Corona-Neuigkeiten weltweit

Corona in Brasilien: Bolsonaro verstört bei Demonstration, Bürgermeister hat es satt - „Zu dumm dazu“

  • schließen
  • Christoph Englmann
    schließen

Brasilien entwickelt sich immer mehr zum weltweiten Coronavirus-Hotspot. Die Entwicklung in Afrika verblüfft hingegen. Das Labor in Wuhan in China weist Vorwürfe zurück.  Alle News im Ticker.

  • Das Coronavirus* sorgt weltweit für gewaltige Probleme, stellt Gesundheitssysteme und die Wirtschaft vor große Herausforderungen.
  • Das Labor in Wuhan (China) weist Vorwürfe Zentrum des Coronavirus-Ausbruchs zu sein zurück (Update vom 24. Mai, 10.52 Uhr). 
  • Internationale Experten sind immer mehr verblüfft über die Entwicklungen in Afrika (Update vom 23. Mai)
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

Update vom 26. Mai, 12.35 Uhr: Die USA sind weiterhin weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Allerdings scheint sich die Entwicklung zu verlangsamen. Das amerikanische CDC meldete am Montag insgesamt 1.637.456 Infizierte (Anstieg um 15.342 neue Fälle) und 97.669 Todesfälle. Das bedeutet, dass innerhalb von einem Tag 620 Menschen am Coronavirus gestorben sind. Im Vergleich zu den Vortagen ist dies eine deutliche Verlangsamung, da die Todeszahlen in den Tagen zuvor stets über 1000 gelegen hatten.

Während sich die Zahl in den USA der Tendenz nach verringert, wird Brasilien aktuell förmlich von der Pandemie überrollt. Nach Angaben der WHO, die sich in ihren Reportings auf Daten der einzelnen Nationen bezieht, gab es in dem von Präsident Bolsonaro regierten Land am 25. Mai 16.508 neue Infektionen (Total: 347.398). Innerhalb von 24 Stunden starben demnach 965 Menschen an Covid-19 (Insgesamt: 22.013). Damit würde Brasilien erstmals mehr Neu-Infektionen und Todesfälle an einem Tag als die USA verzeichnen. 

Allerdings meldet die WHO für die USA wesentlich höhere Zahlen als das CDC. Hier ist im gleichen Reporting, dem die Zahlen für BRasilien entstammen, die Rede von 24.151 Neu-Infektionen und 1.852 neuen Todesfällen in den USA am 25. Mai. Damit würden die USA weiterhin die meisten Neu-Infektionen und Todesfälle verzeichnen.

Lesen Sie auch: Tragen genesene Patientendas Coronavirus noch in sich? Eine Studie klärte das nun auf.

Corona in Brasilien: Bolsonaro verstört bei Demonstration, Bürgermeister hat es satt - „Zu dumm dazu“

Update vom 25. Mai, 19.10 Uhr:Die Zahl der Corona-Opfer steigt in Brasilien weiter an. Dennoch verstößt Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro bei seinen öffentlichen Auftritten weiterhin gegen die Abstandsregeln und Hygienevorgaben. Unter anderem begrüßte er zuletzt mehrere Demonstraten per Handschlag. Eine Maske trug er zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr. Sein starrsinniges Verhalten wird von vielen Seiten scharf kritisiert. 

Nun greift auch Arthur Virgilio Neto, der Bürgermeister der Amazonas-Metropole Manaus, den Präsidenten öffentlich an. Er fordert den Rücktritt. Bolsonaro solle “den Mund halten und zu Hause bleiben”, so Neto. Zudem warf er Bolsonaro vor, von einer Diktatur zu träumen. „Aber er ist zu dumm dazu”, sagte Neto gegenüber dem US-Sender CNN.

Bis Sonntag wurden in Brasilien rund 363.000 Infektionsfälle und mehr als 22.600 Todesopfer gezählt. Die Dunkelziffer liegt wohl weitaus höher. Schließlich wird in Brasilien vergleichsweise wenig getestet. 

Die gleiche prekäre Situation zeigt sich in Ecuador. Dort hilft ein Pfarrer aus Miesbach Corona-Kranken - und beerdigt auch Tote. Dabei gehört der 82-Jährige Miesbacher Pfarrer selbst zur Corona-Risikogruppe.

Corona-Ausbruch in China: Wuhans Labor-Chefin kanzelt Trump ab - „Wie konnte es uns entweichen, wenn ...“

Update vom 25. Mai, 11.30 Uhr: Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte am Montag die Freigabe auch für den Großraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido. Für die übrigen Landesteile hatte er den Notstand bereits zuvor aufgehoben.

Der Notstand war ursprünglich bis zum 31. Mai angesetzt, wobei die Bürger in Japan lediglich gebeten wurden, möglichst zu Hause zu bleiben. Man habe die Situation so eingedämmt, dass eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 verhindert werden könne, hieß es. 

Der Trend der täglichen Neuinfektionen* zeigt seit einiger Zeit nach unten. Japan zählt rund 17.300 Infektionen und rund 850 Todesfälle. Kritiker hatten Abes Regierung vorgeworfen, viel weniger Test durchzuführen als andere Länder. Andere Experten halten jedoch dagegen, dass Japan viel weniger Tote und Betroffene mit schweren Symptomen aufweise.

Coronavirus weltweit: Elf „importierte Fälle“ in China

Update vom 25. Mai, 9.50 Uhr: Wie n-tv berichtete, hat China elf neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Demnach sollen der Gesundheitskommission zufolge alle Neuinfektionen von Einreisenden stammen und sogenannte „importierte Fälle“ sein. Einer der Infizierten befinde sich in der südwestlichen Provinz Sichuan, die restlichen zehn in der Inneren Mongolei.

International am schwersten von der Pandemie getroffen sind die Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump will nun dennoch Lockerungen angehen.

Update vom 24. Mai, 20.05 Uhr: Nach einem wochenlangen Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen in Südafrika will Präsident Cyril Ramaphosa diese Regelung nun lockern. Anfang Juni würden die landesweiten Corona-Restriktionen von der bestehenden Stufe vier auf das Niveau drei zurückgestuft, sagte Ramaphosa am Sonntagabend in einer Rede an die Nation. Damit werde der Alkohol für den Konsum zu Hause wieder erlaubt. Allerdings werde der Verkauf nur unter strengen Auflagen zu bestimmten Zeiten erlaubt sein. Weitere Details dazu sollten zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden, sagte er. Der Verkauf von Tabakwaren bleibe wegen der Gesundheitsrisiken weiterhin verboten.

Südafrika hatte Ende März im Kampf gegen das Coronavirus eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Sie galt als eine der strengsten weltweit - verboten waren selbst Jogging- oder Gassigeh-Runden. In dem Land wurden laut Ramaphosa bislang mehr als 22 500 Fälle von Covid-19 bestätigt.

Forscher aus München wollen nun einen Marker identifiziert haben, mit dem sich voraussagen lassen könnte, wie eine Corona-Erkrankung verläuft.

Corona in China: Labor in Wuhan bestreitet Ursprung des Coronavirus-Ausbruch zu sein

Update vom 24. Mai, 10.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump hatte das Hochsicherheitslabor in Wuhan mehrmals als Ausgangspunkt für die Coronavirus-Pandemie bezeichnet. Nun weist das Labor in Wuhan die Vorwürfe erneut entschieden zurück. Solche Anschuldigungen unter anderem von US-Präsident Donald Trump seien eine „reine Erfindung“, sagte Labor-Leiterin Wang Yanyi in einem am Samstagabend vom staatlichen Fernsehsender CGTN ausgestrahlten Interview.

Das Wuhan-Institut für Virologie beherbergt die größte Virusbank Asiens. Es liegt wenige Kilometer von einem Fisch- und Wildmarkt entfernt, von dem aus sich das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 chinesischen Angaben zufolge im Dezember ausgebreitet hatte. Das hatte Spekulationen ausgelöst, das Virus könnte aus dem Labor gekommen oder sogar absichtlich geschaffen worden sein.

Forschenden im Labor sei es gelungen Coronaviren von Fledermäusen zu isolieren, sagte die Direktorin im Interview (aufgezeichnet am 13. Mai). Diese drei lebenden Coronavirus-Stämme stimmten, aber nicht mit dem Erreger von Covid-19 überein. Das Labor habe erst am 30. Dezember Proben des neuartigen Virus erhalten. Am 2. Januar sei das Genom entschlüsselt worden und dann am 11. Januar seien alle Informationen an die WHO weitergeleitet worden. Davor habe ihr Team von der Existenz des Virus nichts gewusst, versicherte Wang und fügte hinzu: „Wie konnte es aus unserem Labor entweichen, wenn wir es nie hatten?“  

Eine Studie äußert nun einen schlimmen Verdacht: Gab es infolge eines Champions-League-Spiels 41 Corona-Tote?

Update vom 23. Mai, 21.45 Uhr: In China trat das Coronavirus* erstmals in epidemischer Art in der Bevölkerung auf. Nun soll erstmals seit Januar keine neue Infektion mit dem Virus registriert worden sein. Die Nachricht wurde am zweiten Tag des chinesischen Volkskongresses gemeldet. Zuvor hatte Regierungschef Li Keqiang die „wichtige strategische Errungenschaften in unserer Antwort auf Covid-19“ erläutert, jedoch stehe das Land künftig vor „enormen Herausforderungen“.

Die Zahl der Todesfälle in Folge der Coronavirus-Infektion gibt der autoritäre Staat mit 4636 an. Die Zahl liegt deutlich unter den Todeszahlen vieler Länder mit einem Bruchteil der Bevölkerung Chinas. Rund 1,4 Milliarden Menschen leben in der Volksrepublik, weshalb die Skepsis gegenüber den Angaben der chinesischen Behörden steigt. Darum formulierte besonders die USA Vorwürfe in Richtung Peking, wonach das Ausmaß der Pandemie anfangs vertuscht und verzerrt wurde. So soll die Ausbreitung der Krankheit erst möglich gewesen sein. Das Virus wurde in der chinesischen Stadt Wuhan erstmals festgestellt. 

Coronavirus weltweit: Russland und Brasilien mit jeweils weit über 300.000 Infektionen

Update vom 23. Mai, 18.10 Uhr: Hinter den schwer von der Corona-Krise betroffenen Vereinigten Staaten verzeichnen zwei große Länder einen parallelen Anstieg von Neuinfektionen mit dem Virus. In Russland stieg die Zahl der Fälle um mehr als 9400, nachdem in den Tagen zuvor stets weniger als 9000 gemessen wurden. Nachweislich haben sich mehr als 335.882 Personen in Russland angesteckt. Allerdings sind die Todeszahlen gering - 3388 Patienten starben mit dem Virus.

Coronavirus weltweit: Brasilien verzeichnet vierstellige tägliche Todeszahl

Ähnlich hoch liegt die Zahl der Corona-Infektionen in Brasilien. Hier wurden bislang 330.890 infizierten Personen festgestellt, die Zahl der Todesfälle ist jedoch wesentlich höher als die in Russland. 21.048 Personen verstarben an den Folgen der Infektion. Innerhalb von 24 Stunden starben von Freitag auf Samstag mehr als tausend Patienten. 20.803 Neuinfektionen wurden zudem registriert. Kurzzeitig rangierte Brasilien bei den absoluten Infektionszahlen erstmals auf dem zweiten Platz hinter den USA, die 1,6 Millionen Corona-Infektionen meldeten.

In Brasilien sterben anders als in vielen europäischen Ländern nicht nur vorwiegend ältere Menschen nach einer Infektion. Aus Geldmangel sind viele junge Leute in Brasilien dazu gezwungen, trotz Ansteckungsgefahr zu arbeiten, wobei sich viele infizieren. Die Bevölkerung Brasiliens ist im Schnitt recht jung, weshalb die Zahl der Todesopfer unter 60 höher sei. Das meinte Mauro Sanchez, Epidemiologe der Universität Brasilia. „Das Perverse“ sei aus seiner Sicht, „dass sich viele Menschen dem Virus aussetzen, weil sie keine andere Wahl haben.“

Neben dem schlimmen Ausmaß der Corona-Pandemie hat Brasilien auch mit Korruption auf höchster politischer Ebene zu kämpfen. Ein Video enthüllt Unglaubliches über Staatschef Jair Bolsonaro.

Coronavirus weltweit: Pandemie nimmt in Afrika laut WHO „anderen Verlauf“

Update vom 23. Mai, 08.36 Uhr:In Afrika, für das man zu Beginn der Pandemie eine dramatische Covid-19-Situation prognostiziert hatte, überstieg die Zahl der gemeldeten Infektionen erstmals die 100.000. Nach WHO-Angabensind mit 20.000 registrierten Infektionen die meisten Fälle in Südafrika gemeldet. 

Die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti, sagte in einer Stellungnahme am Freitag, dass „die Coronapandemie auf dem Kontinent einen anderen Verlauf als anderswo auf der Welt“ nimmt. Während Europa bei einem Stand von 100.000 Infektionen bereits 4500 Tote gemeldet hatte, verstarben in Afrika bisher 3900 Menschen. 

WHO-Experten führen die positiven Meldungen teils auf früh eingeführte Ausgangsbeschränkungen, teils auf die jüngere Altersstruktur der Bevölkerung zurück. Dennoch seien die Gesundheitssysteme für einen eventuellen stärkeren Anstieg nicht gut genug gerüstet. 

Coronavirus weltweit: Innovative Tests und Behandlungen aus Afrika werden international zu stark übersehen

Der britische Guardian hatte bereits kritisiert, dass international übersehen wird, dass auf dem Kontinent innovative Lösungen für die Coronapandemie gefunden wurden, die auch wegweisend für andere Länder sein könnten. So wird in Senegal ein kostengünstiger Schnelltest entwickelt sowie infizierte Mitglieder aus größeren Haushalten konsequent in Krankenhäusern isoliert. In Ghana konnte die Todesrate demnach ebenso vergleichsweise niedrig gehalten werden, unter anderem weil Tests in größeren Pools durchgeführt werden und einzelne Personen nur bei einem positiven Befund aus dem größeren Pool nachgetestet werden. Außerdem setzen viele Länder auf einen in Madagaskar entwickelten Kräutertee, dessen Wirkstoffe auch von einem deutschen Professor untersucht und als „sehr interessant“ eingestuft würden.

Coronavirus - Ruanda: In der Hauptstadt Kigali kommen Roboter in der Behandlung zum Einsatz

In Ruandas Hauptstadt Kigali wird unterdessen getestet, wie Roboter in der Behandlung von schwer an Covid-19 erkrankten Menschen zu Einsatz kommen können.

Coronavirus weltweit: Südamerika ist laut WHO zum „Epizentrum der Krankheit“ geworden

Update vom 22. Mai, 22.25 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Coronavirus*-Infektionen weltweit in Sorge. Südamerika jedoch sei „zum neuen Epizentrum der Krankheit geworden“, meinte der WHO-Experte Michael Ryan am Freitag in Genf. Laut Ryan herrsche „große Besorgnis um diese Länder, aber Brasilien ist derzeit eindeutig am stärksten betroffen“.

Für weltweite Medikamentenforschungen liefert jetzt eine internationale Studie neue Erkenntnisse: Erstmals konnten komplexe Zusammenhänge bei schweren Covid-19-Entwicklungen entschlüsselt werden.

Coronavirus weltweit: Zahl der Covid-19-Toten überschreitet traurige Schwelle in Brasilien

Während Nachbarländer wie Kolumbien einen strengen Lockdown durchführen, entwickelte sich Brasilien zu einem der zentralen Krisenherde der Pandemie*. Das größte und bevölkerungsreichste Land des Kontinents verzeichnet bislang 310.000 Corona-Infektionen und stellt somit der dritthöchsten Wert im weltweiten Vergleich. Bisher starben bereits 20.000 Covid-19-Patienten* an  den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Experten gehen jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus, da die Testkapazitäten mangelhaft sind.

Auf dem gesamten Kontinent wurden bisher über 617.000 Infektionen mit dem neuartigen Virus festgestellt, mehr als 34.000 Personen verstarben. Nach Brasilien ist Peru mit 108.000 Infektionen und etwa 3100 Toten am zweitstärksten betroffen. 

Coronavirus weltweit: Präsident Jair Bolsonaro und seine vermeidbare Mega-Krise

Erstmeldung:

Brasilia - Was Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro immer wieder als „kleine Grippe“ verharmloste, entwickelt sich dort nun mehr und mehr zur Katastrophe. Die aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-University* sprechen Bände: Brasilien entwickelt sich immer weiter in Richtung Corona-Hotspot.

Coronavirus weltweit: Zahl der Covid-19-Toten überschreitet traurige Schwelle in Brasilien

Mit 310.087 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt Brasilien weltweit nur noch hinter den USA (1.577.758 Infizierte) und Russland (326.448 Infizierte). Darüber informiert die Johns-Hopkins-University.

Wie das brasilianische Gesundheitsministerium außerdem mitteilte, stieg die Zahl der Covid-19-Todesfälle erneut rasant an und überschritt die traurige Schwelle von 20.000 Toten. Insgesamt waren 1188 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, was einen neuen Rekord in diesem Zeitraum darstellte. 

Dutzende Massengräber werden in Brasilien als Beerdigungsstätte genutzt.

Mehr als 20.000 Covid-19-Tote hat Brasilien zu beklagen. 

Coronavirus: Brasilien empfiehlt umstrittenes Malaria-Medikament

Indes hat das brasilianische Gesundheitsministerium das umstrittene Malaria-Medikament Hydroxychloroquin zur Behandlung von Corona-Infizierten empfohlen. In einem am Donnerstag veröffentlichten aktualisierten Leitfaden für Ärzte hieß es, dass das Mittel auch Menschen mit nur leichten Corona-Symptomen* verabreicht werden könne. 

Zuletzt hatte Gesundheitsminister Nelson Teich um seine Entlassung gebeten, nachdem er sich mit dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro wegen des Einsatzes des umstrittenen Medikaments überworfen hatte.

Coronavirus: Drastische Nebenwirkungen des Medikaments

Ursprünglich wird Hydroxychloroquin zur Behandlung von Malaria und bestimmten Autoimmunkrankheiten eingesetzt. Inwiefern und ob sich das Medikament* überhaupt zur Behandlung von Coronavirus-Patienten eignet, ist abschließend jedoch noch gar nicht geklärt. Die Einnahme des Medikaments kann jedoch zu Nebenwirkungen wie beispielsweise einem erhöhten Risiko für Herzrhythmus-Störungen führen. 

Dennoch versprechen sich einige zur Eindämmung des Coronavirus viel von dem Medikament. Darunter befindet sich beispielsweise US-Präsident Donald Trump, der Hydroxychloroquin als „Geschenk Gottes“ anpries und es eigenen Angaben zufolge sogar als Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus* einnehmen soll.

Indes wird weltweit mit Hochdruck nach einem Impfstoff* gegen das Coronavirus geforscht - und auch an Medikamenten, nun scheint es klarere Tendenzen zu geben.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

mbr

Rubriklistenbild: © AFP / EVARISTO SA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare