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Messerstecherei löst Amokalarm in Aschaffenburg aus - Türsteher schwer verletzt

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Von: Karolin Schäfer

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Türsteher weisen einen 18-Jährigen vor einem Club in Aschaffenburg ab. Die Auseinandersetzung endet in einer Messerstecherei und löst einen Großeinsatz aus.

Aschaffenburg – Der geplante Besuch einer Halloween-Party endete für einen 18-Jährige in Haft. Weil ihm am Freitagabend (28. Oktober) der Zutritt zu einem Club in Aschaffenburg verwehrt blieb, ging er auf einen der Türsteher mit einem Messer los.

Der 18-Jährige war in der Vergangenheit bereits wiederholt negativ in dem Club in der Würzburger Straße aufgefallen. Deshalb musste er auf Anweisung der Türsteher auch an diesem Freitagabend draußen bleiben. „Der junge Mann zeigte sich ausgesprochen uneinsichtig und drohte zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukehren“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und der Polizei.

Messerstecherei in Aschaffenburg: 18-Jähriger verletzt Türsteher schwer

Kurze Zeit später sei der 18-Jährige erneut vor dem Club aufgetaucht und bedrohte die Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes mit einem Messer. Diese setzten nach Polizeiangaben Pfefferspray ein, woraufhin der junge Mann zu einer gegenüberliegenden Tankstelle flüchtete.

Polizei sucht Hinweise

Um den Tatablauf zu rekonstruieren, sucht die Polizei nach Zeugen sowie Foto- und Videoaufnahmen. Wer die Auseinandersetzung am Freitagabend beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 06021/857-1733 bei der Polizei zu melden.

Als ihn einer der Türsteher festhalten wollte, versuchte der 18-Jährige auf den Sicherheitsmitarbeiter einzustechen. Dies konnte er zwar abwehren, wurde aber an der Hand schwer verletzt. Die Wunde musste später im Krankenhaus operativ behandelt werden, hieß es weiter.

Aschaffenburg: Messerstecherei löst Amokalarm aus

Weitere Mitarbeitende des Sicherheitsdienstes sowie andere Gäste konnten den Tatverdächtigen schließlich am Boden fixieren, bis die Polizei eintraf. Da das Geschehen zahlreiche Schaulustige anlockte, sperrten Polizei und Feuerwehr zunächst die Würzburger Straße ab. Aufgrund der anfangs unübersichtlichen Lage wurde nach Polizeiangaben „in der Aschaffenburger Leitstelle Amokalarm ausgelöst“. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.

Aufgrund der anfänglichen Unübersichtlichkeit musste die Würzerburger Straße gesperrt werden.
Aufgrund der anfänglichen Unübersichtlichkeit musste die Würzburger Straße gesperrt werden. © Armin Lerch/5vision.media

Drei Party-Gäste mussten aufgrund von Augenreizungen durch den Pfefferspray-Einsatz vom Rettungsdienst vor Ort behandelt werden. Eine Person erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde ebenfalls versorgt.

Der 18-Jährige wurde von den Polizeibeamten vorläufig festgenommen und am Samstag (29. Oktober) auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. (kas)

In Frankfurt gab es einen tödlichen Messerangriff. Ein 42-Jähriger soll einen Mann im Streit erstochen und seine Lebensgefährtin schwer verletzt haben.

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