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Corona: Wirksame Medikamente sind schwer zu bekommen

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Von: Vincent Büssow

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Apotheke
In Deutschland und den USA sind Corona-Medikamente nur gegen Rezept und nach positivem Test erhältlich. (Archivbild) © Marta Fernández Jara/dpa

Corona-Medikamente sollen das Virus langfristig bezwingbar machen. In den USA ist es aber schwierig, die Mittel zu bekommen. Wie ist die Lage in Deutschland?

Frankfurt – Neben den Impfungen werden auch Medikamente zur Behandlung von Corona-Erkrankungen* immer relevanter. Weltweit werden neue Therapien von insbesondere schweren Verläufen untersucht und zugelassen. In den USA*, wo mittlerweile einige Corona-Medikamente auf dem Markt sind, stellt es sich allerdings als schwierig heraus, diese zu bekommen, wie die Nachrichtenseite Politico berichtet. Was ist das Problem? Und wie sieht die Situation in Deutschland aus?

In der Pillenform stehen in den USA die antiviralen Corona-Medikamente Molnupiravir von Merck und Paxlovid von Pfizer zur Verfügung. Ersteres darf auch in Deutschland seit Anfang des Jahres verordnet werden, während die Pfizer-Tablette noch im Januar hierzulande eine Notfallzulassung erhalten soll. Obwohl die Medikamente jenseits des Atlantiks bereits zugelassen sind, gibt es mehrere Probleme bei deren Verteilung.

Kritik an der Verteilung von Corona-Medikamenten in den USA

So kritisieren Apotheker:innen in den USA die Tatsache, dass nur Ärzte und bestimmte Beschäftigte des Gesundheitswesens die Corona*-Tabletten bei Vorliegen eines positiven Tests verschreiben dürfen. Dies berichtet das Portal Politico. Um die Medikamente zu bekommen, werden möglicherweise ansteckende Patient:innen also zu einer Teststation, zu einem Arzt und dann in eine Apotheke geschickt.

Auch in Deutschland werden die Mittel gegen Corona nicht einfach so verteilt. Die vom Bund zur Verfügung gestellten 80.000 Dosen des Medikaments Molnupiravir können von Ärzt:innen bei Vorliegen eines positiven Corona-Tests verschrieben werden. Dabei wird das Rezept direkt an die Apotheke übermittelt, wie aus Informationen der kassenärztlichen Bundesvereinigung hervorgeht.

Verfügbarkeit von Corona-Medikamenten: Wie ist die Lage in Deutschland und den USA?

In den USA steht dem leichten Zugang zu Corona-Medikamenten allerdings noch mehr im Weg. So klagen die Verantwortlichen der Bundesstaaten über die geringe Menge an Mitteln, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, wie Politico meldet. Das weiße Haus bestreitet dies. Erfahrungsberichten zufolge konzentriert sich die Verteilung antiviraler Corona-Tabletten in den Vereinigten Staaten allerdings auf die Ballungszentren. Im ländlichen Raum sollen deshalb insbesondere alte und arme Menschen Schwierigkeiten haben, die Reise bis zur nächsten passenden Apotheke anzutreten.

In Deutschland versucht man währenddessen den Vorrat an wirksamen Therapien gegen schwere Corona-Erkrankungen aufzustocken. So will die Bundesregierung neben dem Corona-Mittel Paxlovid von Pfizer* auch Kontingente des Medikaments Xevudy zur Verfügung stellen. Der darin enthaltene monoklonalen Antikörper Sotrovimab soll auch gut gegen die Omikron-Variante* schützen. (vbu) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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