Die Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna steht vermutlich in Zusammenhang mit Herzmuskelentzündungen. (Symbolbild)
+
Die Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna steht vermutlich in Zusammenhang mit Herzmuskelentzündungen. (Symbolbild)

Corona-Pandemie

Herzmuskelentzündung nach Corona-Impfung? WHO äußert sich zu Risiko

  • VonSebastian Richter
    schließen

Die WHO hält einen Zusammenhang zwischen Herzmuskelentzündungen und der Corona-Impfung für wahrscheinlich. Wie hoch ist das Risiko?

Genf/Frankfurt – Einen „wahrscheinlichen Zusammenhang“ sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen Herzmuskelentzündungen und der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Gleichzeitig entschärft die WHO diese Aussage. Entzündungen am Herzmuskel stehen demnach zwar wahrscheinlich mit einer Impfung gegen Corona* in Zusammenhang, seien aber dennoch „sehr selten“. Insgesamt überwiege der Nutzen der Impfung gegenüber den Risiken, teilte der Ausschuss für Impfstoffsicherheit am Freitag (09.07.2021) in Genf mit.

Der Ausschuss beschäftigte sich schon länger mit dem Thema. Zuvor hatte er Daten zu Herzmuskelerkrankungen nach Impfungen mit den Corona-Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna geprüft. Die meisten dieser Fälle stammen aus den USA.

Herzmuskelentzündung nach Corona-Impfung: Laut WHO überwiegen die Vorteile

„Die berichteten Fälle traten typischerweise innerhalb einiger Tage nach der Impfung auf“, erklärte der Ausschuss. Dabei seien etwas häufiger junge Männer von Herzmuskelerkrankungen* betroffen. Zudem traten die Erkrankungen am Herzmuskel öfter nach der zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff auf.

Aus der derzeitigen Datenlage lasse sich schließen, dass es einen „wahrscheinlichen Zusammenhang“ zwischen Impfung und Herzmuskelerkrankungen gebe. Trotzdem „überwiegen die Vorteile einer mRNA-Corona-Impfung gegenüber den Risiken“, so der Ausschuss der WHO. Denn die Impfungen reduzieren Aufenthalte in Krankenhäusern und Todesfälle. Zudem traten die Fälle bisher „sehr selten“ auf.

Impfung gegen Corona: Hunderte erkranken in den USA an Herzmuskelentzündung

In den USA gab es bereits hunderte Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Corona-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff. Zuvor hatte Israel einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung gegen das Coronavirus festgestellt. Der Verdacht, dass die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bei jungen Menschen eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) auslösen könne, konnte bisher nicht bewiesen werden. (spr/afp)*fnp.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Im Kampf gegen das Coronavirus ist Forschern aus Mainz möglicherweise ein Durchbruch gelungen. Besonders bei schweren Verläufen soll die neue Methode helfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare