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Model Halima Aden kam mit sechs Jahren als Flüchtlingskind in die USA.

Model posiert mit Hidschab

Burkini-Model posiert erstmals auf Cover der „Sports Illustrated“ - und löst Diskussionen aus 

Das Bademoden-Magazin „Sports Illustrated Swimsuit“ wird in seiner nächsten Aufgabe ein Burkini-Model als Cover präsentieren und schreibt somit Geschichte. Viele sehen da aber auch negative Auswirkungen.

London - Das somalisch-amerikanische Model Halima Aden wird als erste Muslimin in Ganzkörper-Schwimmanzügen - den Burkinis - und mit Hidschab in einer Sonderausgabe des US-Magazins „Sports Illustrated“ zu sehen sein. Wie der britische Sender BBC am Dienstag berichtete, fühle sich die 21-Jährige sehr geehrt, dass sich die Zeitschrift entschieden habe, die Schönheit zu zeigen, die „sittsam gekleidete“ Frauen besäßen. Die Fotos werden im jährlichen Bademoden-Magazin „Sports Illustrated Swimsuit“ veröffentlicht, das am 8. Mai herauskommt. Auf dessen Titelseite posierten schon Prominenten wie Heidi Klum und Popstar Beyoncé. „Sports Illustrated“ hat eine vorwiegend männliche Leserschaft.

21-jähriges Burkini-Model Halima Aden wuchs in kenianischem Flüchtlingslager auf

Halima Aden wuchs im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia auf und kam mit sieben Jahren in die USA. Die Burkini-Fotos entstanden der deutschen Presseagentur zufolge in Kenia am Strand Watamu Beach, nördlich von Mombasa. „Ich denke daran zurück, wie ich als Sechsjährige in dem Land in einem Flüchtlingslager war“, sagte das Topmodel demnach während des Shootings. Sie sei aufgewachsen, um den amerikanischen Traum zu leben, und kehre jetzt zurück, um an den schönsten Orten Kenias fotografiert zu werden. „Ich glaube nicht, dass das eine Geschichte ist, die sich irgendjemand ausdenken kann.“

Laut CNN schrieb die 21-jährige Schönheit bereits zuvor Geschichte als muslimisches Model mit Hidschab: Im April 2018 bildete sie die britische „Vogue“ auf ihrem Cover als erste Frau mit bedecktem Haar ab. Auch bei der Wahl der Miss Minnesota hatte sie als damals 19-Jährige als erste Frau einen Hidschab getragen und internationale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Aden habe bewiesen, dass es einen Platz für zurückhaltend auftretende muslimische Frauen in der Modeindustrie gebe, schreibt „Sports Illustrated“ auf seiner Webseite.

Burkini-Model für ihren Mut gefeiert - aber nicht nur ...

Die ersten Bilder des Shootings haben sowohl „Sports Illustrated Swimsuit“ als auch Aden selbst auf ihren Instagram-Accounts veröffentlicht. Dort wird die junge Frau von den meisten Followers für ihren Mut zur Veränderung gefeiert. „Das ist schön! Ich bin so glücklich, dass „Sports Illustrated“ Menschen, die "anders" sind, eine Plattform gibt“, schreibt eine Userin zum Beispiel. Doch andere sehen in den Schnappschüssen eine Unterdrückung der weiblichen Emanzipation. Ein Follower kommentiert: „Trauriger Tag, wenn wir etwas so Unterdrückendes und Patriarchalisches wie die Burka als "feministisch" und "ermächtigend" fördern“.

Video: Die steile Karriere von Halima Aden

Der plötzliche Tod eines Männermodels bei der Fashion Week in São Paulo schockte die Welt: Seine Familie musste sich das Drama live mit ansehen.

dpa/fm

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