldbrandgefahr sinken. Die Sorge vor weiteren Bränden mindert das allerdings vorerst kaum.

Offenbach (dpa) - Der April verabschiedet sich mit monatstypisch unbeständigem Wetter. In den nächsten Tagen regnet es in wechselnden Regionen verbreitet - auch der 1. Mai könnte zumindest in der Osthälfte Deutschlands von Schauern geprägt sein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Die Höchsttemperaturen sollen zunächst nur noch zwischen 10 und 16 Grad liegen. Vor allem in höheren Lagen sind nachts Bodenfrost und Glätte durch überfrierende Nässe möglich. Von Dienstag an wird es mit Tageshöchsttemperaturen von bis zu 18 Grad wieder milder.

In einigen Regionen regnete es schon am Wochenende. Zumindest Land- und Forstwirte dürften sich darüber sehr freuen. Der Regen ließ die Waldbrandgefahr in Brandenburg und Sachsen sinken. Auch in Thüringen nahm sie ab - doch genügend Regen kommt einem DWD-Meteorologen zufolge in den kommenden Tagen nicht herunter. "Das müsste eigentlich einmal eine Woche regnen." Die Feuchtigkeit sei nur in die oberen Schichten der Erde eingedrungen. Sobald die Sonne wieder scheine, steige die Waldbrandgefahr wieder.

In den vergangenen Tagen hatte es in Thüringen schwere Waldbrände unter anderem an der Bleichlochtalsperre und in Plaue gegeben. Die Pegelstände einiger Thüringer Flüsse sanken auf den niedrigsten durchschnittlichen April-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1961. Auch im Osten Sachsen-Anhalts sank die Waldbrandgefahr am Wochenende - in den übrigen Landesteilen galt am Samstag weiter Stufe 3 oder 4, in der Region Stendal die höchste Warnstufe 5.

Für die Bundesgartenschau (Buga) in Heilbronn würde ein weiterer Dürresommer mehr Aufwand und Kosten bedeuten. "Schon jetzt trifft uns die extreme Trockenheit", sagte Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas. Bereits im Februar mussten demnach die Grünflächen gegossen werden. "Das habe ich noch nie erlebt." Rund 30 Prozent der Buga-Flächen werden automatisch bewässert. Für die 900 neu gepflanzten Straßenbäume gibt es ein eigenes Bewässerungssystem. Es seien zuvor extra Fachleute befragt worden, welche Baumarten resistent gegen Trockenheit sind, so Faas. Die Wahl fiel demnach unter anderem auf Zelkove sowie Amber- und Zürgelbaum.

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